BIBB: Ausbildungsordnungen und wie sie entstehen

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Rezension von: AndreasRuedig | Rezensionsdatum:

– Bundesinstitut für Berufsbildung (Herausgeber): Ausbildungsordnungen und wie sie entstehen; Bonn 2011; 40 Seiten; ISBN: 978-3-88555-912-2

In Deutschland gibt es rund 300 staatlich anerkannte Ausbildungsberufe. Die Berufsausbildung im dualen System wird durch Gesetze und Verordnungen, die von der Bundesregierung erlassen werden, geregelt. Die Ausbildungsordnungen sind die Vorschriften, die die Ziele, Inhalte und Prüfungsanforderungen der Ausbildung in den Betrieben vor Ort beschreiben.

Zusammen mit den Sachverständigen aus der Berufspraxis, die von den Arbeitgebern und Gewerkschaften benannt worden sind, bereitet das Bundesinstitut für Berufsbildung diese Ausbildungsordnungen vor.

Die vorliegende Publikation soll über das Verfahren informieren, wie die Ausbildungsordnungen entwickelt werden. Gleichzeitig soll sie Hilfen benennen, wie diese Ausbildungsordnungen in die tägliche Praxis umgesetzt werden können.

Über den Herausgeber

Wie schon an anderer Stelle berichtet gibt es das Bundesinstitut für Berufsbildung seit dem Jahre 1970.
Das BIBB ist in der Bundesstadt Bonn angesiedelt. Es ist nach eigenen Worten „eine national und international anerkannte Einrichtung zur Erforschung und Weiterentwicklung der beruflichen Aus- und Weiterbildung.“ Rein formal ist das BIBB als „Anstalt des öffentlichen Rechts“ organisiert und wird aus dem Bundeshaushalt finanziert. Es ist dem Bundesministerium für Bildung und Forschung unterstellt.

Die Besprechung

Das vorliegende Werk bietet auf sachliche und neutrale Art und Weise Sachinformationen. Es wendet sich an eine Fachöffentlichkeit, die sich für ein solches Thema interessiert. Die faktenorientierte Darstellung wirkt auf den ersten Blick eher trocken. Es gibt kein illustrierende Beispiel. Es wird also nicht an einem konkreten Beruf geschildert, wie eine Ausbildungsordnung in der Praxis vorkommt. Fotos fehlen daher gleichermaßen. Hier kommen gerade einmal ein paar Schaubilder zwecks Illustrierung zum Einsatz.

Was die inhaltliche Seite anbelangt, mag diese Vorgehensweise durchaus angebracht erscheinen. Es schränkt die Lesbarkeit aber durchaus ein. Die Frage, wer zu der Zielgruppe einer solchen Veröffentlichung gehört, taucht hier nämlich ganz schnell auf. Fachleute, die jeden Tag mit Ausbildungsthemen beschäftigt sind, werden schon wissen, wie eine Ausbildungsordnung ins Leben gerufen wird.

Sollten nicht eher Durchschnittsbürger, die interessiert sind, aber nicht jeden Tag damit zu tun haben, zur Zielgruppe einer solchen Informationsschrift gehören? Sollten nicht gerade sie aufgezeigt bekommen, wie staatliche Verwaltung im beruflichen Bildungswesen funktioniert? Sollte nicht eher Herr Otto Normalverbraucher erfahren, wofür seine Steuergelder verwendet werden? Behörden stecken natürlich in einer Zwickmühle. Ihre Veröffentlichungen sollen (gesetzes-)sprachlich richtig und dennoch inhaltlich und sprachlich anschaulich sein. Oft ist dies ein schwieriges Unterfangen. Da aber das Berufsleben sehr viele Menschen betrifft und angeht, wäre es bei einer Publikation wie dieser schon möglich und sinnvoller, sie anschaulicher zu gestalten, ohne daß es zu Qualitätsverlusten gekommen wäre.

Das Fazit

Diese Publikation schildert, wie das Gesetzgebungsverfahren im Berufsbildungsbereich vorbereitet wird. Ein wenig mehr Anschaulichkeit wäre schon schön gewesen.

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