Ausradiert

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Ausradiert

Frauke Czwikla (Übersetzer). Knaur TB 2010, Taschenbuch, 448 Seiten, € 8,95

Rezension von: Kokoro | Rezensionsdatum:

Ausradiert von

Inhalt
Nick Petrov ist Privatdetektiv und wird von Liza Rommel, einer Edel-Prostituieren, engagiert, ihre verschwundene Tochter Amanda zu finden. Aufgrund einiger Ungereimtheiten in den Aussagen Lizas verfolgt Nick zunächst die Spur von Liza selbst, die jedoch am gleichen Abend bei einem Kunden in einem Hotel nicht auftaucht. Die Terminvereinbarung hatte Nick, während er in ihrem Haus nach Hintergrundinformationen über Amanda gesucht hatte, mitgehört, und er unterhält sich stattdessen mit dem wartenden „Kunden“. Nick hat starke Kopfschmerzen und stellt plötzlich fest, dass er nach seinem Besuch im Hotel, statt zu sich nach Hause zu fahren, zu seiner Blockhütte gefahren ist.

Am nächsten Morgen besucht er den Vater von Liza, der jedoch abblockt. Stattdessen findet er in dessen Trailer Riu, einen Bekannten von Amanda der ihn offenbar niederschlägt. Er kommt wieder zu sich und verfolgt weiter dessen Spur und entdeckt dabei sowohl Parallelen zu einem vergangenen Mordfall, den er maßgeblich mit aufgeklärt hatte, als auch überraschende Zusammenhänge mit wichtigen Personen aus seinem eigenen Bekanntenkreis. Er findet Amanda, die offenbar unter Drogen steht, und bringt sie ins Krankenhaus. Doch plötzlich wacht er im Krankenhaus auf. Dort hat man ihm einen Gehirntumor entfernt. Als er aufwacht, glaubt er, es sei immer noch der Tag, an dem er von Liza beauftragt wurde, in Wahrheit sind jedoch fast 2 Wochen vergangen. Nick fühlt sich jedoch gut und arbeitet bald darauf weiter an dem Fall…

Fazit
Das Buch liest sich bis etwa zur Seite 58 wie ein normaler Detektivroman, aus Sicht des Detektivs geschrieben. Danach jedoch wird die Handlung aus Sicht des Detektivs seltsam und verworren, bis der Leser auf Seite 113 endlich versteht, dass Petrov nicht nur starke Kopfschmerzen hat, sondern an einem Gehirntumor leidet. Nach dem Krankenhausaufenthalt führt er den Fall weiter fort – der Leser muss selbst entscheiden, was nun im ersten Teil des Romans real war und was aufgrund des Tumors fiktiv – keine leichte Aufgabe und etwas frustrierend.

Es ist eine Sache, einen „Suspense-Roman“ zu schreiben, aber eine andere, zwischen den Ebenen zu wechseln und sie nicht aufzulösen. Auch das Ende wirkt sehr kitschig und passt leider weder zu einem Detektivroman noch zu einem – wie vom Verlag postulierten – Thriller. Darum handelt es sich mit Sicherheit überhaupt nicht. Dieses „Herumeiern“ zwischen den Genres und „In-die-Irre-Führen“ des Lesers, die nicht professionell durchgeführte Vermischung von Elementen verschiedener Genres sind in keiner Weise überzeugend.

Die Übersetzung ist im Großen und Ganzen in Ordnung und handwerklich gut gemacht. Bei einigen Fachbegriffen jedoch scheint es sich die Übersetzerin nicht die Mühe gemacht zu haben, die richtigen Termini zu überprüfen. So bezeichnet sie beispielsweise die Küche in dem Wohnwagenanhänger des Ex-Mannes von Liza als Kombüse, was eigentlich nur für Schiffe zutrifft. Das Buch ist lesbar, aber nur bedingt empfehlenswert. Angeblich (Klappentext) bezeichnet Steven King den ebenfalls amerikanischen Autor Abraham als „Lieblingsautor“, aber das gilt nach Recherchen wohl eher für die Jugendkrimis, mit denen Abraham bekannt geworden ist – nach der Lektüre dieses Krimis hätte Steven King diese Aussage sicherlich nicht getroffen.

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