Ben Nevis: Die Höhle des Grauens

Autorenwertung
  • Spannung
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  • Lesbarkeit
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  • Geschichte
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  • Gesamt
    4.5 Sterne4.5 Sterne4.5 Sterne4.5 Sterne4.5 Sterne
Rezension von: AndreasRuedig | Rezensionsdatum:

: Die drei ??? Die Höhle des Grauens

Das Buch ist im Jahre 2005 im Frankh- Verlag, Stuttgart, erschienen. Es ist 125 Seiten lang.

Die Inhaltsangabe

Die Geisterburg ist ein einsam gelegenes Erlebnishotel, das wohliges Gruseln verspricht. Totenkopfbecher, eine geheimnisvolle Höhle und so Übernachen im Sarg seien hier als Beispiele genannt. Die drei ??? aus dem fiktiven Rocky Beach haben bei einem Detektiv-Wettbewerb einen einwöchigen Urlaub in der Geisterburg gewonnen.

Schon bei der Anreise begegnen sie einem Mädchenduo, das bei einem ähnlichen Wettbewerb in San Francisco auch einen Urlaub in der Geisterburg gewonnen haben.

Doch kaum sind die beiden Detektivteams dort angekommen, häufen sich die merkwürdigen Zwischenfälle. So wird der harmlose Urlaub zu einem gefährlichen Abenteuer.

Die Buchbesprechung

Das Buch hat sich inhaltlich weit von seinen Wurzeln entfernt. DIe Handlung spielt nicht mehr im heimischen Rocky Beach. Kein Wohnwagen, keine Tante Matilda, kein Schrottplatz. Auch frühere Randfiguren wie Inspektor Cotta oder Skinny Norris fehlen völlig.

Erschreckender dabei: Justus, Peter und Bob leben inzwischen in einer Luftblase. Sie sind nicht mehr die Kinder, die ihre Fälle nach der Schule lösen. Schul- und Berufsausbildung? Freundin und Familie? Hobbies? All´ das, was das Leben von vielen anderen Jugendlichen ausmacht, fehlt hier völlig. Eine Geschichte wie diese verdeutlicht klar und deutlich, wie notwendig eine Standortbestimmung hinsichtlich der Charaktere ist.

Auch inhaltlich wirkt die Geschichte ein wenig konstruiert. Nevis greift hier auf das klassisch-klischeehafte Bild der einsamen Gruppe zurück, die von außen bedroht wird und sich verteidigen muß. Hilfe etwa von der Polizei ist damit ausgeschlossen. Mit den harmlos netten Schatzsuchen, die wir von früheren Episoden kennen, hat das alles nichts mehr zu tun. Die knifflige Suche nach einer Erbschaft sieht anders aus. Sind die Geschichten früher aus sich selbst heraus entstanden, gibt es hier kein einleitendes Vorgeplänkel. Die Geschichte führt gleich in medias res.

Auch das Ende ist ein wenig unbefriedigend. Justus Jonas liefert zwar eine Lösung. Sie wird aber nicht so ausformuliert in früheren Geschichte. Sie könnte ruhig ein wenig umfangreicher sein.

Kindern und Jugendlichen mag es egal sein: Erwachsene achten schon – wenn auch vielleicht unbewußt – darauf, wie glaubwürdig eine Geschichte ist. Die vorliegende Handlung ist zwar in sich geschlossen, wirkt aber so, als ob dem Autoren keine vernünftige Handlung und Personenkonstellation mehr eingefallen sei.

Das Fazit

Die Geschichte ist zwar nicht direkt schlecht. Es gibt aber trotzdem bessere Episoden.

Es gibt hier zwar schon eine Besprechung des Hörspiels, das unter gleichem Namen auf dem Markt erschienen ist. Die Besprechung des Buches ist als gezielte Ergänzung gedacht, um dem Leser einen Vergleich beider Medien zu ermöglichen.

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