Betty Kay

Rezension von: Rezension.org | Rezensionsdatum:

Zum Interview begrüßen wir heute alias Bettina Kiraly auf Rezension.org

Warum wollten Sie Autor werden?
Das Schreiben selbst war nie eine Frage des Wollens. Mit 15 begann ich Gedichte zu schreiben, um meine Gefühle zu Papier zu bringen, mit 17 versuchte ich mich das erste Mal an einem Roman. Doch erst zehn Jahre später sollte es so weit sein, dass ich ein damals begonnenes Werk fertig stellte. Danach war der Knoten geplatzt. Ich erfand 2006 die vierteilige Krimireihe „Mystic Wings“, und seither hat mich das Schreibfieber nicht mehr losgelassen. Die Entscheidung, die Krimireihe in einem Selbstverlag unter dem Pseudonym Betty Kay zu veröffentlichen, fiel 2008, und stellt meiner Meinung nach die einzig wahre Willensentscheidung dar.

Wie sieht Ihre Familie Ihre Lust zum Schreiben?
Mein Mann hat Gott sei Dank großes Verständnis für meine Sucht, kreativ zu sein. Meine Tochter hat da schon ein bisschen weniger Geduld, wenn ich plötzlich gedanklich in meine Romanwelt abgleite. Der Rest meiner Familie ist natürlich sehr stolz ;-).

Was lesen Sie persönlich?
Krimis und Romane mit spannendem Hintergrund, Frauenromane mit Humor und Romantik.

Was machen Sie beruflich?
Ich bin Mutter einer 3 1/2 jährigen Tochter und erwarte im März mein zweites Kind. Zuvor arbeitete ich in einem Rechtsanwaltsbüro und einem Notar.

Worum geht es in Ihren Büchern? Was ist Ihrer Meinung nach das Besondere an diesen Büchern?
Der erste Teil der „Mystic Wings“-Serie „Mystic Wings – Ein mörderisches Geschenk“ handelt von dem Ermittlerduo Jordan Hensen und Lieutenant Charles „Charly“ Baxter. Jordan ist in der Lage, durch das Berühren von Gegenständen die Gedanken der Besitzer in Bildern vor sich zu sehen. Die Journalistin wird von einem Verrückten bedroht und weiß dank ihrer Gabe, in welch großer Gefahr sie schwebt. Lieutenant Charly Baxter soll die junge Frau beschützen, doch die macht es ihm mit ihrer Sturheit nicht leicht. Wer ist der ominöse Bedroher? Für Charly beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit. Außer „Mystic Wings – Ein mörderisches Geschenk“ sind noch drei weitere Teile der Reihe erschienen, die auch jeweils getrennt voneinander gelesen werden können.

Die Kurzgeschichtensammlung „In Arbeit“ beinhaltet auf dreißig A6-Seiten vier Kurzgeschichten, die sich alle um das Thema Arbeitsplatz drehen. Das Pixie-Buch für Erwachsene kann zum Selberschmökern für unterwegs oder als Aufmerksamkeit für Freunde und Verwandte genutzt werden. Ob bei „Dienstschluss“ am Ende des Arbeitstages ein unangenehmer Unfall Ärger bringt, in „Seltsamer Tag“ das Verhalten einer Angestellten Grund zur Verwunderung bietet, in „Die Beförderung“ auf die Bekanntgabe derselben gewartet wird oder in „Mein Chef“ der Vorgesetzte zu hohe Ansprüche stellt: jede der vier Geschichten hält eine Überraschung bereit.

An wen richtet sich das Buch besonders?
Die Buchreihe ist für alle etwas, die gerne Krimis, romantische Romane, mysteriöse Geschichten (nicht zu verwechseln mit Fantasy) und selbstironische Texte lesen. Also an Krimifans, Romantiker, humorvolle Menschen und alle, die glauben, dass es in der Welt mehr gibt, als man mit seinen Augen sehen kann.

Woher nehmen Sie Ihre Ideen?
Ideen ergeben sich aus dem Alltag, als Liedern oder Träumen. Nicht immer lässt sich alles für einen Roman oder eine Geschichte verwenden. Manchmal ist es auch einfach nur wichtig für mich, meine Gedanken niederzuschreiben, um sie besser verarbeiten zu können.

Haben Sie Vorbilder?
Inspiriert zu meiner Krimireihe hat mich die „In Death“-Reihe von J.D. Robb. Ansonsten gibt es keine richtigen Vorbilder. Meist sind es einzelne Bücher wie „Das Geisterhaus“, „Witwe für ein Jahr“ oder „Rebecca“, die mich beeindrucken.

