Angst

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Angst

Maria Buchwald (Herausgeber). Heyne Verlag 2009, Taschenbuch, 464 Seiten, € 8,95

Rezension von: Kokoro | Rezensionsdatum:

Angst von

Inhalt

Der Roman besteht aus 2 Handlungssträngen, die manchmal zusammenkommen, oft aber auch nicht.

In dem einen wird die Geschichte von Ruth, einer FBI-Agentin aus Washington, und Sheriff Dixon Noble aus dem Ort Maestro (Virginia) erzählt, in dem anderen die von Dillon Savich und seiner Frau Sherlock, beide FBI-Agenten und Kollegen von Ruth (dies ist auch der Zusammenhang der Geschichten). Ruth hat sich Urlaub genommen und verbringt diesen mit ihrem Hobby, dem Schatzsuchen, in einer Höhle in der Nähe von Maestro, wo sie plötzlich grundlos zusammenbricht. Später findet Dixons Hund Brewster die fast erfrorene Frau an einem Waldrand in der Nähe seines Hauses. Ruth überlebt, hat aber das Gedächtnis verloren und Dixon kümmert sich um sie. Er hat 2 pupertierende Jungs, die er allein aufzieht, seit vor 3 Jahren seine Frau Christie unter noch immer ungeklärten Umständen verschwunden ist. Seine Frau ist die Tochter des reichsten Mannes am Ort, Chappy Holcombe, dem u.a. die lokale Bank gehört. Dessen Bruder Twister ist Rektor der örtlichen Musikhochschule.  Beide streiten sich ständig.

Parallel jagen Dillon, Sherlock und andere FBI-Kollegen ein Verbrecherpärchen namens Claudia und Moses Graces und kommen bei einem Bombenattentat beinahe ums Leben. Die beiden Verbrecher können entkommen, aber erzählen voll Schadenfreude noch vorher am Telefon, daß sie ihre Geisel umgebracht haben.

Inzwischen sind Dix und sein Team zurück zur Höhle gegangen, um nach Spuren zu suchen, was Ruth passiert sein könnte. Dabei finden sie in der Höhle die Leiche einer jungen Frau – Erin, eine Musikstudentin -, die vor ihrer Ermordung mit einem bestimmten Mittel gedopt wurde, was über die Luft übertragen offenbar auch Ruth so in Verwirrung und Panik versetzt hat, daß sie davon ohnmächtig wurde. Nun beginnt die Suche nach ihrem Mörder. Um Ruths Gedächtnis weiter auf die Sprünge zu helfen, kommen Savich und Sherlock sie in Maestro besuchen und alle informieren sich gegenseitig über die neuesten Ereignisse.

Sie müssen Erins Mörder finden und herausfinden, welche Rolle die verschiedenen Personen, die an der Musikschule beschäftigt sind, spielen, damit nicht noch mehr Morde erfolgen.

Fazit

Die Geschichte ist wenig spannend erzählt, aus den Themen hätte man wesentlich mehr machen können. Aber schon die einzelnen Darsteller werden schlecht eingeführt, der Leser erfährt erst relativ spät, daß der Sheriff Dix ein junger gutaussehender Mann ist und damit für Ruth interessant sein kann. Die Autorin macht Bezüge, die der Leser erst spät versteht,  es werden Schlüssel gezogen, die überhaupt nicht aus dem Kontext erkennbar sind. So weiß Savich aus irgendwelchen Gründen, daß Moses und Claudia es mit ihren Anschlägen auf ihn abgesehen haben – aber auch dieser Gedanke wird nicht konsequent verfolgt. So dümpelt die Geschichte dahin, die Personen werden dem Leser nicht sympathisch, er fiebert nicht mit ihnen mit. Die Dialoge und Erklärungen sind teilweise schon naiv zu nennen, und auch die Pseudorivalität zwischen Chappy und Twister wirkt wie von einem unreifen Kind geschrieben.

Es gibt 2 Stellen, die wirklich sehr sehr gut geschrieben sind – zum einen die ersten Seiten mit der Schilderung, wie Ruth die Höhle erforscht und mehr und mehr fast den Verstand verliert und sich in der Höhle verirrt. Diese Seiten sind der Grund dafür, daß man als Leser stets hofft, irgendwann möge die Autorin zu dieser Form zurückfinden und die Story spannend werden. Leider wird die Erzählweise nur noch einmal interessant und plastisch, als nämlich ein Kellner im FBI-Hauptquartier mit einem Spezialisten ein Phantombild von Claudia anfertigt. Das reicht aber nicht, um die Geschichte als Ganze interessant werden zu lassen.

Der Roman – und seine losen Fortsetzungen mit den gleichen Personen (bspw. in „Hass“) – ist daher nur für Leser geeignet, die alle sonstigen Autoren ausgelesen haben und völlig ohne Lesestoff dastehen.

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