Bäume – Long Size Kalender 2014

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Rezension von: Ragan Tanger | Rezensionsdatum:

– Long Size 2014

Hoch hinaus

Einerseits ist dieser Kalender einfach nur schön, andererseits eine Einladung an alle Kurzurlauber, doch mal einen Abstecher nach Mecklenburg-Vorpommern zu machen. In das nordöstlichste Bundesland, das mit seinen tausend Seen und, räusper, auch Miss Angela Merkel aufwarten kann. Aber eben auch mit ganz tollen, alten Bäumen – dies zumindest das augenscheinliche Fazit, wenn man sich die Bilder dieses Long-Size-Kalenders aus dem Kalenderfachverlag zu Gesicht führt.

Desweiteren laden die zwölf Blätter in die Schweiz und nach Österreich, nach Sizilien oder in die Toskana ein. Herrliche Landschaftsregionen, die mit den entsprechenden Baumriesen aufwarten können. Und diese Giganten sind gigantisch gut aufgehoben, in diesem Kalender: 68 Zentimeter hoch und 33 breit – das sind die beachtlichen Maße, mit denen man sich das kommende Jahr verschönern darf. Uralte Weiden, mächtige Zypressen, ein Kraftpaket namens Hainbuche und Ahornbäume im grünen Sommer, bunten Herbstlaub sowie im kahlen Spätherbstanblick. Keine Frage, die einzelnen Monate werden von den entsprechenden Bäumen gemäß jener Jahreszeit symbolisiert.

Was sind das für wunderschöne Kraftpflanzen und -objekte, die hier präsentiert werden, und die wir so gern mal eben bei uns um die Ecke bestaunen würden, die aber leider nur an wenigen ausgewählten Orten zu finden sind. Schön, dass uns dieser Kalender dort hinführt, uns auf unserer Reise begleitet. Und das tut er opulent, mächtig mit Schutzfolie vor dem Einband, mit großen, strahlenden Blättern, die den Bäumen gehören und einer unaufgeregten Form der Tageszählung. Nur Sonn- und Feiertage farbig markiert, dafür aber – und das ist jetzt neu – einige, wie auch immer, ausgewählte besondere Tage.

So sind in diesem Kalender – und vielleicht in noch vielen mehr der über 250 Kalender der diesjährigen Serie aus dem Dumont-Verlag – neben den Feiertagen, den Jahreszeitenanfängen, der Sommerzeitumstellung, auch so traditionelle Termine wie Erntedankfest (am 5. Oktober – wer hätte das gewusst?) oder Valentinstag angegeben. Auf die Spitze wird diese subjektive Auswahl der speziellen Momente getrieben, wenn im April der Welttag des Buches und im September derjenige des Friedens erwähnt werden. Auf jeden Fall sehr interessant und deutlich horizonterweiternder als die alte, strenge und exklusive Feiertagsmeierei. Und wo wir schon mal dabei sind: es ist das erste Mal, dass ich in einem Kalender am 31.10. neben dem protestantischen Reformationstag auch das Halloween-Fest angegeben sehe. Ob Macher wie Anwender sich über die Gemeinsamkeiten dieser Feier bewusst sind? Wie dem auch sei: das ist eine wichtige Öffnung, den Modalitäten der Moderne gerecht werdend.

Fazit:
Ein wunderschöner Kalender, der nicht nur die banalen Informationen bereit hält, sondern großartige und großformatige Spitzenfotos. Und dazu eine herrlich subtile, vielleicht sogar schon subversive Auswahl an Tagen der Memorabilität. So kann man das Jahr leben.

 

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