All Hope Is Gone

Autorenwertung
  • Sound
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  • Instrumentalisierung
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  • Vocals
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  • Abwechslung
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  • Hörspaß
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  • Gesamt
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Rezension von: michaelkrause2 | Rezensionsdatum:

All Hope Is Gone von

Die Band:

1995 machte eine neunköpfige Band aus Des Moines in auf sich aufmerksam, und verfeinerte auf ihrem selbstbetitelten Debüt einen Sound, den Bands wie oder ins Rollen gebracht haben: Nu Metal hieß der Sound der Stunde, der Elemente aus Rock, Metal und Alternative mit Elementen des HipHops vereinte. Slipknot spielen diesen Sound mit einer solchen Intensität und Aggressivität, dass es ein Phänomen ist, dass sich die Alben der Band so gut verkauften. Auch die optische Umsetzung der Band sorgte für Schlagzeilen, da die Musiker durchweg maskiert auftreten und auch die Bühnenoutfits identisch sind. Hier tragen sie meist Overalls. Mit dem zweiten Album „Iowa“ legten die Männer um Frontmann Corey Taylor einen Meilenstein der Rockmusik vor. Das dritte Album „Vol. 3: The Subliminal Verses“ zeigte dann eine ungeheure musikalische Vielfalt, die mit einem Grammy belohnt wurde. 2010 musste die Band einen herben Schicksalsschlag verkraften, als Bassist und Gründungsmitglied Paul Grey an einer Überdosis Schmerzmittel starb. Augenblicklich arbeiten Slipknot an einem neuen Studioalbum.

Das Album:

„All Hope Is Gone“ aus dem Jahr 2008 ist das vierte und bisher letzte Studioalbum der Männer aus Iowa. Gleichzeitig ist es das erste Album, mit dem die Band die Spitze der amerikanischen Billboardcharts entern konnte. Wenn man jetzt aber denkt, dass Slipknot endgültig im Mainstream angekommen sind, irrt man sich gewaltig. Das Album schlägt vielmehr eine Brücke zwischen den harten Klängen des Megasellers „Iowa“ und den musikalischen Tönen des vorherigen Albums.

Nach der ausgiebigen Welttournee zum Album „Vol.3: The Subliminal Verses“ zogen sich Slipknot und Produzent Dave Fortman erstmals in ihre Heimat Iowa zurück, um das neue Songmaterial aufzunehmen. Bassist Paul Gray begründete dies seinerzeit mit der Tatsache, dass es bei den früheren Alben, die allesamt in Los Angeles aufgenommen wurden, zu viel Ablenkung gegeben hat. Neu war auch, dass alle neun Bandmitglieder am Songwriting beteiligt waren, war zur Folge hatte, dass insgesamt mehr als 30 Stücke für das Album zur Verfügung standen. Zwölf Tracks haben es schließlich auf das Album geschafft und unterstreichen einmal mehr, das Slipknot eine mehr als außergewöhnliche Band sind. Wie schon auf dem  Vorgänger setzt die Band ihre experimentelle Ader fort, ohne ihren Ursprung zu vergessen.

Mit „execute“ gibt es ein Intro, dass nicht zu den Highlights des Genres gehört. Jedoch wird dem Hörer im Anschluss mit „Gematria (The Killing Name) ein Opener um die Ohren geprügelt, der es in sich hat. Ein Track, der komplett ohne clanen Gesang auskommt und alle Trademarks von Slipknot vereint. Und davon gibt es noch mehr: „Vendetta“, „Butcher’s Hook“ oder der Titelsong „All Hope Is Gone“ zeigen noch immer die immense Kraft, mit der Slipknot zu Werke gehen. Doch das Album bietet mehr, als pure Härte: „Gehenna“ und „Dead Memories“ sind eher ruhigere Nummern, die eine große musikalische Vielfalt zeigen. Mit „Sulfur“ und „Psychosocial“ haben Slipknot zwei echte Stampfer im Gepäck, die Anleihen beim Death Meal nehmen. Schließlich gibt es mit „Snuff“ noch eine Megaballade, die zwar mehr nach Corey Taylors zweiter Band klingt, jedoch im Kontext des Albums durchaus seinen Platz hat. Jedoch sollten Neuhörer nicht den Fehler machen, von diesem Song aus auf das restliche Material der Band zu schließen.

Textlich behandelt „All Hope Is Gone“ wieder zahlreiche politische Themen. Statements zum Vietnamkrieg werden ebenso abgegeben, wie zu den Themen Subkulturen und Arroganz der Regierungen. Aber auch die Musikindustrie bekommt im Titeltrack die Wut der Band zu spüren.

Trackliste:

01 – execute

02 – Gematria (The Killing Name)

03 – Sulfur

04 – Psychosocial

05 – Dead Memories

06 – Vendetta

07 – Butcher’s Hook

08 – Gehenna

09 – The Cold Black

10 – Where Lies Continue

11 – Snuff

12 – All Hope Is Gone

 

Fazit:

Viele Kritiker sahen Slipknot nach dem letzten Album am Ende. All diesen Kritikern zeigen Corey Taylor und seien Mannen den ausgestreckten Mittelfinger. „All Hope Is Gone“ hat alles, was die Band bisher auszeichnete: Härte, Klasse, Hits. Sicher klingen viele stimmliche Ausbrüche von Corey Taylor zunächst gewöhnungsbedürftig, wenn man sich aber mit dem Schaffen der Band beschäftigt, wird man festzustellen, dass hier definitiv einer der prägendsten Metalbands des neuen Jahrtausends am Werk ist. Slipknot haben sich auf jedem Album neu erfunden, ohne sich, ihre Wurzeln oder ihre Anhänger zu verleugnen. Egal ob finsterste Härte oder butterweiche Ballade. „All Hope Is Gone“ beackert alle Felder dermaßen gut, dass dieses Album ein Muss für jeden Fan harter Rockmusik ist.

 

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