Barbara Veit: Tödliche Ladung

Autorenwertung
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  • Unterhaltung
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  • Gesamt
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Rezension von: AndreasRuedig | Rezensionsdatum:

Barbara Veit: Tödliche Ladung

Das Buch ist im Jahre 1994 im Otto Meier, der in Ravensburg ansässig ist, erschienen. Er umfaßt 157 Seiten.

Die Inhaltsangabe

Thore gehört als Schiffsjunge zur Mannschaft des Frachters „Martha“. Das Schiff sinkt mit einer Ladung Sondermüll an Bord bei einem Sturm vor Emden. Es gibt dabei nur einen Toten zu beklagen: nämlich den Funker. Dies ruft die Umweltkommissare Philip Sternberg und Carla Baran auf den Plan.

Die Autorin

Die Autorin wurde 1947 in München geboren. Aufgewachsen in Wiesbaden und Hamburg, kehrte sie nach dem Abitur in ihre süddeutsche Heimatstadt zurück. Sie studierte Kunstgeschichte, Zeitungswissenschaften und Politikwissenschaften und hat in der Folgezeit als freiberufliche Journalistin und Buchautorin gearbeitet.

Der Buchverlag

Den Buchverlag habe ich ja schon an anderer Stelle vorgestellt, werde an dieser Stelle also nicht weiter auf ihn eingehen.

Die eigentliche Buchbesprechung

Umweltschutz und Umweltkriminalität sind sicherlich abstrakte Themen, die sich nicht unbedingt für Krimis eignen. Oder? In den normalen Krimis sind sie jedenfalls kein gängiges Thema.

Veit nutzt hier einen toten Seemann, bei dem sich allmählich herausstellt, daß er ermordet wurde, als Einstieg in die Geschichte. Auch ein fingierter Verkehrsunfall, mit dem ein Zeuge beseitigt werden soll, soll für Spannung sorgen.

Was die Öko-Themen anbelangt, hält sich die Autorin auffallend zurück. Sie kehrt hier nicht den oberlehrerhaften Zeigefinger heraus, der versucht, schwierige naturwissenschaftliche und ökologische Zusammenhänge kind- und jugendlichengerecht zu erklären. Da ihr der berufliche Hintergrund dafür fehlt, hätte sie im Zweifelsfalls sowieso auf fachkundige Experten zurückgreifen müssen, um zu offensichtliche Fehler zu vermeiden. Und dann wäre die Handlung zu umfangreich und zu kompliziert geworden.

An einigen Stellen ist deutlich zu merken, daß die Geschichte aus einer weiblichen Feder stammt. Elemente wie Kampf, Wettbewerb und Action stehen deutlich im Hintergrund. Themen wie Freundschaft, gegenseitige Fürsorge und das Eingestehen von Schwächen kommen hier stattdessen vor. Ob das Jungen wirklich mögen? Ob das mit ein Grund dafür ist, daß Buchserie und Autorin nicht sehr bekannt sind? Zu behaupten, daß die Handlung schlecht wäre, wäre sicherlich übertrieben. Das wirklich Leben mag durchaus ruhig und unspektakulär sein. In Geschichten möchte man aber als Leser die Spannung und die Dramatik erleben, die im eigenen Leben gerne fehlt. Der Geschichte fehlt insbesondere am Ende doch ganz viel Biß, um insbesondere eine männliche Leserschaft zu überzeugen.

Ein Fazit

Doch trotz dieser Schwächen liegt hier gute Unterhaltung für Jugendliche vor. Wenn man möchte, kann man sogar einen gewissen pädagogischen Nutzen hineininterpretieren. Dann vermittelt die Geschichte nämlich Werte wie Freundschaft und die Bedeutung von Familie.

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