Agatha Christie: Sie kamen nach Bagdad

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Sie kamen nach Bagdad

Agatha Christie. Scherz Verlag, Frankfurt 1983, Taschenbuch, 144 Seiten, € 0,50

Rezension von: AndreasRuedig | Rezensionsdatum:

Agatha : Sie kamen nach Bagdad

Das Buch ist im Jahre 1994 aus München erschienen. Es ist 159 Seiten dick.

Die Inhaltsangabe

Victoria Jones begleitet eine steinreiche Amerikanerin in den Irak. Doch kaum ist sie in Bagdad, der Hauptstadt des Landes, angekommen, bricht ein Unbekannter tot in ihrem Hotelzimmer zusammen. Naiver und verliebter Backfisch, der sie ist, kann Victoria in der Folgezeit mithelfen, eine politisch orientierte internationale Verbrecherorganisation dingfest zu machen.

Über die Autorin

Agatha Christie ist als Autorin wohl bekannt genug. Daher braucht sie an dieser Stelle nicht weiter vorgestellt werden.

Über den Verlag

Der Verlag ist da doch interessanter. Der Scherz Verlag war ein Buchverlag in der Schweiz. Er wurde im Jahre 2003 vom Frankfurter S. Fischer Verlag übernommen, nachdem der Scherz Verlag bereits 1996 durch den Verkauf an die Holtzbrinck-Gruppe seine Unabhängigkeit verloren hatte. Der S. Fischer Verlag gibt weiter Bücher – vor allem Spannungsliteratur (Krimis) und Erinnerungsliteratur – unter dem Namen Scherz herausgegeben.

Der Buchhändler Alfred Scherz aus Bern gegründete den nach im benannten Verlag im Jahre 1938. Scherz absolvierte eine Buchhändlerlehre bei der Buchhandlung Bäschlin in Bern. Nach Weiterbildungen in Paris, London und Zürich übernahm er die Buchhandlung 1926 und gründete 1938 seinen Verlag als Teil der Buchhandlung.

Die Buchbesprechung

Das englischsprachige Original stammt aus dem Jahre 1951. Christie konnte damals wohl nicht ahnen, daß sich in der irakischen Hauptstadt sechs Jahrzehnte später tagesaktuelle Weltpolitik abspielen würde.

Als das Original auf dem Markt erscheint, ist die Christie mit dem Archäologen Max Mallowan verheiratet. Dieser private Hintergrund ist dem Buch überdeutlich anzumerken. So deutlich wie in sonst keinem anderen Buch wird hier Bezug auf die Arbeit des eigenen Ehegatten genommen.

Hercule Poirot, Miss Marple, Tommy und Tuppence – die bekannten Helden der englischen Erfolgsautorin fehlen hier. Ein untrügliches Zeichen, daß das Buch eher den Charakter eines Spionagethrillers denn eines Kriminalromans hat. Ein bißchen Romanze (wilden, hemmungslosen Sex wird man bei der Christie nicht erwarten dürfen), ein wenig angedeutetes Verbrechen – auch Christie weiß, wie man (verkaufsfördernd) eine Geschichte schreibt.

Der Kopf der Verschwörertruppe heißt Edward Goring. Da die Sekundärliteratur die politische Ausrichtung seiner Gedankenwelt als faschistisch beschreibt, darf man schon ein wenig spekulieren, ob Reichsfeldmarschall Hermann Göring Pate für den Namen gestanden hat.

Das Fazit

Das Buch bietet gute Unterhaltung. Es ist allerdings auch nicht weiter verwunderlich, daß das vorliegende Werk nicht zu den Hauptattraktionen im Werk der Christie zählt. Es bietet gute literarische Hausmannskost. Am Ende wird erzählt, was passiert ist, ohne daß die Gründe plausibel und überzeugend angeführt werden. Es gibt viele Bücher Christies, die deutlich besser sind.

„Sie kamen nach Bagdad“ gehört zu den wenigen Büchern Agatha Christies, die bislang noch nicht verfilmt wurden.

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