48

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48

Ina Müller. 105music (Sony Music) 2013, Audio CD, € 4,17

Rezension von: michaelkrause2 | Rezensionsdatum:

WEIBLICH, VERGEBEN, 48

Die Sängerin:

Nordlicht schloss sich nach ihrer Ausbildung zur pharmazeutisch-technischen Assistentin dem Kabarett-Duo Queen Bree an und machte sich 2002 mit eigenen Projekten, vor allem auf plattdeutsch selbständig. Sie veröffentlichte Bücher und Lieder und moderiere Fernsehsendungen im NDR. Zusammen mit Frank Ramond produzierte sie 2006 das Album „Weiblich, ledig, 40“, das sie über die Grenzen Norddeutschlands hinaus bekannt machte. Seit 2007 moderiert sie die Late-Night-Show „Inas Nacht“, die 2010 mit dem Grimme-Preis ausgezeichnet wurde. Mit „Liebe macht taub“ und „Das wär dein Lied gewesen“ veröffentlichte in den Jahren 2008 und 2011 zwei weitere Alben. Für ihre musikalischen Leistungen wurden 2012 mit zwei Echos geehrt.

Das Album:

„48“ ist das vierte hochdeutsche Album der sympathischen Wahl-Hamburgerin. Auf diesem Album vollführt sie eine Wandlung, da sie die Songs zusammen mit ihrem Lebensgefährten komponiert hat. Textlich hatte wieder Frank Ramond seine Finger im Spiel, was im Ergebnis heißt, dass die bissigen, humorvollen und aus dem Leben gegriffenen Texte eine neue musikalische Hülle bekommen haben. Und zwar eine überaus passende. Schon die erste Nummer „Wenn du nicht da bist“ ist in musikalischer und textlicher Hinsicht ein Volltreffer. Geschickt spielt Ina Müller mit weiblichen Klischees wie Schuhkauf („Schuhe“) oder die Liebe für ein Onlinemodehaus („Sie schreit nur noch bei Zalando“), die zwar typisch für sie sind, aber nicht verbraucht oder kopiert klingen.

Auch die leisen Töne kommen auf dem Album sehr gut zur Geltung. Der Abschiedsschmerz an einen guten Freund („Pläne“) bringt sie dabei ebenso eindrucksvoll zu Gehör, wie die Liebeserklärung an einen besonderen Menschen („Aber dich“). Da Ina Müller auch schon über ein gewisses Maß an Lebenserfahrung verfügt, glaubt man ihr sofort, dass sie kein Teenager mehr sein will, wie sie auf gewohnt treffende Art im gleichnamigen Song verrät.

Mein persönlicher Favorit ist jedoch der Titel „Fünf Schwestern“. Musikalisch sicherlich der bisher beste Ina-Müller-Song erzählt sie von ihrer Jugend auf einem Bauernhof bei Cuxhaven als vierte von fünf Töchtern. Ein toller Song mit einem herrlichen Refrain.

Trackliste:

01 – Wenn du nicht da bist

02 – Sie schreit nur noch bei Zalando

03 – Wenn dein Handy nicht klingelt

04 – Schuhe

05 – Nach Hause

06 – Fünf Schwestern

07 – Wenn ich weg guck

08 – Pläne

09 – Déja Vu

10 – Spieglein, Spieglein

11 – Einen im Sinn

12 – Teenager

13 – Aber dich

 

Fazit:

Ina Müller sagt von ihrem Album, dass ihr mit „48“ ein Überraschungs-Ei geglückt sei. „Was zum Naschen, was zum Freuen, was zum Spielen.“‚ Dem kann ich mich nur vorbehaltlos anschließen. Die 13 Songs durchleuchten alle Facetten des Lebens und bieten musikalisch und textlich jede Menge Abwechslung. Ein starkes Album einer Frau, die auf die 50 zugeht, aber noch lange nicht zum alten Eisen gehört.

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