Aftershock

Autorenwertung
  • Musik
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  • Instrumentalisierung
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  • Vocals
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  • Abwechslung
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  • Hörspaß
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  • Gesamt
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Rezension von: michaelkrause2 | Rezensionsdatum:

REIFE LEISTUNG MEINE HERREN!

Die Band:

„We’re and we Play Rock n Roll.“ Mit dieser einfachen, aber wahren Aussage ist die britische Band seit 1975 unterwegs. Ihre kommerziell erfolgreichste Zeit hatten zwischen 1979 und 1982. Mit den Alben „Overkill“, „Bomber“ und „Ace Of Spades“ schufen sie Klassiker, die als wegweisend für den Heavy Metal gelten. Danach flaute der Erfolg etwas ab, auch wenn nie wirklich weg waren. Die Band durchlebte zahlreiche Umbesetzungen, ist jetzt aber seit 1995 in der Besetzung Lemmy Kilmister (Bass, Gesang), Phil Campbell (Gitarre) und Mikkey Dee (Schlagzeug) unterwegs. Mit dem Album „Hammered“ kehrte im Jahr 2002 auch der kommerzielle Erfolg zurück. Seit dem sind wieder Stammgast in den Top Ten dieser Welt.

Das Album:

In den letzten Wochen und Monaten sorgte Lemmy Kilmister vor allem durch seine gesundheitlichen Probleme für Schlagzeilen. Erst der Abbruch des Auftritts beim Wacken Open Air, jetzt die auf Frühjahr 2014 verschobene Europatournee. Und mittendrin die Veröffentlichung des 22. Studioalbums „Aftershock“. Bereits während der Tour 2012 begann die Band mit dem Songwriting. Die Produktion wurde dann unter der Führung von Cameron Webb zum überwiegenden Teil in North Hollywood vorgenommen. Auch hier mussten wegen des angeschlagenen Gesundheitszustandes von Lemmy immer wieder Unterbrechungen vorgenommen werden.

Davon merkt man den neuen Songs aber nichts an. Motörhead klingen druckvoll wie lange nicht mehr. Schon mit den ersten beiden Titeln „Heartbreaker“ und „Coup de Grace“ schlagen die drei Männer ein Tempo an, dass an alte Bomber-Zeiten erinnert. Wirft man einen Blick auf die Titelliste des Albums wird vielen Fans auffallen, dass es noch nie ein Motörhead-Album mit so vielen Titeln gegeben hat. Immerhin 14 Songs haben Lemmy, Phil und Mikkey auf dem Album platziert. Laut Aussage von Phil Campbell ist dies auf die Fülle guter Songideen zurückzuführen. Und damit liegt er absolut richtig.

Selten klangen Motörhead in den letzten Jahren so abwechslungsreich (für ihre Verhältnisse). Satte Rocker wie „End Of Time“, „Going To Mexico“ oder „Paralyzed“ und bluesige Balladen wie „Lost Woman Blues“ oder „Dust And Glass“ lasen keine Langeweile aufkommen. Und Nummern wie „Keep Your Powder Dry“ oder „Crying Shame“ lassen den eingangs zitierten Leitsatz der Band eindrucksvoll aufleben.

Trackliste:

01 – Heartbreaker

02 – Coup de Grace

03 – Lost Woman Blues

04 – End Of Time

05 – Do You Belive

06 – Death Machine

07 – Dust And Glass

08 – Going To Mexico

09 – Silence When You Speak To Me

10 – Crying Shame

11 – Queen Of The Damned

12 – Knife

13 – Keep Your Powder Dry

14 – Paralyzed

 

Fazit:

Mit „Aftershock“ beweisen Motörhead, dass sie noch lange nicht zum alten Eisen gehören. Ihr neues Werk kann sich ohne Übertreibung im oberen Drittel der bandeigenen Historie einordnen. „Aftershock“ hat viel Masse, hat aber auch viel Klasse und gefällt mir noch besser, als der Vorgänger „“, der schon gelobt wurde. Hatte man bei früheren Motörhead-Alben das Gefühl nur Dienst nach Vorschrift zu hören, agieren die drei Urgesteine des Rock hier mit voller Leidenschaft. Bleibt zu hoffen, dass die gesundheitlichen Probleme von Lemmy nur eine vorübergehende Episode sind und wir weiterhin in den Genuss solcher Alben und rockender Konzerte kommen können.

 

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