Atemlos

Autorenwertung
  • Sound
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  • Instrumentalisierung
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  • Vocals
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  • Abwechslung
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  • Hörspaß
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  • Gesamt
    4.5 Sterne4.5 Sterne4.5 Sterne4.5 Sterne4.5 Sterne
Rezension von: michaelkrause2 | Rezensionsdatum:

Atemlos von Schiller

Der Musiker:

Seit Jahren ist der Berliner Musiker Christopher von Deylen mit dem Musikprojekt Schiller unterwegs. Dabei hat er sich nicht nur im deutschsprachigen Raum zu einem wahren Meister des elektronischen Pops gemausert, der sich nur ungern in eine Schublade stecken lassen möchte. In seiner Musik verarbeitet er ganz unterschiedliche Einflüsse: Pop, Dance, Techno, Ambient, New Wave. Von Deylen ist für jedes Experiment zu haben, was auch die unterschiedlichen Gastmusiker wie Sarah Brightmann, Peter Heppner, oder Lang Lang unter Beweis stellen, die auf den bisherigen Alben mitgewirkt haben.

Das Album:

Zwei Jahre nach seinem Erfolgsalbum „Sehnsucht“ veröffentlichte Schiller 2010 das Album „Atemlos“. Ein Doppelalbum, mit dem Christopher von Deylen abermals die Grenzen seiner früheren Alben verlässt und weiter auslotet. Inspiriert wurde er auf einer vierwöchigen Expedition in die Arktis mit dem Forschungsschiff Polarstern. Die Einflüsse dieser Reise wirkten nachhaltig aus, und so ist der Sound von „Atemlos“ von dieser Reise stark beeinflusst, was sich nicht nur im Song „Polarstern“ manifestiert.

Einige Kritiker bemängelten, dass sich Christopher von Deylen mit „Atemlos“ vom dancebaren Pop abgewandt hat und gerade in den Instrumentalstücken Klangkollagen verwendet hat, die sehr gewöhnungsbedürftig sind. Das ist durchaus richtig, aber gerade diese Tracks sind es, die die Entdeckungsreise durch dieses Album hörenswert machen. Der Musiker schafft es hier visuelle Klangwelten zu erschaffen, die stark inspiriert sind von Musikern wie Tangerine Dream oder Jean-Michel Jarré. Zwar muss man diese Titel drei oder viermal hören, wird aber immer wieder neue Nuancen entdecken.

Aber natürlich gibt es auch die Kooperationen mit anderen Musikern, die die bisherigen Schilleralben auszeichneten. Zwar ist kein Tophit wie seinerzeit „Dream Of You“ vertreten, aber Titel wie „Playing With Madness“ (mit Mia Bergström), „Try“ (mit Nadia Ali), „Let It Rise“ (mit Midge Ure), „I Will Follow You“ (mit Hen Ree) oder „Un Solo Minuto“ (mit Odette di Maio) haben Hitpotential, bieten trotzdem etwas Neues und sollten auch ältere Schillerhörer zufrieden stellen.

Wer sich intensiv mit dem Album beschäftigt, wird tolle Stücke wie „Leidenschaft“, oder „Lost“ entdecken, die zu den besten Stücken von Schiller gehören. Auf „Leidenschaft“ arbeitet Christopher von Deylen mit der -Legende Jaki Liebherz zusammen. Auf „Lost“ leiht Odette DiMaio ein weiteres Mal Schiller ihre Stimme. Heraus kommt ein ruhiger, Song mit viel Atmosphäre und einem zurückhaltend Klangteppich. Ebenfalls ein Höhepunkt sind „Unruhig Herz“ und „Augenblick“, bei denen die Schauspielerin Anna Maria Mühe, den elektronischen Sound von Schiller veredelt.

Trackliste:

01 – Willkommen

02 – Tiefblau

03 – Playing With Madness (mit Mia Bergström)

04 – Atemlos

05 – Try (mit Nadia Ali)

06 – Unruhig Herz (mit Anna Maria Mühe)

07 – Leidenschaft (mit Jaki Liebherz)

08 – Blind (mit Anggun)

09 – Soho

10 – Let It Rise (mit Midge Ure)

11 – Polarstern

12 – Don´t Go (mit Kate Havenik)

13 – Moments

14 – Addicted (mit Lenka)

15 – Morgenland

16 – Lost (mit Odette di Maio)

17 – La Mer

18 – Sunrise (mit Lenka)

19 – Augenblick (mit Anna Maria Mühe)

20 – I will Follow You (mit Hen Ree)

21 – Opium (mit Jaki Liebherz)

22 – The Fire (mit Kate Havenik)

23 – Un Solo Minuto (mit Odette Di Maio)

24 – Salton Sea

25 – Under My Skin (mit Kim Sanders)

26 – Hochland

27 – Himmelblau

28 – Always You (mit Anggun)

29 – Reprise

 

Fazit:

Christopher von Deylen bleibt sich auch auf seinem sechsten Schiller-Album treu und geht seinen Weg. Auf „Atemlos“ bewegt er sich weiter vom Chillout-Sound der ersten Alben weg. Und wendet sich einem Sound zwischen Dance, Pop, Ambient und Krautrock zu, der ihm ausgesprochen gut tun. Herausgekommen ist ein ausgezeichnetes Album, das sowohl ruhige, experimentelle Nummern enthält, bei dem man aber auch auf Schillertypische Songs wie „Playhing With Madness“ oder „Try“ nicht verzichten muss.

 

 

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