Agatha Christie: Der blaue Express

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Rezension von: AndreasRuedig | Rezensionsdatum:

: Der blaue Express

Das Buch ist im Jahre 1988 im -Verlag aus München erschienen. Es ist 190 Seiten dick.

Die Inhaltsangabe

Rufus van Aldin ist ein Millionär aus Amerika. Seine einzige Tochter heißt Ruth. Als sie mit dem blauen Express durch Frankreich fährt, wird sie ermordet und ihres Schmuckes beraubt. Der belgische Meisterdetektiv Hercule Poirot hat seinen nächsten Fall.

Ein paar Hintergrundinformationen

Die Handlung basiert auf der Kurzgeschichte „The Plymouth Express“ aus dem Jahre 1923.

Das Buch enthält die erste Beschreibung des fiktiven Dorfes St. Mary Mead, der Heimat von Miss Marple. In dem Roman tritt auch George, der Diener von Poirot, auf. Er wird von nun an zum Stammpersonal der Poirot-Romane gehören.

Mr. Goby ist ein Informant, der dem Detektiv bei schwierigen Recherchen hilft, taucht hier ebenfalls zum ersten Mal auf. Sein Markenzeichen: Er kann bei einer Unterhaltung niemandem direkt ins Gesicht sehen. Er unterhält sich lieber – beispielsweise – mit einem Stuhlbein oder dem Kronleuchter. Captain Hastings fehlt hier allerdings noch.

Das Schreiben des Buches bereitete Christie nach eigenen Angaben eine Qual. Ihre Mutter war im Jahre 1926 gestorben, ihre Ehe im selben Jahr geschieden worden. Ihr Zusammenbruch und ihr legendäres zehntägiges Verschwinden fallen in dieselbe Zeit.

Da Christie erst am Anfang ihrer Karriere stand, brauchte sie dringend Geld. Also machte sie sich an die Arbeit. Es entstand ein Buch, von dem Christie später behauptete, sie habe es immer gehaßt. Beim Schreiben habe sie immer die Worte gezählt, um zu wissen, wann die Tortur für sie endlich zu Ende ist.

Das englischsprachige Original erschien erstmals im Jahre 1928 auf dem Markt. Die deutschsprachige Ausgabe folgte im Jahre 1930. Es ist das fünfte Roman mit Hercule Poirot.

Die eigentliche Buchbesprechung

Die obigen Hintergrundinformationen sind schon aus einem ganz einfachen Grund interessant. Die Abneigung der Christie mag aus ihrer Lebensgeschichte heraus erklärbar sein. Aus der Handlung heraus ist sie jedenfalls nicht erklärbar.

Sie mag vielleicht nicht die spektakulärste Geschichte aus der Feder der englischen Krimiautorin sein, ist aber trotzdem recht ordentlich erzählt. Wer gute Kriminalliteratur, zu der auch ein Schuß (nicht zu Ende erzählter) Liebesgeschichte gehört, kennenlernen möchte, sollte also zu diesem Buch greifen.

Das Fazit

Hier liegt ein früher Krimi der Klassikerin vor. Sie hält sich zwar nicht unbedingt an alle literaturtheoretischen Vorgaben (wie etwa der Vorgabe, daß der Leser selbst die Möglichkeit haben müsse, die Lösung zu finden); dies stört aber nicht unbedingt. Wer das Werk der Christie kennen möchte, sollte also zu dem Buch greifen.

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