Alfred Pothmann: Der Essener Dom

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Rezension von: AndreasRuedig | Rezensionsdatum:

: Der Essener Dom

Das vorliegende Werk kam im Jahre 2006 auf den Markt. Es erschien im Verlag Schnell & Steiner, Regensburg.

Die Inhaltsangabe

Der Essener Dom ist die Kathedralkirche des Ruhrbistums. Das Münster „Unserer Lieben Frau“ liegt heute mitten in der Innenstadt der Ruhrmetropole und ist in der Regel für den normalen Publikumsverkehr geöffnet.

Der Verlag

Der Verlag führt ein wissenschaftliches und kulturgeschichtliches Programm.

Er wurde 1933 durch den Kunsthistoriker Dr. Hugo Schnell (1904–1981) und den Verlagskaufmann Dr. Johannes Steiner (1902–1995) in München gegründet. 1934 entstand die Reihe des „Kleinen Führer“ (Kunstführer), in der bedeutende Kirchen und wertvolle Bauten in Deutschland, Österreich, Italien und der Schweiz vorgestellt werden sollten.

Als die Nr. 1 erschien „DIE WIES“ Wallfahrtskirche zum Gegeißelten Heiland in Steingaden. Der Kleine Kunstführer entwickelte sich bis heute mit über 63 Millionen Exemplaren von über 2900 Titeln „zur größten Kunstführerreihe Europas“, wie es in der Sekundärliteratur nachzulesen ist.

Die Fachliteratur mit Kooperationspartnern zusammen erstellt, zu denen beispielsweise die Staatlichen Schlösserverwaltungen Deutschlands zählen wie auch Domschatzkammern und andere Verbände, Institutionen oder universitäre Einrichtungen.

Ich hoffe, ich behaupte jetzt nichts falsches, wenn ich sage, daß die Kunstführer faktisch im Auftrag des beschriebenen Kunstortes herauskommen und auch von dort vorfinanziert werden. Soweit ich mich erinnere, hatte ich vor geraumer Zeit Kontakt zu dem Verlag. Ich wollte wissen, wie offen man dort für eigene Themenvorschläge ist. Dabei erhielt ich, wenn mich meine Erinnerung nicht trügt, die obige Antwort.

Im Verlag Schnell und Steiner erscheinen auch die Begleitbücher und Begleitkatalogekataloge der bayerischen Landesausstellungen. Doch es bleibt nicht bei den oben vorgestellten Büchern. Der Verlag bringt auch die drei Fachzeitschriften „das münster“ – Zeitschrift für christliche Kunst und Kunstwissenschaft, „Journal für Kunstgeschichte“ – Die internationale Rezensionszeitschrift sowie „Blick in die Wissenschaft“ – Forschungsmagazin der Universität Regensburg heraus.

Das vorliegende Buch

Hier liegt die Nummer 1700 der Schriftenreihe „Kleine Kunstführer“ vor.

Der Autor beschreibt die Geschichte (und dabei insbesondere die Baugeschichte), Architektur und Innenausstattung des Gotteshauses. Dies geschieht auf gewohnt sachliche, damit nüchterne und faktenorientierte Art und Weise. Der Leser muß also nicht nur Interesse an kirchlich-katholischen, damit religiösen, architektonischen, historischen und kunsthistorischen Themen mitbringen – er muß sich auch in der Materie auskennen. Ansonsten sind die Ausführungen doch unverständlich, weil zu fachwissenschaftlich.

Das Werk ist reichlich bebildert. Über mehrere Seiten hinweg gibt es ganzseitige Farbfotographien. Dies ist schon natürlich hübsch anzusehen. Es irritiert aber auch ein wenig.

Entweder hätten die Fotos zugunsten der (bau-)geschichtlichen Anführungen, die einen Sprung zwischen dem 15. und 20. Jahrhundert aufweisen, zurücktreten könenn. Oder es hätten einfach ein paar Seiten mehr eingefügt werden müssen. Auch wenn ich selbst nicht zur katholischen Fraktion gehöre, interessiert es mich schon, wie – um nur ein Beispiel zu bringen – der Essener Dom die Säkularisatoin überstanden hat. Da viele Kirchen in ihrer Geschichte einen Aus- und Umbau erfahren haben, ist dieser zeitliche Sprung nicht so ganz erklärlich.

Ein Fazit

Aber egal. Alles in allem bietet das Heft das gewohnt hohe Niveau, das wir aus der Schriftenreihe gewohnt sind. Allein schon die Bebilderung bietet einen ansprechenden Eindruck von der Kirche. Unter fachlichen Gesichtspunkten ist der Kunstführer sicherlich einwandfrei. Wer sich für Kunst interessiert, hält hier sicherlich ein empfehlenswertes Werk in den Händen.

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