Adobe InDesign CS 3

Autorenwertung
  • Usability / Workflow
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  • Genauigkeit
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  • Geschwindigkeit
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  • Stabilität
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  • Professionalität
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  • Gesamt
    4.5 Sterne4.5 Sterne4.5 Sterne4.5 Sterne4.5 Sterne
Rezension von: Wolfi | Rezensionsdatum:

Adobe InDesign CS 3

Vorausschicken möchte ich, dass ich Adobe Indesign CS 3 nun seit etwa einem halben Jahr an einem PC mit Windows XP im Einsatz habe und davor mit Quark 4 an einem Macintosh Rechner gearbeitet habe. Die Umstellung von Quark auf Indesign ging schneller als erwartet, schließlich erleichtert einem die intuitive Umgebung bei InDesign den Einstieg von dem shortcutlastigen Quark. Einzig verwirrend sind vorerst die vielen kleinen Fensterchen und hier dauert es schon eine Weile bis man weiß, welche wichtig sind und wo man diese am Besten auf seinem „Palettenmonitor“ platziert. Da man seinen eigenen Arbeitsbereich abspeichern kann, ist einmal Ordnung geschafft, ein guter Workflow möglich. Wehe dem, der nur über einen Monitor verfügt.

Shortcuts
Das schnelle Arbeiten mit Shortcuts gewöhnt, möchte ich dieses natürlich weiterführen. Hier hilft einem sehr, dass die Befehle im Menü und auf der rechten Maustaste fast alle mit dem nötigen Shortcut beschriftet sind. Wem das nicht genügt, kann sich unter Bearbeiten -> Tastaturbefehle zu dem Standardsatz einfach einen eigenen Satz an Shortcuts anlegen. Hier empfiehlt es sich beispielsweise die drei Bearbeitungswerkzeuge: „Schwarzer Pfeil“ (Auswahl), „Weißer Pfeil“ (Direktauswahl-Werkzeug) und das Textwerkzeug auf die Funktionstasten F1, F2 und F3 zu legen. Die F1 ist natürlich mit der üblichen Hilfefunktion vorbelastet, aber an so einer prominenten Stelle brauche ich diese nun wirklich nicht. Das Schöne: Man kann Funktionen auch problemlos auf mehrere Tasten belegen, falls diese noch frei sind. Damit kann man einen eigenen Workflow definieren, ohne die Standardeinstellungen zu verändern, falls mal jemand anderer an den Rechner muss.

Verschachtelte Stilvorlagen
Das Anlegen von Stilvorlagen geht einfach und schnell. Auch die Importfunktionen sind gut gemacht und man hat einen Überblick über die verwendeten Schriftarten. Man kann in Indesign verschachtelte Stilvorlagen anlegen, die einem das Arbeiten erleichtern und beschleunigen, z.B. wenn Texte immer zuerst mit einem Firmennamen beginnen, der gefettet werden soll, kann man die Absatzstilvorlage so definieren, dass alles bis zum ersten Komma über eine Zeichenstilvorlage gefettet werden soll. Damit passt die Stilvorlage automatisch, solange die Vorgabe mit dem Komma erfüllt ist. Hier braucht man manchmal auch etwas Fantasie um Abläufe zu finden, die immer nach demselben Schema ablaufen und um herauszufinden, wie man diese dann am besten automatisieren kann.

Beim Magnetismus haperts
Der Magnetismus ist das größte Manko, das ich bis dato bei Indesign CS 3 ausmachen konnte. Ich habe leider keinen Vergleich mit anderen InDesign Versionen, da die letzte, mit der ich gearbeitet habe (Version 2.0) schon uralt und vielfach überholt ist, jedoch erscheint mir diese essentielle Funktion im Laufe der Zeit einen Rückschritt gemacht zu haben. Genaues Arbeiten ist bei einer Zoomstufe auf Seitengröße einfach nicht möglich, da man denkt, dass die Box, die man soeben platziert hat, auf dem Satzspiegel aufliegt, aber wenn man genauer hinzoomt oder die Zahlenwerte des Standes abliest, wird man leider eines besseren belehrt. Auch eine Verstärkung (Erweiterung) des Magnetismus in den Einstellungen schafft hier keine Abhilfe, denn diese führt ab einem bestimmten Punkt dazu, dass man nur noch planlos im Grundlinienraster hin- und herspringt.

