Birgit Schulte: Milly Steger

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Milly Steger 1881-1948

Birgit Schulte (Vorwort). Karl Ernst Osthaus-Museum 1998, Taschenbuch, 184 Seiten,

Rezension von: AndreasRuedig | Rezensionsdatum:

: Die Grenzen des Frauseins aufheben Die Bildhauerin Milly Steger 1881 – 1948

Das hier vorgestellte Buch ist im , Hagen, erschienen und zwar im Jahre 1998; es umfaßt 179 Seiten.

Die Einführung

Milly Steger ist eine heute weitestgehend vergessene und damit unbekannte Künstlerin, obwohl sie anfangs des 20. Jahrhunderts – zusammen mit Wilhelm Lehmbruck und Ernst Barlach – zu den bedeutendsten Bildhauern jener Zeit gerechnet wurde.

Ein Wort zur Künstlerin

Auf die Welt gekommen ist Milly Steger am 15. Juni 1881 im rheinischen Rheinberg, aufgewachsen aber in Elberfeld, das heute zu Wuppertal gehört. Ihre künstlerische Ausbildung startet nach dem Schulabschluß. 1911 – 1917 lebt und arbeitet sie in Hagen, ab 1917 dann in Berlin. Ihre produktivste Zeit sind wohl die `20er Jahre; in der Zeit der nationalsozialistischen Diktatur waren ihre Arbeitsmöglichkeiten eingeschränkt, obwohl sie nie ganz aus dem öffentlichen Leben verschwunden ist. Gestorben ist Milly Steger am 31. Oktober 1948 in Berlin.

Die Biographie ist hier nur verkürzt wiedergegeben; im Buch ist sie dafür ausführlich enthalten.

Das Buch ist inhaltlich zweigeteilt. Autoren wie Friedrich Karl Schwebel, Birgit Schulte, Erich Raufft und Goran Jain bieten eine kunstwissenschaftliche und kunsthistorische verbale Heranführung an die Künstlerin. Die Texte setzen zwar ein vertieftes Interesse an Kunst und Steger voraus. Läßt man sich aber darauf ein, wird man durchaus leicht verständliche Informationen dargeboten bekommen.

In einem zweiten Teil bekommt der Leser dann die Kunstwerke (ein Teil davon wurde leider im 2. Weltkrieg zerstört) gezeigt, Zeichnungen wie Bildhauerwerke gleichermaßen. Titel und andere Daten gibt es jeweils am Bild. Die Bilder sind leider alle in schwarzweiß gehalten. Gerade die Bildhauerwerke hätten in Farbe wohl hübscher ausgesehen, oder?

Neben dem Literaturverzeichnis gibt es am Ende eine Ausstellungsübersicht der Künstlerin.

Das Buch konzentriert sich auf den künstlerischen Werdegang Stegers. Er wird hier sehr dezidiert vorgestellt. Das Privatleben wird leider ausgeklammert. Leider? Ja, irgendwie schon. Die häuslichen Verhältnisse fehlen genauso wie das Liebesleben. Selbst Fotos aus dem Atelier kommen nicht vor. Eine Annäherung an die Persönlichkeit, nein, besser, an den Menschen Milly Steger ist so nicht möglich. Dieser Teil wäre auch wichtig und interessant gewesen, um die Lebensverhältnisse Stegers einzuschätzen.

Man kann Birgit Schulte nur dankbar sein, dass sie sich so viel Mühe gemacht hat und die vielen Informationen über die erfolgreiche Künstlerin zusammengetragen hat. So bleibt sie wenigstens in bibliophiler Form der Nachwelt erhalten.

Das Fazit

Wer sich für Kunst sowie Künstler und deren Werdegang interessiert, hält hier auf jeden Fall ein interessantes und nützliches Buch in den Händen.

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