Annemarie Schimmel: Sufismus

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Sufismus

Annemarie Schimmel. C.H.Beck 2014, Taschenbuch, 125 Seiten, € 11,22

Rezension von: AndreasRuedig | Rezensionsdatum:

: Sufismus Eine Einführung in die islamische Mystik

Das Buch kam im Jahre 2000 im Verlag , München, auf den Markt. Es ist 125 Seiten dick.

Die Inhaltsangabe

Der Sufismus hat islamische Wurzeln. Im 8. Jahrhundert entstanden, lebt er heute noch im Orden und Bruderschaften fort. Die tanzenden und wandernden Derwische sind bei uns die bekanntesen und augenfälligsten Vertreter des Sufismus.

Der Leser lernt die zentralen Begriffe der islamischen Mystik kennen, wie die Inhaltangabe auf dem hinteren Buchdeckel berichtet. Die Autorin stellt die bedeutendsten Heiligen der Sufis und die wichtigsten Bücher der klassischen Sufiliteratur vor. Man „schreitet die Stationen der Sufis auf ihrem Weg zu mystischer Gottesliebe und Gotteserkenntnis ab“, wenn man das Buch liest. Zumindest die Inhaltsangabe behauptet das.

Das Buch gehört zur Buchreihe „Wissen in der Beck`schen Reihe“.

Über die Autorin

Annemarie Schimmel ist Jahrgang 1922. Sie ist eine der bekanntesten und bedeutendsten Islamwissenschaftlerinnen unserer Zeit, auch wenn sie schon 2003 gestorben ist. Sie lehrte zuletzt als Professorin für Indo-Muslimische Kultur in Harvard und Bonn. Die mehrfach ausgezeichnete Wissenschaftlerin ist auch häufig als Buchautorin in Erscheinung getreten.

Über das Buch

Diese lebenslange Beschäftigung mit dem arabisch-muslimischen Kulturkreis ist dem Buch sehr deutlich, wenn nicht gar überdeutlich anzumerken. Allein schon die Themenauswahl zeigt es – die Sufis sind bei uns in Deutschland in der allgemeinen Öffentlichkeit ja nun wirklich kein Thema. Geht man von der tagesaktuellen Nachrichtenlage aus, müßte ja eher über Salafisten und andere islamisch-islamistische Fundamentalisten geschrieben werden.

Schimmel kann den Sufismus der Gegenwart beschreiben und dabei auf ihre eigene Forschung und Lehre zurückgreifen.

Gleichzeitig schafft sie es aber auch, wissenschaftlich zu arbeiten, historisch, literaturwissenschaftlich, religionskundlich und dabei doch so lebhaft zu schreiben, daß man den Eindruck bekommt, sie hätte viele historische Ereignisse selbst miterlebt. Daneben kann sie auch immer wieder von ihren Vorlesungsveranstaltungen an der Universität berichten und beispielsweise Studenten zu Wort kommen lassen.

Einen kleinen Wermutstropfen gibt es aber auch hier. Es fehlen Fotos und Abbildungen. Wie vertut der prominente süddeutsche Verlag hier die günstige Gelegenheit, interessante Informationen optisch ansprechend dazubieten? Orte, Landschaften, historische Ereignisse und heutige Veranstaltungen sind doch bestimmt bildlich festgehalten worden. Wäre es nicht sinnvoll gewesen, diese Bilder auch zu nutzen und für einen ansprechenden optisch-seitengestalterischen Seitenaufbau des Buches zu nutzen? Der Leser hätte so wenigstens eine Vorstellung von dem bekommen, worüber hier berichtet wird.

Das Fazit

Hier liegt ein informatives und gut geschriebenes Buch über ein religiöses Randthema vor. Ein paar Fotos wären schon schön gewesen.

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