Ausrichten und Bildeinpassen
Bilder sind super schnell über Drag&Drop ins Layout „geworfen“, dabei sind auch das Platzieren von mehreren Bildern oder mehrseitigen PDF-Dokumenten über die Zahlenangabe des Mauszeiger kein Problem. Das Ausrichten von Objekten, sowie die vordefinierten Bestimmungen des Bildausschnittes für mehrere Bilder ist ebenfalls eine feine Sache. Einfach alles markieren und das entsprechende Icon oben in der Leiste klicken und die Bilder stehen brezengerade proportional angepasst im Rahmen. Manches Mal glaube ich noch einen kleinen „Blitzer“ ausgemacht zu haben, aber die sind wirklich zu vernachlässigen.

Druck-PDF´s in Sekunden schreiben
Auch die Ausgabe ist, einmal korrekt eingerichtet, ein Kinderspiel. Ich definiere mir einfach unter den Adobe PDF-Vorgaben die Fälle, die ich benötige, in meinem Fall eine Vorgabe für Ansichts-PDFs mit 72 dpi Auflösung für den Bildschirm sowie eine Vorgabe für die Ausgabe eines druckfähigen PDF´s.

Objekte an Originalposition einfügen
Eine Funktion, die mir vorerst gar nicht so augenfällig war, hat sich für mich zu einer wirklichen Arbeitserleichterung entwickelt, nämlich „An Originalposition einfügen“ und die Ergänzung dazu für Bibliotheken, die da so lapidar „Objekt(e) platzieren“ heißt. Was verbirgt sich dahinter? Ganz einfach InDesign merkt sich den Stand, also den Ort wo das Objekt sich beim Speichern (Strg-V), bzw. Ziehen in die Bibliothek, befunden hat und ermöglicht es einem, genau diesen wieder anzusteuern. So kann ich mir ganze Seitenlayouts, z.B. mit vordefinierten Anzeigenformaten, in die Bibliotheken ziehen und über die rechte Maustaste auf jeder neuen Seite wieder exakt an der richtigen Position einfügen. Vor allem im Zuge des mangelhaften Magnetismus, habe ich diese Funktion wahrlich schätzen gelernt.

Fazit
Adobe InDesign CS 3 hat mich überzeugt und kann ich auch weiterempfehlen. Natürlich nutze ich das Produkt nicht in vollem Funktionsumfang und alles zu erwähnen, würde diese Rezension bei weitem sprengen, aber bis auf den nervig ungenauen Magnetismus und etwas Frickelei, z.B. bei der Tabellenfunktion, kann man sich gut einarbeiten, seinen eigenen Workflow definieren und schnelle Ergebnisse erzielen. Die Spielereien, á la Corel Draw, sind zum Glück nur rudimentär vorhanden, denn die Software läuft flüssig und es lässt sich professionell damit arbeiten.

Die Nähe zu weiteren Adobe Produkten wie Photoshop (Ebenenverwaltung) oder Illustrator (Objekte verteilen) kommt einem positiv entgegen. Abstürze kommen selten vor und sind (meistens) auch kein Beinbruch, da die Software ständig eine temporäre Datei mitschreibt, deren Wiederherstellung sie nach einem Absturz und Neustart automatisch anbietet. Die Bibliothekenfunktion „Objekt(e) platzieren“ finde ich einfach nur genial und macht in meinen Augen ein Arbeiten mit diesen neumodischen „Snippets“ überflüssig.

InDesign ist ein Profiprogramm, das man sich ganz gut im Bundle mit anderen wichtigen Adobe Programmen, wie Photoshop und Illustrator kaufen kann. Da ich zudem im 3D und Webbereich tätig bin, hat sich mir die Master Collection sozusagen aufgedrängt.

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