Agatha Christie: Rotkäppchen und der böse Wolf

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Rotkäppchen und der böse Wolf

Agatha Christie. FISCHER Taschenbuch 2006, Taschenbuch, 208 Seiten, € 7,49

Rezension von: AndreasRuedig | Rezensionsdatum:

: Rotkäppchen und der böse Wolf

Die Inhaltsangabe

Tommy und Tuppence Beresford arbeiten wieder einmal mit dem britischen Geheimdienst zusammen. Sie sollen einen Verräter in den eigenen Reihen auf die Spur kommen. Daß der Auftrag gefährlich ist, zeigt der Agent, der bei einem fingierten Unfall gestorben ist. Deswegen soll Tuppence eigentlich daheim bei ihrem Strickzeug bleiben.

Die Autorin

Agatha Mary Clarissa Miller wird 1890 in Torquay geboren. Sie ist in erster Ehe mit Archibald Christie verheiratet. Nach der Scheidung von ihm heiratet sie schon bald Max Mallowan, einen 14 Jahre jüngeren Archäologen, den sie auch auf Ausgrabungsreisen begleitet.

73 Krimis, zahlreiche Kurzgeschichten, zwanzig Theaterstücke, einen Gedichtband und eine Autobiographie schreibt sie unter ihrem richtigen Namen; unter dem Namen Mary Westmacott kommen sechs weitere Romane hinzu. Christie stirbt 1976.

Eine Einordnung

Miss Marple und Hercule Poirot sind sicherlich die bekanntesten Figuren der Agatha Christie. Wer kennt nicht die Margaret Rutherford in der Figur der Miss Marple?

Das Ehepaar Beresford führt im Vergleich dazu ein Schattendasein. Zu Recht? Hier liegt ein Spionageroman vor.

Das englischsprachige Original des vorliegenden Buches hieß „N or M?“. Es is 1941, also zu Beginn des Zweiten Weltkrieges, auf den Markt gekommen. Die zeitgeschichtlichen Bezüge sind dabei überdeutlich sichtbar. Die deutsche Invasion in Frankreich, die Bombadierung des südlichen Englands durch die deutsche Luftwaffe und die Angst vor deutscher Spionage seien hier als Beispiele genannt. Eine etwas plumpe Zeichungen der Deutschen (der aufbrausende preußische Offizier, die pedantische, bürokratische Genauigkeit) gehört hier zu den Begleiterscheinungen.

Wie schon gesagt: Hier liegt ein Spionageroman vor. Die Stärken Christies liegen eher im Kriminalroman, wenn es gilt, ein Verbrechen kunstvoll zu inszenieren und aufzulösen.

Insbesondere das Ende offenbart diese Schwächen überdeutlich. Die Geschichte nimmt zwar zum Ende hin die Fahrt auf (nachdem die erste Hälfte doch etwas langweilig war und zur Beschreibung der Charaktere dient) und wird dann richtig rasant, dafür aber auch an einigen Stellen reichlich sprunghaft. Die Handlung wirkt nicht richtig durcherzählt, so daß für den Leser nicht wirklich ersichtlich und nachvollziehbar ist, wie insbesondere Tuppence zu ihren Ergebnissen kommt. Hier fehlt einfach die Klasse, die andere Werke (auch von Christie) ausmachen.

Wieso das Buch gerade den Titel eines Märchens trägt, ist aus der Geschichte heraus nicht ersichtlich.

Das Fazit

Das Buch bietet zwar gute und auch gut lesbare Unterhaltung. Man sollte aber keine zu hohen Ansprüche an das Buch hegen und die Zeitgeschichte im Auge behalten.

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