Abluxxen

Autorenwertung
  • Spannung
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  • Spielspaß
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  • Preis/Leistung
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  • Kreativität
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  • Aufmachung
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  • Gesamt
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Rezension von: Ragan Tanger | Rezensionsdatum:

Abluxxen

Cleverer Luchs mit Doppel-X

Es ist wie so oft im Leben: Das Einfache, Simple hat den größten Reiz und die besten Chancen sich dauerhaft zu etablieren. Da können noch so tolle Geräte erfunden werden; Spazieren oder Laufen bleiben die Mittel der Wahl, wenn es um körperliche Ertüchtigung geht. Nahrungskreationen gut und schön; aber am Ehesten kommen Getreide und Gemüse auf den Tisch. Und auch bei Spielen kann man mit tausenden Gimmicks, Regeln und Extrabrettern für optische und haptische Highlights sorgen; aber ein gutes, einfaches Kartenspiel hat viel mehr Potential zum Alltime-Schlager als jede moderne Kreation. Womit wir beim Thema wären.

Abluxxen ist so ein einfaches, cleveres, diebisches und lustiges Spielchen, das jederzeit und immer wieder gerne die Spielrunde erheitert. Es braucht nur den Luxx (also den ehemaligen Luchs, der die Karten ziert und dem Spiel den Namen gibt) und zwei bis fünf Spieler, schon kann’s losgehen. Es gibt je acht Karten der Zahlen von 1 bis 13, dazu ein paar Joker und die – für Anfänger notwendige – Luxx-Karte, die nämlich nur dafür gebraucht wird, wer eigentlich gerade an der Reihe ist. Wer ganz besonders spitzfindig ist, kann aus der Karte übrigens einen Extrajoker entwerfen, aber das nur am Rande.

Worum geht es? Ein einfaches Ablegespiel, bei dem derjenige gewinnt, der als Erster alle Karten losgeworden ist und wenn möglich auch die meisten Karten vor sich ausliegen hat. Dies ist allerdings nicht zwingend so, denn wie es der Name sagt, liegt der große Clou im Klauen der Karten des Gegners. Dazu müssen die Karten, die man selbst ins einem Spielzug auslegt, einen höheren Wert als die obersten des Gegners haben und zudem die gleiche Anzahl. Heißt, wenn ich drei Fünfer auslege und der Mitspieler hat drei Vierer kann ich sie entweder selber auf die Hand nehmen, sie dem Gegner auf die Hand nehmen lassen (damit er wieder mehr zum Ablegen hat) oder aber auch auf einen Ablagestapel. So oder so, es ist reichlich Interaktion im Spiel und das macht die Würze aus.

Dazu gibt’s dann noch die Joker, die quasi jede Karte ersetzen können und die – strategisch geschickt genutzt – einen großen Vorteil bringen würden. Ja, würden, denn wir sind nicht die Einzigen mit Jokern und schon ist der gedachte Vorteil wieder futsch. Es ist ein tolles und spaßiges Merkmal dieses Spiels, das alles ganz schnell wieder anders werden kann. Viertelstunde bis zwanzig Minuten sollte man für diesen reibungslosen Spielspaß einplanen; wenn man realistisch ist, dann direkt ein bisschen mehr, denn bei einer Partie lässt man selten bewenden.

Verantwortlich für Gestaltung und Entwurf zeit sich das bereits bei aktive Erfinderduo Wolfgang Kramer und Michael Kiesling. Tatsächlich hieß eines ihrer Spiel Verflixxt. Ist eigentlich gar nixx nötig, möchte man ihnen zurufen, die Spiele alle mit diesem Doppel-X zu versehen, denn Abluchsen wäre nicht weniger einfach und gut gewesen als der Technotitel. Wenn das aber (und das ist es!) die einzige Kritik an dem Spiel sein soll, dann aber ran an die Buletten. Für den Preis ein unschlagbar gutes Spiel.

Fazit:

Klein, fein und großartig. Der Spielfluß rauscht, die Spannung und Komik geben sich die Klinke in die Hand, ein einfaches und geniales Kartenspiel rockt das Spielejahr. Für alle Luchse ein gefundenes Fressen.

 

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