Kennen Sie Schreibblockaden? Was tun Sie dagegen?
Hin und wieder macht sich bei mir eine Schreibblockade bemerkbar. Manchmal hilft es, die letzten Absätze noch einmal durchzugehen oder einfach einen Satz zu beginnen, selbst wenn er sich bei der Fertigstellung ziert nicht und nicht zu einem Ende kommen möchte. Sollte auch das nicht funktionieren, dann ist es für mich besser, den Text ruhen zu lassen, weil mir mein Gehirn dann meist sagen möchte, dass es an einer Idee zur Verbesserung der Geschichte beschäftigt ist.

Wie sind Sie auf den Titel gekommen?
Bei der Krimireihe wollte ich als ersten Teil des Titels einen Begriff, der die Zusammengehörigkeit der Bücher signalisiert und das Mystische und die Polizeiarbeit miteinander verbindet. Die Untertitel kamen mir direkt beim Schreiben in den Sinn.
Der Titel des Pixie-Buches ergab sich durch einen Zufall. Ich hatte eigentlich einen anderen Titel im Sinn, bekam den Autorenverlag zu dem Werk allerdings vom Verlag mit dem Vermerk „In Arbeit“ um auszudrücken, dass es sich bei meinem Vorschlag noch um einen Arbeitstitel handelt. Das Wortspiel hat mir so gut gefallen, dass es bei dem Titel geblieben ist.

Haben Sie das Cover selbst gestaltet?
Ja, die Fotos habe ich selbst in meiner Umgebung geschossen. Bei der Krimireihe „Mystic Wings“ stammt das ganze Design samt Logo von mir selbst. Beim Pixie-Buch für Erwachsene „In Arbeit“ habe ich das Coverfoto zur Verfügung gestellt.
Kamen Sie über einen Verlag, Selbstverlag, Book on demand, etc. zu der ersten Ausgabe?
Meine vierteilige Krimireihe „Mystic Wings“ habe ich in einem Selbstverlag veröffentlicht. Deshalb bin ich allein für die Vermarktung zuständig, was zugegebener Maßen nicht sehr einfach ist. Das Pixie-Buch für Erwachsene „In Arbeit“ erschien bei einem richtigen, kleinen Verlag. Doch auch hier ist es wichtig, sich als Autor in die Vermarktung aktiv einzubinden.

Wie geht es weiter?
Möglicherweise erscheint dieses Jahr noch ein Pixie-Buch von mir mit Kurzkrimis. Ich habe auch bereits eine Kurzgeschichtensammlung und einen Roman mit historischem Hintergrund fertiggestellt. Für diese Manuskripte suche ich momentan nach einem Verlag. Außerdem arbeite ich im Augenblick an einem Roman über eine starke, unabhängige Frau, die sich mit den Geheimnissen ihrer Vergangenheit auseinandersetzen muss.

Was können Sie anderen, jungen Autoren als Tipp an die Hand geben?
Das Wichtigste ist sich vor und während des Schreibens eines Buches Hilfe zu suchen. Egal ob bei Schreibratgebern, die es einem ermöglichen, das Beste aus einer Geschichte herauszuholen und unnötige Fehler im Aufbau zu vermeiden, oder bei anderen Autoren, um sich auszutauschen oder wechselseitig zu korrigieren. Denn auch beim Überarbeiten von fremden Texten lernt man als Autor unglaublich viel über seine eigenen Texte.

Betreiben Sie eine eigene Webseite?
Ja, meine Homepageadresse lautet http://www.betty-kay.at/. Dort sind nähere Informationen zu meiner Person und zu meinen Büchern sowie Leseproben meiner veröffentlichten und in Arbeit befindlichen Werke zu finden.

Kurz zu mir:
Geboren 1979 wuchs ich in einem kleinen Ort aus dem Bezirk Hollabrunn in Niederösterreich auf und lebe hier mit ihrem Mann und meinen demnächst zwei Kindern noch immer. Verbrechen lernte ich von der anderen Seite des Gesetzes bei der Arbeit in einem Rechtsanwaltsbüro kennen. Für meine Veröffentlichungen wählte ich das Pseudonym Betty Kay. Derzeit arbeitete ich an diversen neuen Projekten. Fasziniert von den dunklen Flecken auf der menschlichen Seele beschäftigen sich meine Texte mit der Psyche der Hauptpersonen meiner Geschichten.

Buchdaten:
Betty Kay / Mystic Wings – Ein mörderisches Geschenk
Betty Kay / Mystic Wings – Blutiges Lösegeld
Betty Kay / Mystic Wings – Tödliche Besessenheit
Betty Kay / Mystic Wings – Schmutzige Geschäfte
Betty Kay / In Arbeit – Kurzgeschichten

Kontakt:
Bettina Kiraly alias Betty Kay
Birkenallee 11, A-3704 Großwetzdorf
Homepage: www.betty-kay.at

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