Angela Pabst: Die athenische Demokratie

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Rezension von: AndreasRuedig | Rezensionsdatum:

Angela : Die Athenische Demokratie

Das Buch ist im Verlag C. H. Beck München erschienen und zwar im Jahre 2003; 124 Seiten ist es dick.

Die Inhaltsangabe

Athen ist die Hauptstadt des heutigen, modernen Griechenlands. In der Antike war Athen ein selbständiger Stadtstaat. Der Inhaltsangabe auf dem hinteren, blauen Buchdeckel zufolge ist das Buch „eine kompakte Einführung in die politischen Strukturen, Ämter und Gesetze des demokratischen Athens“. Wie die Verhältnisse in den anderen griechischen Stadtstaaten aussehen, sei einmal dahingestellt.

Demokratie gilt als die Wiege der Demokratie. Das Buch geht daher auch auf die Entstehungsgeschichte dieser Form der politischen Willensbildung ein, die bis heute zum Idealbild vieler Staaten gehört. Dies schließt den politischen und sozialen Alltag im historischen Athen mit ein.

Die Autorin

Angela Pabst unterrichtet Alte Geschichte an der Universität Erlangen. Daneben ist sie auch noch gesellschaftlich aktiv.

Die Buchbesprechung

Das vorliegende Buch ist weniger ein Rückblick auf historische Ereignisse; sein Ansatz ist eher geistes- und literaturwissenschaftlich. Was das Lesen für den zwar interessierten, wissenschaftlich aber nicht geübten oder gar vorgebildeten Leser doch ein wenig schwierig macht.

Aus der modernen, zeitgenössischen Literatur kennen wir viele Werke, in denen sich heutige Parlamente selbst vorstellen und beschreiben. Wie wird man Parlamentarier? WIe kommen Gesetze zustande? Wie wird man Regierungschef und Staatsoberhaupt und was sind deren Aufgaben und Funktionen? Fragen wie diese werden hier weder gestellt geschwiege denn beantwortet.

Das hier besprochene Werk gehört zu der Reihe „Wissen in der Beck`schen Reihe“; die in dem Buch vorkommenden Überlegenungen sind eher akademischer Natur und geben keinesfalls anschaulich die tägliche Praxis im alten Athen wieder. In der vorliegenden Form ist da Buch für ein akademisch-universitäres Publikum geschrieben.

Wer an geschichtlichen oder politikwissenschaftlichen Informationen interessiert ist, wird durch den Titel etwas in die Irre geleitet. Allein schon die Frage, wie sich die alte athenische Demokratie von unserer modernen Demokratie von heute unterscheidet, wird leider nicht beschrieben. Hatten Sklaven damals beispielsweise auch ein Mitspracherecht? Was war mit Frauen? Wer Informationen beispielsweise zu solchen Fragen sucht, wird zu anderer Literatur greifen müssen. Die Ausführungen hier sind eher Denkmodelle denn praktische Politik a la Athen. Dies ist schon ein wenig bedauerlich. Gerade politisch interessierte Leser hätten schon gerne mehr über die praktischen Lebensverhältnisse im alten Athen erfahren.

Das Fazit

Das Buch ist sehr wissenschaftlich gehalten. Es ist tatsächlich nur für fachlich vorgebildete Leser geeignet, die sich für geistesgeschichtliche Themen interessieren. Für den schulischen Unterricht mit Kindern und Jugendlichen ist da Buch auf keinen Fall geeignet.

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