Acqua alta

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Acqua alta

Donna Leon. Diogenes Verlag 1999, Taschenbuch, 384 Seiten, € 9,00

Rezension von: istillreadbooks | Rezensionsdatum:

Acqua alta von

Inhalt
In seinem nunmehr fünften Fall bekommt Commissario Guido Brunetti es gleich mit mehreren Facetten der Kriminalität in Venedig zu tun. Die Amerikanerin Brett Lynch wird brutal zusammengeschlagen, und Brunetti beunruhigt dieses Verbrechen zunehmend. Nicht nur, weil Brett Lynch eine Freundin von Brunetti ist, sondern auch, weil die Schläger scheinbar aus heiterem Himmel in Brett Lynchs Wohnung auftauchten und auf Sie einprügelten, ohne erkennbares Motiv.

Brunetti kann sich auf die Ereignisse zunächst keinen Reim machen, doch als kurze Zeit später der stadtbekannte und renommierte Museumsdirektor Semenzato ermordet aufgefunden wird, bekommen die Ereignisse einen klareren Zusammenhang. Brunetti beginnt, eigene Recherchen anzustellen, doch bei seinen Ermittlungen muss er äußerst vorsichtig und bedacht vorgehen, denn Brunetti muss sich nicht nur mit seinem Vorgesetzten Vice-Questore Patta arrangieren, sondern er muss auch erkennen, dass es selbst in den höheren gesellschaftlichen Kreisen von Kunstliebhabern Menschen gibt, die für Ihre Sammelleidenschaft sogar vor Mord nicht zurückschrecken.

Eine packende Kriminalgeschichte vor der wunderschönen Kulisse Venedigs
Die Kriminalgeschichten von Donna Leon mit und um den sympathischen venezianischen Ermittler  Guido Brunetti erfreuen sich bereits seit Jahren auch in Deutschland einer stets wachsenden Beliebtheit. Dabei sind die Fälle von Commissario Brunetti jedoch keine klassischen Krimis. Vielmehr steht in den Brunetti-Romanen die Beschreibung der Protagonisten und die Schilderung der italienischen Lebensart und des venezianischen „Flairs“ im Vordergrund. Die Fälle von Commissario Brunetti bilden somit in gewisser Weise nur ein „Grundgerüst“, welches als Handlungsfaden dient.

So bildet auch der Fall in „Acqua alta“ das „Handlungsskelett“ des Romans. Während in Venedig der Wasserspiegel steigt (deshalb auch der Titel „Acqua alta“), versinkt Brunetti in einem Strudel aus Betrug, Kunstfälschung und mafia-ähnlicher Strukturen und Geschäftspraktiken. Doch Brunetti lässt sich nicht so leicht entmutigen, und das Schicksal von Brett Lynch bewirkt in Brunetti eine Trotzreaktion und nicht die von den Tätern erhoffte Resignation.

Leider muss man sagen, dass der Kriminalfall in „Acqua alta“ nicht zu den besten Fällen der Brunetti-Reihe zählt, die wieder einmal sehr gelungene Beschreibung des Charmes der Stadt Venedig und seiner Personen entschädigt jedoch vollkommen für die minimalen Ungereimtheiten im Fall um Brett Lynch. Und die „Auflösung“ des Falles, welche sich über die letzten siebzig Seiten des Romans ausdehnt, gehört mit zu dem Besten, was die Brunetti-Reihe dem geneigten Krimileser zu bieten hat.

Fazit
„Acqua alta“ ist ein wunderbar leicht zu lesender Roman, der die Stimmung des venezianischen Winters für den Leser einfängt und in seine Vorstellungen hinein transportiert. Verbunden mit einer spannenden Kriminalgeschichte ist „Acqua alta“ ein weiterer exzellenter Brunetti-Roman aus der Feder der Wahl-Italienerin Donna Leon. Eine exzellente Lektüre, sowohl für Italien-Liebhaber als auch für Freunde guter Kriminalromane!

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