Alles Rot

Autorenwertung
  • Sound
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  • Hörspaß
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  • Instrumentalisierung
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  • Stimme
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  • Texte
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  • Gesamt
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Rezension von: michaelkrause2 | Rezensionsdatum:

GELUNGENER NEUSTART

Die Band:

wurde 1978 in Ost-Berlin gegründet. Anfangs galt die Band als Gegenstück der DDR zur damaligen Neuen Deutschen Welle in der Bundesrepublik. Mit dem Einstieg von Werner Karma entwickelte sich die Band zu einer anspruchsvolleren Rockband, deren Sängerin Tamara Danz immer mehr an Profil gewann. Nach der Wende konnten den Erfolg festigten. Es gab Tourneen durch Deutschland, Dänemark und Schweden. Sogar in den USA tourte die Band. 1996 ereilte dann ein Schicksalsschlag: Tamara Danz erkrankte an Brustkrebs und verstarb am 22.Juli 1996 im Alter von 43 Jahren. Im Herbst 2005 feierten ein Comeback als und Gäste, wobei auch die bekannte Schauspielerin mit der Band auf der Bühne stand. Die Chemie stimmte und trat weiter mit der Band auf. Durch die positiven Reaktionen der Fans kristallisierte sich schnell heraus, dass hier eine Nachfolgerin für Tamara Danz auf der Bühne steht

Das Album:

2010 erschien das erste Silly-Album seit über zehn Jahren, das komplett neues Songmaterial enthält. Durch zahlreiche Auftritte, in denen sich Anna Loos als tolle neuen Frontfrau etablierte, konnte die Band genügend Selbstbewusstsein sammeln, um dieses Projekt in Angriff zu nehmen. Ein Projekt, das sich absolut gelohnt hat, denn „Alles Rot“ ist ein richtig gutes Album geworden. 14 neue Songs präsentieren Anna Loos, Ritchie Barton (Keyboard), Uwe Hassbecker (Gitarre, Violone) und Jäcki Reznicek (Bass), die sehr abwechslungsreich daherkommen.

Sehr positiv ist, das die radioerprobten Titel „Alles Rot“, „Ich Sag Nicht Ja“ und „Erinnert“, die den Auftakt des Albums bilden, nicht die einzigen Titel mit Ohrwurmgarantie sind. Im Gegenteil. Titel wie „Findelkinder“ oder „Die Furcht der Fische“ mögen zwar nicht ganz so mainstreamlastig sein, zählen aber zu den Highlights des Albums. Überraschend rockig präsentieren sich Silly auf „Mein Kapitän“, einem Titel, der sich zu einem weiteren Höhepunkt mausert.

Natürlich kommen auch die ruhigen Titel nicht zu kurz. „Warum Ich“, „Leg Mich Fest“ oder „Flieger“ fordern Anna Loos als Sängerin – und sie macht ihre Sache ausgesprochen gut. Eine Tatsache, die angesichts ihrer Vorgängerin keine wirklich leichte Aufgabe ist. Mit „Sonnenblumen“ beschließt ein Song das Album, der Tamara Danz gewidmet ist. Ein Song, der wehmütig macht, wird zwar nicht die Sängerin, aber der Mensch Tamara Danz schmerzlich vermisst.

Trackliste:

01 – Alles Rot

02 – Ich Sag Nicht Ja

03 – Erinnert

04 – Nackter Als Du

05 – Findelkinder

06 – Flieger

07 – Mein Kapitän

08 – Noch

09 – Leg Mich Fest

10 – Warum Ich

11 – Ich Verlasse Mich

12 – Die Furcht der Fische

13 – Höhle

14 – Sonnenblumen (Für Tamara)

 

Fazit:

Singende Schauspielrinnen gibt es mehr als genug. Doch Anna Loos hat in doppelter Hinsicht ein Kunststück geschafft. Sie hat sich nicht nur als ernstzunehmende Sängerin etabliert, sondern die Lücke in einer Band geschlossen, die man eigentlich für nicht schließbar gehalten hat. Tamara Danz wird sicher unvergessen bleiben, aber dank Anna Loos hat Silly eine Zukunft. Und was für eine: „Alles Rot“ ist ein hervorragendes Album mit tollen deutschen Texten geworden. Titel wie „Alles Rot“ oder „Mein Kapitän“ sind allerbeste Rockmusik und zeigen Anna Loos von einer tollen Seite. Sehr gespannt darf man dem kommenden Album entgegen sehen.

 

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