Alles über Heilpflanzen: erkennen, anwenden und gesund bleiben

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Alles über Heilpflanzen

Ursel Bühring. Verlag Eugen Ulmer 2011, Gebundene Ausgabe, 361 Seiten, € 29,90

Rezension von: Ragan Tanger | Rezensionsdatum:

Ursel Bühring: Alles über Heilpflanzen: erkennen, anwenden und gesund bleiben

Ehre der Pflanzenkraft

So einfach der Titel dieses Buches, Alles über Heilpflanzen, daherkommt, so trefflich ist der Inhalt, so blumig das Aroma dieses besonders zu empfehlenden Buches. Die Autorin Ursel Bühring ist die perfekte Besetzung, hat sie sich doch seit 1997 in einer Freiburger Heilpflanzenschule selbst verwirklicht und bietet dort neben Kalendern und Sachbüchern auch eine intensive und grundlegende Ausbildung zum Phytotherapeuten an, einen Ausdruck, den sie glücklicherweise im Buch selbst aber nicht benutzt. Heilpflanzenanwendung hört sich doch auch viel anwenderfreundlicher und plausibler an.

Genau so sympathisch fängt das Buch auch an, denn direkt auf der U2 (fachdeutsch für die Innenseite des Umschlagdeckels) empfängt einen eine Übersichtstabelle der wichtigsten Heilkräuter und ihrer Erntetermine.  Es wird einfach grafisch dargestellt, welcher Pflanzenteil gesammelt werden soll und in welchen Monaten das optimal möglich ist. Guter Start!

Dann folgen ein paar grundsätzliche Überlegungen zum Thema Heilpflanzen: das Sammeln, das Zubereiten von Tees, Tinkturen, Salben oder Auflagen und Wickeln. Das alles macht neugierig, Lust aufs Ausprobieren und ist genau so geschrieben, wie die Autorin es in der Einleitung vorschlägt – zum genußreichen Schmökern. Kein mit didaktisch korrekter Methodik, sondern ein Leitfaden von Hand zu Hand – dazu aber höchst professionell wie die botanischen Inhaltsstoffe zeigen, die in einem Extrakapitel vorgestellt werden.

Herzstück sind die im Portrait. Im Vergleich zu ähnlichen Werken auf dem Markt fällt zunächst die unheimliche Dichte der Pflanzenauswahl auf, die nun fast jedes Kraut beinhaltet, das in heimischen Gefilden wächst und darüber hinaus auch noch einige Exoten wie Ginseng. Ob Goldrute, Heidelbeere, Malve oder Spitz-Wegerich, ob Klassiker wie Johanniskraut, Kamille oder Arnika, es bleiben keine Wünsche offen, erst recht nicht, was die Systematik der einzelnen angeht.

Je nach Bedeutung und Anwendungsmöglichkeiten sind mindestens zwei oder auch schon mal vier ganze DIN-A-4-Seiten für eine Pflanze reserviert. Neben einer Zeichnung und einem Foto (genau so und nicht anders ist es richtig!) werden Geschichte, botanische Zuordnung, Ernte und Lagerung sowie Wirkungen erklärt. Ein Extrakästchen gibt es für die medizinische Anwendung und eine ganze Menge Platz für all die Möglichkeiten der Verwendung, die sich nach Sammlung ergeben: Rezepte, Anleitungen und tolle Tipps, wohin man nur schaut. Man bekommt einfach Lust, sofort loszulegen, und sich – ganz nebenbei bemerkt – so einen schönen Garten zuzulegen, wie derjenige, der auf den Fotos, die das Gesagte unterstreichen, abgebildet ist.

Und als wäre das noch nicht genug, rundet ein medizinischer Beschwerdenkatalog das Ganze phänomenal ab. Ob orthopädische, internistische oder immunologische Krankheiten: für jedes Zipperlein ist – im wahrsten Sinne des Wortes – ein Kraut gewachsen und wird als solches zugeordnet. Und weil es so praktisch und geschickt ist, gibt’s ganz am Ende noch einmal einen schnellen Übersichtskatalog (alphabetisch strukturiert) mit allen möglichen Krankheiten und den entsprechenden Heilpflanzen.

Fazit:

Ein liebenswertes, lesenswertes und unheimlich praktisches Buch, das vielleicht den einen oder anderen wieder zurück in die bringt. Ja, ja, kein Buch kann den Arzt ersetzen, wer sich aber so intensiv, so naturverbunden mit dieser Praxis auseinandersetzt wie die Autorin und das so sympathisch und anregend auf die Leserschaft überträgt, der hat einen sehr großen Anteil daran, wenn wir vor jeder chemischen Keule die alternative, natürliche und älteste aller Hausapotheken aufrufen. Die Anleitung dazu gibt’s hier in Perfektion.

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