Andreas Holzapfel: Handbuch der Regierung

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Rezension von: AndreasRuedig | Rezensionsdatum:

: Kürschners Handbuch der Bundesregierung 2009 – 2013

Das Buch ist im Jahre 2012 in der Neuen Darmstädter Verlagsanstalt, Rheinbreitbach, erschienen. Es umfaßt 728 Seiten.

Seit rund 60 Jahren bietet der deutsche Politik- und Parlamentsliteratur. Legendär ist der rot-weiß gestreifte Kürschner, der 1890 erstmals vom Lexikographen Joseph Kürschner herausgegeben wurde und seitdem – von einer Unterbrechung im Dritten Reich abgesehen – die Abgeordneten der obersten deutschen Volksvertretung mit Bild und Biographie vorstellt.

Die Inhaltsangabe

Das vorliegende Werk enthält 300 Biographien von Bundesministern, Staatssekretären, Abteilungsleitern und deutschen Botschaftern im Ausland; soweit möglich sind auch die dazugehörigen (leider nur) Schwarzweißfotographien enthalten. Die Organisationsübersichten gehen runter bis auf die Referatsleiter-Ebene. Der Gesetzesteil liefert die wesentlichen Rechtsgrundlagen, die für die Arbeit der Bundesregierung wichtig sind. Übersichten über die nachgeordneten Behörden, über alles Bundeskabinette seit 1949 und die weiteren Verfassungsorgane kommen hinzu. Das Buch ist nicht umsonst so umfangreich.

Die Buchbesprechung

Hier liegt ein unbekanntes Produkt des rheinischen Verlages vor. Sehr umfangreich und akribisch recherchiert listet das Buch alles auf, was in der offiziellen, regierungsamtlichen Berliner Bundespolitik formal wichtig ist. In dieser Hinsicht liegt hier also ein Nachschlagewerk per excellence vor.

Das Buch bemüht sich zwar darum, die prinzipiellen Strukturen des ministeriellen Politikbetriebes vorzustellen. Es stellt vor, wer formal welche Funktion wahrnimmt. Schaut man sich aber an, wie schnell sich – beispielsweise durch Skandale oder Wahlen – das Personalkarussel dreht, ist das Buch aber dann doch wieder in die tagesaktuelle Politik eingebunden.

Bedingt durch die häufigen Veränderungen bei der Stellenbesetzung ist es in der Regel auch erforderlich, daß das vorliegende Buch jährlich aktualisiert wird. Es ist mit dem Verlag also mit einem erheblichen Aufwand verbunden, hier nicht inhaltlich hinterherzuhinken, sondern dem Leser jeweils den aktuellsten Stand zu präsentieren. Die Recherchearbeit der Redaktion ist also durchaus beachtlich. Man merkt sehr deutlich, daß sie auf diese Art Arbeit spezialisiert ist.

Eine Frage sei hier allerdings erlaubt. Wer gehört zur Zielgruppe dieses Buches? Der normale, an der Tagespolitik interessierte Leser wird nur wenig damit anfangen können. Wer will schließlich schon wissen, wie – beispielsweise – das Führungspersonal des Bundesverteidigungsministeriums heißt oder welche Behörden dem Auswärtigen Amt nachgeordnet sind?

Für den schulischen Politikunterricht ist diese Lektüre also auch nicht unbedingt einsetzbar. Es wirkt eher so, als sei sie eher für die politische Lobbyarbeit gedacht, so daß ein Interessensvertreter sehr schnell herausfinden kann, wo der richtige Ansprechpartner für ihn sitzt und wie er erreicht werden kann.

Das Fazit

Hier liegt ein klassisches Produkt der Neuen Darmstädter Verlagsanstalt vor. Für den normalen, politisch interessierten Leser beschäftigt sie sich allerdings eher mit einem Randthema, nämlich dem personellen Aufbau der deutschen Bundesregierung.

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