Atlantis

Autorenwertung
  • Musik
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  • Texte
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  • Stimme
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  • Hörspaß
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  • Gesamt
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Rezension von: michaelkrause2 | Rezensionsdatum:

AUF NUMMER SICHER!

Die Sängerin:

Andrea Berg arbeitete als Krankenschwester, bevor sie dem Produzenten Eugen Römer 1992 eine Kassette mit eigenen Aufnahmen vorlegte. Er nahm die damals 26-jährige unter Vertrag. Unter seiner Führung mauserte sich Andrea Berg zur erfolgreichsten deutschen Schlagersängerin. Mit dem Album „Machtlos“ erreichte sie 2003 erstmals die Spitze der deutschen Albumcharts. Ihr Hit „Du hast mich tausend Mal belogen“ belegte im Jahr 2007 Platz 2 der GEMA-Top-Ten. 2010 überraschte sie mit der Ankündigung, das nunmehr ihr Produzent werden würde. Die Alben „Schwerelos“ und „Abenteuer“ konnten den Erfolg und den Bekanntheitsgrad von Andrea Berg nochmals steigern.

Das Album:

Trotz der Erfolge der beiden letzten Alben gab Andrea Berg 2012 die Trennung von Dieter Bohlen bekannt. Umso überraschter war man, es es hieß, das er für das neue Werk doch wieder mit der Sängerin zusammenarbeiten würde. Jetzt liegt das neue Album „Atlantis“ vor – und da Andrea Berg nach eigenem bekunden so viele tolle Songs am Start hatte, entschloss man sich, ein Doppelalbum herauszubringen. Ein Album, das von Dieter Bohlen produziert wurde (CD1) und ein Album, auf dem verschiedene Produzenten, unter anderem und David Brandes (CD2), den Sound von Andrea Berg prägen.

Leider geht Andrea Berg auf Nummer sicher und scheut dabei jedes Risiko. Dies ist besonders bei den von Dieter Bohlen produzierten Titeln zu hören. Alle Titel kommen aus seiner Einheitsschmiede und klingen nahezu komplett identisch. Drumcomputer und Synthie-Klänge herrschen hier vor und sorgen dafür, das die Songs im WDR-4-Einheitsbrei untergehen. Würde man die Titel ohne Gesang hören, könnten Sie auch von einem der völlig überflüssigen DSDS-Siegeralben der letzten Jahre stammen. Und so klingen Titel wie „Davon geht die Welt nicht unter“, „Bin ich von allen guten Geistern verlassen“ oder „Atlantis lebt“, wie Kopien der letzten erfolgreichen Titel „Ich schieß dich auf den Mond“ oder „Du kannst noch nicht mal richtig lügen“. Leider wird auch textlich nicht wirklich etwas Neues geboten. Andrea Berg singt von gescheiterten Beziehungen, der großen Liebe und von den Traumpiraten.

Bleibt die Hoffnung, das auf der zweiten Disk etwas mehr Abwechslung vorhanden ist. Und hier sind mit Titeln wie „Auf zu neuen Abenteuern“, „Himmel auf Erden“ und „Vorübergehend nicht zu erreichen“ auch gute Ansätze vorhanden, die jedoch darin enden, das letztlich auch hier der drumcomputergesteuerte Schlagersound das gesamte Album dominiert. Das Ganze würde vielleicht schon etwas abwechslungsreicher klingen, wenn man wenigstens hin und wieder das Gefühl hätte, eine echte Band würde die Musik einspielen. Aber auch hier geht man auf Nummer sicher und kleistert den Hörer mit künstlichem Sound zu.

Trackliste CD 1:

01 – Atlantis lebt

02 – Das Gefühl

03 – Davon geht die Welt nicht unter

04 – Der letzte Tag im Paradies

05 – Wir können nicht verlieren

06 – Liebe ist mehr

07 – Bin ich von allen guten Geistern verlassen

08 – Ich will nicht länger davon träumen

09 – Unser bester Moment

10 – Wirst du mich lieben

11 – Lass mich einfach weiter träumen

12 – Fliegst du immer noch so hoch

13 – Träumer wie wir

Trackliste CD 2:

01 – Auf zu neuen Abenteuern

02 – Vergessen und verzeihen

03 – Himmel auf Erden

04 – Vorübergehend nicht zu erreichen

05 – Im nächsten Leben

06 – Hallo

07 – Du bist da

08 – Weil du ein Zauberer bist

09 – Morgen früh werd ich gehn

10 – Dein Licht am Horizont

11 – Nicht irgendwann

12 – Ich geh mit dir

 

Fazit:

Das „Atlantis“ Platz 1 der deutschen Charts erreichen wird, ist so sicher wie das Amen in der Kirche. Wirklich verstehen kann ich diesen Erfolg nicht. Gerade von einer so erfolgreichen Künstlerin wie Andrea Berg würde ich mir ein wenig mehr Experimentierfreude wünschen. Diese muss mit Sicherheit nicht darin gipfeln, seinen Hörer Hard Rock zu präsentieren. Als Beispiel sei hier eine junge Künstlerin wie genannt, die mit eigenen Songs versucht, ihre Musik zu spielen und dabei durchaus mehr Abwechslung bietet, wie die kommerziell wohl erfolgreichste Vertreterin ihrer Zunft. Doch es kann doch auch für eine Künstlerin wie Andrea Berg nicht befriedigend sein, ein Album vorzulegen, auf dem ich dem Hörer mehr oder weniger 25mal das gleiche Lied präsentiere. Sei es drum. Dem einen oder anderen Song werde ich sicherlich im Radio begegnen und ihn vielleicht sogar mitsummen. Aber öfter in das Album reinhören werde ich sicherlich nicht mehr.

 

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