Bang!

Autorenwertung
  • Musik
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  • Instrumentalisierung
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  • Vocals
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  • Abwechslung
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  • Hörspaß
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  • Gesamt
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Bang!

Gotthard. G Records/muve/pias (rough trade) 2014, Audio CD, € 8,97

Rezension von: michaelkrause2 | Rezensionsdatum:

GOTTHARD ROCKEN WIEDER!

Die Band:

Seit den 90er Jahren zählen die Musiker aus Lugano im Kanton Tessin zu den großen Namen im europäischen Hard Rock. Jedes der bisherigen neun Studioalben belegte den ersten Platz der Charts ihrer Heimat und Tourneen mit Deep Purple oder Europe festigten den Ruf auch im restlichen Europa. Nach dem Tod ihres Sängers Steve Lee wagte die Band mit neuem Frontmann 2012 eine Neuanfang.

Das Album:

Zwei Jahre nach „Firebird“, dem ersten Album mit ihrem neuen Sänger Nic Meader kündigten Gotthard das nächste Album an. Als ich den in Rockkreisen schon arg strapazierten Titel „Bang!“ vernahm, dachte ich schon an schlimme Durchschnittsware. Dann erschien mit „Feel What I Feel“ die erste Single und trotz aller Mainstreamtauglichkeit konnte mich der Song absolut überzeugen. Umso gespannter war ich auf das Album, dass die Band zusammen mit Charlie Bauerfeind in Lugano aufgenommen und in den legendären Wisseloord Studios in Hilversum abgemischt hat.

Vierzehn neue Songs liefern Gotthard ab, wobei mich überrascht hat, wie druckvoll und energiegeladen die Band klingt. Sicher, Parallelen zu , Def Leopard oder sind nicht von der Hand zu weisen, doch die eidgenössischen Rocker zeigen, dass sie noch jede Menge Druck im Kessel haben. „Bang!“, „Get Up ´N´ Move On“ oder „What You Get“ sind hervorragende Rocksongs, von denen es weitere Kaliber gibt. Aus jedem Song hört man die Spielfreude heraus, die Gotthard bei den Aufnahmen an den Tag gelegt haben. Und man merkt, dass der Einfluss von Nic Maeder auf die Band immer größer wird. Das ist auch völlig in Ordnung, denn er hat eindrucksvoll bewiesen, dass er die Lücke, die Steve Lee hinterlassen hat, wirklich mühelos schließen konnte.

Gotthard waren und sind auch immer ein Garant für zuckersüße Balladen. Mit „C´Est La Vie“ gibt es eine für die Band typische Ballade, die zwar kein Meilenstein ist, aber trotzdem gefällt. Anders sieht es da schon bei „Maybe“ aus. Siebzehn Jahre nach einem Duett mit Montserrat Caballé haben Gotthard wieder eine Sängerin ins Studio eingeladen. Diesmal die unbekannte Sängerin Melody Tibbits, die in Lugano an der American School als Musiklehrerin arbeitet und die stimmlich perfekte Ergänzung für Nic Meader ist. Und dann ist da noch die zehnminütige Monsterballade „Thank You“, die den Schlusspunkt des Albums bildet. Der Song beginnt ruhig, wird von Nic Meaders Stimme getragen und steigert sich zu einem orchestralen Monumentalwerk mit grandiosem Gitarrensolo. Ob der Song wirklich zehn Minuten lang sein musste, mag sicherlich dahingestellt sein, allerdings ist er ein mehr als würdiger Abschluss eines hervorragenden Albums.

Trackliste:

01 – Let Me In Katie

02 – Bang!

03 – Get Up `N´ Move On

04 – Feel What I Feel

05 – C´Est la Vie

06 – Jump The Guns

07 – Spread Your Wings

08 – I Wont Look Down

09 – My Belief

10 – Maybe

11 – Red On A Sleeve

12 – What You Get

13 – Mr. Ticket Man

14 – Thank You

 

Fazit:

„Bang!“ setzt das fort, was Gotthard auf „Firebird“ zum Ausdruck gebracht haben: Wir lassen uns von Schicksalsschlägen nicht entmutigen. Zumal sie das Glück hatten, einen Sänger zu finden, der dieses Vorhaben möglich gemacht hat. Wer Gotthard bisher mochte, wird „Bang!“ lieben. Satte Rocknummern zwischen Hard Rock und AOR, hervorragende Melodiebögen mit einer satten Instrumentalisierung und zuckersüße Balladen, die aber nicht pathetisch sind. Kurz, „Bang!“ ist zu hundertprozentig Gotthard und ein verdammt gutes Album!

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