Allwissend

Autorenwertung
  • Spannung
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  • Story
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  • Charaktere
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  • Übersetzungsqualität
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  • Gesamt
    4.5 Sterne4.5 Sterne4.5 Sterne4.5 Sterne4.5 Sterne
Rezension von: Kokoro | Rezensionsdatum:

Allwissend von

Inhalt
Eine Schülerin wird fast ermordet und Kathryn Dance, Verhörspezialistin in Kalifornien und ihre Kollegen finden bei ihren Ermittlungen schnell einen dringend Tatverdächtigen, den Mitschüler Travis, der sich offenbar an den Bloggern rächen will, die im Internet Gerüchte über ihn wegen eines Verkehrsunfalls verbreiten, bei dem zwei Mädchen ums Leben gekommen waren.

Kelley, eine Freundin des Opfers, hatte Travis im Blog in Schutz genommen und ist nun ebenfalls Zielscheibe des Täters, der sich offenbar an allen Personen rächen will, die ihn im Blog angegriffen haben. Die Polizei wendet sich daher an den Blogbetreiber, Chilton, unter anderem, um Informationen über die Personen zu erhalten, die in seinem Blog Kommentare schreiben, da sie sonst nicht an die Identität der Personen kommen, um diese zu warnen. Chilton verweigert dies mit dem Hinweis auf Datenschutz und Pressefreiheit.

In der Zwischenzeit gibt es weitere Anschläge, unter anderem steht eines Tages am Straßenrand ein Kreuz zur Erinnerung an einen Autounfall – allerdings in der Zukunft… Fieberhaft sucht die Polizei nun nach den Opfern, bevor es zu spät wird, aber auch nach dem Tatverdächtigen Travis, der auf der Flucht ist. Dabei müssen sich Dance und ihre Kollegin in ein ihnen völlig neues Gebiet – Internet, Blogs, Online-Spiele usw. – einarbeiten und erkennen, daß es dort im wahrsten Sinne des Wortes andere Spielregeln gibt, die für die Jugendlichen – und den Täter – jedoch das wirkliche Leben darstellen und daher genauso ernst genommen werden…

Fazit
Jeffery Deaver greift hier in seinem neuesten ins Deutsche übertragenen Roman (erschienen 2010) – nicht nur technisch gesehen – mit dem Werkzeug „Blog“ ein sehr aktuelles Thema auf und schildert in einer sehr spannenden Handlung auch die Gefahren, die das Internet und seine Werkzeuge darstellen und wie wichtig das Medium mittlerweile vor allem für Jugendliche ist. Die Handlung ist wieder einmal sehr spannend; man kann es trotz der 540 Seiten kaum aus der Hand legen, bevor es zu Ende gelesen ist!

Die Hauptprotagonistin, Dance, wird sehr menschlich mit ihren Problemen (Kindern, gestorbener Mann, ihrer Mutter, die zusätzlich im Roman noch wegen Sterbehilfe angeklagt wird) geschildert, und auch die anderen Charaktere werden sehr glaubwürdig dargestellt. Es ist dabei vor allem erstaunlich, wie genau Deaver die Gedanken, Ängste und Sorgen der Jugendlichen schildert, als würde er dazugehören!

Dennoch seien zwei Mängel des Buches auch erwähnt: zum einen ist die Zusammenfassung des Inhalt auf dem hinteren Covereinband sehr aus dem Zusammenhang gerissen und stellt nicht die wirkliche Geschichte und deren eigentliche Aussage dar. Zum anderen werden große Teile des Textes durch Blogkommentare (stilistisch auch vom anderen Text abgehoben) eingenommen, der teilweise doch sehr störend wirkt, aber die Authentizität der Story wohl unterstützen soll. Etwas weniger davon hätte jedoch auch ausgereicht. Dennoch: das Buch ist hochspannend geschrieben, die Story nicht nur aktuell, sondern auch etwas Neues unter den vielen ähnlichen Geschichten, die auf dem Markt sind. Auf alle Fälle sehr empfehlenswert!

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