Aphex Twin – Selected Ambient Works (1985-1992)

Autorenwertung
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  • Hörspaß
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  • Melodie
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  • Gesamt
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Rezension von: Zaiman | Rezensionsdatum:

Aphex Twin – Selected Works (1985-1992)

Tracklist:

  1. Xtal
  2. Tha
  3. Pulsewidth
  4. Ageispolis
  5. I
  6. Green Calx
  7. Heliosphan
  8. We Are The Music Makers
  9. Schottkey 7th Path
  10. Ptolemy
  11. Hedphelym
  12. Delphium

 Terra Incognita

Zugegeben viele Jahre konnte ich mit Aphex Twin nicht wirklich etwas anfangen, schuld daran waren die einschlägig bekannten Video zu Tracks wie „Windowlicker“ oder „Come To Daddy“, die neben der krassen Ästhetik auch soundtechnisch alles andere als leichte Kost waren.

Doch wie aus Zufall entschloss ich mich eines Tages doch einmal in die Frühphase von Aphex Twin reinzuhören. Gerade der Zusatz Ambient Works stimmte mich irgendwie versönlich, doch als ich dann die Scheibe zum ersten Mal hörte, war es auch schon um mich geschehen. Was für ein toller Sound da aus den Boxen drang, das war einfach unbeschreiblich.

Selected Ambient Works (1985-1992) ist dabei die erste Ausgabe der sogenannten Ambientreihe, die besonders Stücke enhält, die Aphex Twin in der Frühphase seiner Karriere schuf. Dass einige der Tracks sogar aus den 80ern stammen sollen, hat mich schon verblüfft, da es ihnen absolut nicht anzuhören ist, sondern auf irgend eine Art und Weise zeitlos wirken. Ganz anders als der zähe, zu Tode komprimierte Soundbrei, der einem heutzutage so oft serviert wird. Es macht eben doch einen Unterschied, ob ein Sound analog aufgenommen wurde, oder mithilfe eines High-End-Studios der Neuzeit.

Richard David James, der Mann hinter Aphex Twin, zeigt hier eine ganz andere Seite seines Projekts. Manche Menschen mögen Ambient generell etwas langweilig finden, das zu unaufregend und oftmals einfach nur vor sich hin plätschernd, nicht so das hier dargebotene. Richard versteht es einfach interessante und abwechslungsreiche Soundstrukturen zu erzeugen, die niemals langweilig werden.

Das Grundthema dieser Werksammlung ist eher getragen und ruhig, schlägt aber hier und da auch mal in die „härtere“ Kerbe ohne dabei jemals aufdringlich zu wirken. Überhaupt ist es sehr schwer einzelne Tracks hervorzuheben, das man dieses Werk als gesamtes betrachten muss und es am besten an einem Stück genießt. Selected Ambient Works ist so eine Platte, die besonders stark auf der Metaebene funktioniert, d.h. interpretieren hilft wenig, erleben muss man es. Gerade, da es eine rein instrumentale Scheibe ist, helfen objektive Maßstäbe wenig. Es ist Musik, die man am besten in einem völlig abgedunkelten Raum auflegt, um sie am besten wahrnehmen zu können, denn sie bietet dem Hörer so einige.

Fazit

SAW (1985-1992) gehört bis heute zu meinen absoluten Lieblingsalben der elektronischen Musik und sei jedem Musikfreund ans Herz gelegt. Denn man kann das Album zum Besten zählen, was in dem Bereich Ambient oder generell Instrumentalmusik veröffentlicht wurde.

 

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