Babez for Breakfast

Autorenwertung
  • Gesang
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  • Musik
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  • Anspruch
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  • Abwechslung
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  • Hörspaß
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  • Gesamt
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Rezension von: Tobe | Rezensionsdatum:

Babez for Breakfast von

Wer den Eurovision Song Contest 2006 gesehen hat, hat diese Band kennen und fürchten gelernt: Lordi.

Mit ihrer Monster-Rock Hymne „Hard-Rock Hallelujah“ schockten und faszinierten sie das Publikum zugleich und gewannen zur Überraschung aller den Wettbewerb.

 Besonders einprägsam am Auftritt waren die für Lordi typischen Ganz-Körper Kostüme, die sie als Zombies, Aliens, Monster und Dämonen darstellen.

„Babez for Breakfast“ ist das nun 5. Studio Album der finnischen Monster und bietet einiges für sowohl Fans als auch Neueinsteiger, bleibt den Traditionen der Band aber treu und erzählt von fiesen Monstern und gruseligen Schurken.

Titelliste

  1. SCGV: It’s A Boy!
  2. Babez For Breakfast
  3. This Is Heavy Metal
  4. Rock Police
  5. Discoevil
  6. Call Off The Wedding
  7. I Am Bigger Than You
  8. ZombieRawkMachine
  9. Midnite Lover
  10. Give Your Life For Rock And Roll
  11. Non Stop Nite
  12. Amen’s Lament To Ra
  13. Loud And Loaded
  14. Granny’s Gone Crazy
  15. Devil’s Lullaby

Das Album

Direkt ins Auge fällt das doch sehr eigentümliche Album-Cover: Während man sich bei den Vorgänger-Alben mit Bildern der Band begnügt hatte, erhalten wir hier eine knallend pinke Visualisierung des Titeltracks „Babez for Breakfast“ und dem dazugehörigen Intro, „SCGV: It’s A Boy!“.

Das Cover mag abschrecken, spiegelt in seiner durchgeknallten Komposition aber das Album selbst sehr gut wieder: Lordi geben sich greller und lauter als sonst, behalten aber ihre charakteristische Grusel-Atmosphäre.

Musikalisch erwartet uns hier eine Mischung aus Hard-Rock und Heavy Metal kombiniert mit Einflüssen aus den 80ern und atmosphärischen Keyboard-Effekten. Lordi überraschen mit einem deutlichen Tempo-Anzug, das Album wirkt lebendiger und knalliger als die Vorgänger.

Hauptsächlich sind auf dem Album harte Gitarren-Riffs zu hören, die Soli sind nicht ohne und generell liefern Lordi einen wunderbar kräftigen Rock-Sound.

“, Frontmann und Namensgeber der Band, hat eine besonders raue und diabolische Stimme und mag vielen ein Dorn im Ohr sein, passt aber wunderbar zu den Themen der Band: Monstrositäten, Wahnsinn, Mord & Totschlag.

An dieser Stelle sei eins gesagt: Lordi’s Texte und ihr gesammtes Monster-Image sollten immer mit einem Augenzwinkern wahrgenommen werden. Lordi wollen definitiv nicht ihre Fans zu Massakern und Bluttaten anregen, sondern durch ihre übertrieben bösartigen und wahnsinnigen Darstellungen unterhalten.

 Genauso wie ein guter Horror-Film fabrizieren Lordi den Spaß am Grusel und dem Terror, ohne niemanden wirklich Leid anzutun.

Höhepunkt des Albums ist die Rock-Hymne „Give Your Life For Rock And Roll“, die vor Energie und Kraft strotzt und gerade zum Ende hin immer bombastischer wird.

 Wer sich von Lordi’s Darstellung von Wahnsinn ein Bild machen will, sollte sich  „Granny’s Gone Crazy“ anhören, eine wunderbar sarkastische Sozialkritik aus der Sicht einer alten Dame, die die Welt, in der sie lebt, nicht mehr wiedererkennt und ihr altes, bekanntes Weltbild wieder haben will.

Wer es lieber temporeich und energiegeladen will, sollte sich den Titeltrack „Babez for Breakfast“ und „I’m Bigger Than You“ anhören, die nur so über ihren Hörer hinwegdreschen. „Devil’s Lullaby“ vereint die Stärken der Band am besten und bietet einen knalligen und bösartigen Sound.

Aber es geht nicht nur böse und brutal zu, Lordi zeigen auch eine etwas sanftere Seite. „Amen’s Lament to Ra“ ist ein 30 Sekunden langer Akustik-Gittaren Titel und bietet eine melodische Verschnaufpause vom ganzen Rocken und Schocken des Albums. Wem alles zu schnell geht, wird „Call Off the Wedding“ gefallen, eine kräftige und schwere Rock-Ballade.

Fazit

Lordi sind durchaus nicht für jeden etwas. Wer mit der Faszination von ein wenig harmlosen Horror und Grusel nichts anfangen kann, wird mit diesem Album wenig Spaß haben.

Jedem sei ans Herz gelegt, Lordi nicht als unheimliche Satanisten aus Finnland abzustempeln, sondern in ihnen die kreativen (und durchaus durchgeknallten) Köpfe sehen, die sie sind.

Freunde von lauten und energiereichen 80er Rock werden hier fündig, aber auch jeder andere Rock- und Metalfan sollte sich zumindest mal ein paar Lieder anhören. Lordi sind die musikalische Version von Horror-Filmen, die ihr Publikum in Angst und Schrecken versetzen, aber im Grunde nur spielen wollen.

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