Alles außer Welt

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Rezension von: michaelkrause2 | Rezensionsdatum:

WEITERENTWICKLUNG ODER VERRAT?

Die Band:

Aaron Puntjaer (Gesang), Jonas Rabensteiner (Gitarre), Markus Aichner (Gitarre), Michael Schweigkofler (Bass) und Stefan Gantioler (Schlagzeug) machen bereits seit 2013 gemeinsam Musik. Anfangs mit englischen Texten hielt sich der Erfolg in Grenzen. Ein Neuanfang sollte her und damit auch ein Wechsel dahingehend, die Texte nunmehr in deutscher Sprache zu singen. Das war die Geburtsstunde von . Beim Label Rookies and Kings konnte die Band einen Plattenvertrag ergattern und 2018 mit dem Album „Vom Schatten ins Licht“ debütieren, das es immerhin auf Platz 56 der deutschen Charts brachte. Als Opener für konnte Stunde Null auf deren Tour ihre Fanbasis vergrößern. 

Das Album:

Mit ihrem Erstling konnte die aus Südtirol stammende Band in eine Lücke stoßen. Treibender Rock mit zahlreichen Metalcore-Elementen war nicht das, was die Deutschrockszene bisher auszeichnete. Von daher war „Vom Schatten ins Licht“ eine kleine Perle. Ihr Können stellte die Gruppe bei den schon erwähnten Frei.Wild-Konzerten unter Beweis, als sie mit ihrer unwiderstehlichen Mischung die Abende ziemlich fett eröffneten. 

Umso gespannter war ich jetzt auf das zweite Album, das mit einem Abstand von gut einem Jahr relativ schnell nach dem ersten Werk erscheint. Und das dafür sorgen wird, dass sich mancher Hörer verwundert die Augen reiben wird. Sind das wirklich Stunde Null? Sieht man sich das Album genauer an, bekommt man eine satte Portion Deutschrock, der im Fahrwasser von Bands wie eben Frei.Wild oder angesiedelt ist. Dabei kommen kantige Songs wie „Wir sind bei dir“ oder „Augen auf die Nacht beginnt“ ebenso gut, wie balladeske Schmachtfetzen wie „Engel im Exil“. Wie gesagt, betrachtet dieses Album für sich, bekommt man durchaus solide Deutschrockkost, allerdings fehlt ein Alleinstellungsmerkmal. 

Sieht man es im Kontext mit dem Debüt, fragt man sich unweigerlich: Wo sind die Metalcore-Elemente geblieben? Diese haben Stunde Null vollständig aus ihrem Sound entfernt. Ob diese Öffnung zum Mainstream wirklich die richtige Entscheidung ist, weiß ich nicht. In der hier vorliegenden Mitte tummeln sich schon so viele Bands, die sich recht ähnlich klingen da war es sehr erfreulich, dass es mit Stunde Null eine Band gab, die etwas außerhalb stand. Daher ist es nicht verwunderlich, dass einige Hörer diesen Richtungswechsel nicht als Weiterentwicklung, sondern als Verrat angesehen haben. 

Trackliste:

01 – Wir sind bei dir

02 – Du brichst mich nicht

03 – Alles voller Welt 

04 – Engel im Exil

05 – Augen auf die Nacht beginnt 

06 – Unser Weg Richtung Horizont

07 – Nein aus Liebe

08 – Nur mein Gesetz ist mein Gesetz

09 – Wunden der Zeit 

10 – Zieh los

11 – Die Arche gibt es nicht 

12 – Das wird unser Denkmal sein

13 – Unsere Tränen aus deinem Gesicht

Fazit:

„Alles außer Welt“ ist ein druckvolles und hörenswertes Deutschrockalbum. Trotzdem würde ich mir wünschen, dass Stunde Null nicht auf diesem Weg bleiben, sondern sich dem Sound ihres Debüts wieder nähern. Doch nach dem Support beim Stadionkonzert von Frei.Wild befürchte ich, dass sich die Band weiter dem Sound ihrer Freunde und Förderer annähern wird. Das wäre schade, denn für Frei.Wild 2.0 haben Stunde Null zu viel Potenzial. 

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