Björk – Debut

Autorenwertung
  • Sound
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  • Hörspaß
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  • Songtexte
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  • Lyrics
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  • Booklet
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  • Gesamt
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Rezension von: Zaiman | Rezensionsdatum:

  – Debut

Tracklist

  1. Human Behaviour
  2. Crying
  3. Venus As A Boy
  4. There’s More Life Than This
  5. Like Someone In Love
  6. Bit Time Sensuality
  7. One Day
  8. Aeroplane
  9. Come To Me
  10. Violently Happy
  11. The Anchor Song
  12. Play Dead

Björk, die Solokünstlerin

1993: Wer damals dachte, dass es sich bei Debut um Björks erstes Soloalbum handelte, wird vielleicht erstaunt sein, dass sie ihr erstes  bereits schon 1977,  im zarten Alter von 11 Jahren, in ihrer Heimat Island aufnahm – und damit zum gefeierten Kinderstar avancierte. Danach folgten einige Gehversuche in diversen Punkbands wie Tappi Tikasrass und KUKL. Erste internationale Berühmtheit erlangte Sie als Sangeslolita in der Indie-Popband The Sugarcubes, nach deren Auflösung 1992 sie sich voll und ganz auf ihre Solokarriere konzentrierte. Neben ihrer außergewöhnlichen Stimme fasziniert Björk mit innovativen Klängen und Videoästhetik. Neben der musikalischen Karriere hat sie sich auch als Schauspielerin einen Namen gemacht, im Jahr 2000 erschien unter der Regie von Lars Von Trier das Drama Dancer In The Dark, in dem Björk die Hauptrolle spielte und ihre Filmmusik prompt für den Oscar nominiert wurde.

Das Album

Das Cover des Albums besticht durch  schlichtes Schwarz-Weiß, eines schönes Porträt ihrer kindlichen Verträumtheit, das die melancholische Grundstimmung des Albums perfekt widerspiegelt. Statt des üblichen roten Fadens wird man bei Debut musikalisch überrascht und bekommt 12 ganz eigenständige Popperlen geschenkt, die in den unterschiedlichsten Farben glitzern.

Debut ist  ein Sammelsurium guter Ideen, Björk gelingt es auf eine ganz unschuldige Art und Weise, unterschiedliche Stile, die auf den ersten Blick nicht zueinander passen wollen, zu etwas Wunderbarem, völlig Neuem zu machen. Die Stücke „Human Behaviour“, „Crying“ und „One Day“ werden wohl am besten mit dem Begriff Avantgarde Pop beschrieben, es finden sich aber auch Jazzanleihen wie in „Aeroplane“, und dem in der Singleversion als clubtauglicher Elektro-Hammer bekannten „Bit Time Sensuality“, welches hier im langsameren Jazz-Outfit vorzufinden ist. Besonders eindringlich sind die langsamen Stücke des Album, „Venus As A Boy“ und „Come To Me“ entführen den Hörer in eine Welt voller Melancholie und Verletzbarkeit. Diese Stücke stehen im krassen Kontrast zu dem als Tanzflächenfeger konzipierten „Violently Happy“, in dem Hysterie und Wahnsinn vorherrschen. Die beiden Lieder „Like Someone In Love“ und „The Anchor Song“ sind rein akustisch gehalten und dadurch sehr intim. Das Album verabschiedet sich mit einem der schönsten symphonischen Stücke, die ich je gehört habe, „Play Dead“, übrigens ein Stück, das Björk für den den Film „The Young Americans“ beisteuerte. Die Streicherarrangements und vor allem Björks fragile Stimme sind von so einer Intensität, dass es einem fast schon das Herz zerreisst.

Fazit

Mit Debut ist Björk ein starker Einstand gelungen,  es ist als würde man sie auf einer Art Weltreise der Klänge begleiten, so unterschiedlich sind die einzelnen Stücke, und das ist was das Album auch so interessant macht, diese Vielfältigkeit. Schon mit Debut war klar, dass Björk für innovative und anspruchsvolle Popmusik stehen wird. Für mich ist Debut immer noch mein Lieblingsalbum von ihr, weil es eben noch so wunderbar unschuldig klingt. Auf späteren Album wurde sie immer selbstbewusster aber auch routinierter, eben jemand, der genau weiß, was er will, damit büßte sie dann wohl auch einen Teil ihrer „naiven“ Entdeckungsneugier ein. Für mich bleibt die Björk aus den Anfangstagen immer noch die Beste.

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