American Tragedy

Autorenwertung
  • Gesang
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  • Musik
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  • Anspruch
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  • Abwechslung
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  • Hörspaß
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  • Gesamt
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American Tragedy

Hollywood Undead. Interscope (Universal Music) 2011, Audio CD, € 3,97

Rezension von: Tobe | Rezensionsdatum:

American Tragedy von

„American Tragedy“ ist die zweite CD der U.S.-Amerikanischen Band Hollywood Undead. Seit dem Vorgänger „Swan Songs“ hat sich einiges geändert, die größte Änderung stellt die Neubesetzung des Frontsängers dar, „Danny“ ersetzt „Deuce“ nach bandinternen Zoff.

Titelliste

  1. Been To Hell
  2. Apologize
  3. Comin‘ In Hot
  4. My Town
  5. I Don’t Wanna Die
  6. Hear Me Now
  7. Gangsta Sexy
  8. Glory
  9. Lights Out
  10. Coming Back Down
  11. Bullet
  12. Levitate
  13. Pour Me
  14. Tendencies
  15. Mother Murder
  16. Lump Your Head
  17. Le Deux
  18. S.C.A.V.A.

Das Album

Viel mehr als auf ihrem Debüt-Album brillieren Hollywood Undead mit ihrem Genre-Mix aus den verschiedensten Sparten. Hier klingt jedes Lied anders und ist von anderen Genres geprägt.

Während „Been to Hell“ und “ Tendencies“ voll metallischer Härte daherdreschen, „Pour Me“, „S.C.A.V.A“ oder “ Bullet“ schon fast wie Pop-Songs klingen, „Comin‘ in Hot“ und „Gangsta Sexy“ typische Hip-Hop Beats aufweisen, überaschen Hollywood Undead mit „Lump Your Head“ auch den letzten Schubladen-Denker mit einem Mix aus Swing und Rock.

Den Stil auf einen Konsenz zu bringen ist schwierig, ihn einen genreübergreifenden Mix aus Rock und Rap trifft es wohl am besten. Gerappt wird auf so ziemlich jedem Lied des Albums, die Rap-Passagen harmonieren aber wunderbar mit den verschieden Stils der Lieder.

Während sich die 4 Bandmitglier „J-Dog“, „“, „“ und „Funny Man“ in den Strophen und Rap-Parts abwechseln und damit die Vielfältigkeit des Albums untermalen, übernimmt Neuzugang „Danny“ die meisten Refrains.

Dessen Gesang klingt anfangs etwas gewöhnungsbedürftig, was auch durch den Einsatz von Auto-Tune und dergleichen bedingt ist, schafft es aber auf lange Sicht mit seiner frechen und trotzdem angenehm klingenden Stimme zu überzeugen, und stellt somit einen würdigen Nachfolger für „Deuce“ dar.

Inhaltlich unterscheiden sich die einzelnen Lieder genauso wie ihre musikalische Begleitung, jedoch unterliegen die meisten Lieder dem Hauptthema und CD-Titel „American Tragedy“, eine klare Kritik am Untergang des Amerikanischen Traumes von Freiheit, Gleichheit und Frieden.

So zum Beispiel beschreibt „Been to Hell“ den Absturz eines Träumers („Welcome to the world where dreams become nightmares“) oder „Hear me Now“ die Ausweglosigkeit wenn man mal ganz unten ist. So sozialkritisch und wehleidig dass jetzt klingen mag,  Spaß macht das Album allemal.

 „Comin‘ in Hot“ oder „Levitate“ zum Beispiel hören sich wie typische Party-Songs an, ohne an die Grenze der absoluten Niveaulosigkeit zu kratzen. Und wo es an sozialkritischen Texten fehlt, unterhalten Hollywood Undead dennoch mit Wortwitz und Kreativität.

Besonders hervorzuheben sind die Lieder „Bullet“, das beim drüberhören wie ein inhaltloser Happy-Song klingt, beim genauen hinhören sich aber als letzte Worte eines Selbstmörders entpuppt, was für eine selten gehörte skurrile Stimmung sorgt, die man einfach gut finden muss.

„Tendencies“, das einen besseren Metal-Sound abliefert als manch renomierte Metal-Größe und „Lump Your Head“, einfach für den wunderbar funktionierenden Mix aus Swing und Rap.

Fazit

„American Tragedy“ ist ein perfekter Mix aus diversen Sparten. Hollywood Undead hat ein Talent dafür, verschiedene Elemente auf einen Album unterzubringen: Drama und Humor, Rock und Hip-Hop, Tiefgang und gute Laune.

Selten findet man so viel Abwechslung auf einem Langspieler. Sofern man nicht absolut gegen jeglichen Rap ist, ist hier für jeden was dabei.

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