Archie Brown: Aufstieg und Fall des Kommunismus

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Aufstieg und Fall des Kommunismus

Thomas Pfeiffer (Übersetzer). Propyläen Verlag 2009, Gebundene Ausgabe, 944 Seiten, € 14,99

Rezension von: AndreasRuedig | Rezensionsdatum:

: Aufstieg und Fall des Kommunismus

Das Buch ist im Jahre 2009 im , Berlin, erschienen. Es ist stolze 939 Seiten dick.

Die Inhaltsangabe

Der Kommunismus gilt als die opferreichste und folgenschwerste politische Ideologie des 20. Jahrhunderts. Heilserwartungen und Emanzipationsbestrebungen gab es genauso wie Gulags in der Sowjetunion und die Stasi in der DDR. Die Sowjetunion war das „Vaterland der Werktätigen“. Als sie aus der Weltgeschichte verschwand, gab es auch den Kommunismus nicht mehr. Die Ideen von Marx, Stalin, Lenin und Mao sind dort gelandet, wo sie hingehören – nämlich auf dem Misthaufen. Der Kommunismus konnte sich nur noch in einigen wenigen Ländern halten – Nordkorea, China, Kuba und Vietnam seien hier als Beispiele genannt.

Über den Autoren

Archibald Haworth Brown erblickte am 10. Mai 1938 in Annan, Schottland, das Licht der Welt. Bis zu seiner Emeritierung 2005 war er Professor für Politische Wissenschaften in Oxford. Der Geschichtswissenschaftler ist auch ein Publizist, der Bücher über die Sowjetunion und den Kommunismus geschrieben hat. Brown wurde 2010 mit einem Preis für dieses vorliegende Buch ausgezeichnet.

Die Buchbesprechung

Das Buch verbindet zwei Herzen auf seinen Seiten. Es bietet sowohl einen historischen wie auch politisch-politikwissenschaftlichen Rückblick auf die Weltgeschichte des 20. Jahrhunderts. China, die Sowjetunion, Kuba und der Ostblock bilden den geographischen Schwerpunkt, die Gedanken der wichtigsten Führer den inhaltlichen Schwerpunkt. Das Buch ist sehr gründlich recherchiert und doch leicht verständlich geschrieben. Die detaillierten Schilderungen erfordern Geduld und Durchhaltevermögen seitens des Lesers; er erfährt hier vieles, was nicht unbedingt zum allgemeinen Schulwissen gehört. Die Ereignisse werden in chronologischer Reihenfolge geschildert.

Der Ansatz des Buches ist wissenschaftlicher Natur. Die Fakten und Daten stehen im Vordergrund. Fotos fehlen genauso wie direkte Rede. Deswegen ist Konzentration beim Lesen gefordert. Na ja, das Fehlen der Fotos ist auch nicht weiter schlimm. Schließlich hat man bestimmt schon mal Bilder der prominentesten kommunistischen Führer irgendwo gesehen.

Natürlich werden in dem vorliegenden Buch Schwerpunkt gesetzt. Wie schon oben angedeutet, kommt Westeuropa hier nicht vor. Afrika wird gestreift. Die KPI oder KPF kommen also genauso wenig vor wie Exoten wie die KPUSA. Würde er auch auf sie eingehen, könnte Brown ein zweites Buch genau darüber schreiben.

Ein solches Buch ist was für Exoten, die einen Schmöker für den heimischen Bücherschrank haben möchten. Für normale Zeitgenossen ist das Buch zu umfangreich und zu detailliert geschrieben, als daß sie irgendeinen Nutzen davon hätten.

Ein Fazit

Brown hat hier ein umfangreiches, detailliertes, gründliches und gut recherchiertes Buch vorgelegt. Es ist ein Werk, das sich an Fachleute wendet. Der normale, politisch interessierte Zeitgenosse wäre hoffnungslos überfordert damit.

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