Björk – Homogenic

Autorenwertung
  • Sound
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  • Hörspaß
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  • Songtexte
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  • Melodie
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  • Cover
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  • Gesamt
    4.5 Sterne4.5 Sterne4.5 Sterne4.5 Sterne4.5 Sterne
Rezension von: Zaiman | Rezensionsdatum:

– Homogenic

  1. Hunter
  2. Joga
  3. Unravel
  4. Bachelorette
  5. All Neon Like
  6. 5 Years
  7. Immature
  8. Alarm Call
  9. Pluto
  10. All Is Full Of Love

Homogenic, das Album

Björks drittes Werk aus dem Jahre 1997 zeigt eine sehr erwachsene Björk. Die verspielt-kindlichen Songs der Vorgänger sucht man hier vergebens, Homogenic ist sehr viel introvertierter und persönlicher geraten. Der Titel des Albums ist übrigens eine Eigenschöpfung Björks, denn auch in englischen Wörterbüchern ist der Begriff Homogenic nicht zu finden, das Wort kann dabei als Ableitung von homogenous verstanden werden, das gleichartig bedeutet. Der Begriff ist gut gewählt, liegt doch der Schwerpunkt des Albums auf den drei Elementen Streicher, Stimme und elektronischen Beats, somit wirkt Homogenic zu keiner Zeit überladen, sondern es verbindet diese drei Grundelemente in perfekt dosierten Mengen.

Homogenic ist Björks isländischtes Album, was vor allem den wunderbaren Streicherarrangements geschuldet ist, die von einem isländischen Ensemble eingespielt wurden, somit klingt Homogenic auch sehr „nordisch“, hell  und transparent. Nur ab und zu sind recht exotisch-anmutende Sounds wie bei dem tollen Opener „Hunter“, dessen Melodie ein wenig an das spanische Bolero erinnert, was wohl dadurch zu erklären ist, das Teile des Albums unter Mitwirkung des Jazz-Musikers Eumir Deodato entstanden sind.

„Joga“ ist bis heute vielleicht Björks eindringlichster Song, der von ihrem fragilen Gesang und in dem Vergleich dazu harten Beats geprägt ist. Überhaupt finden sich auf dem Album sehr viele ruhige Stücke, neben „Joga“ auch Titel wie „Unravel“, „All Neon Like“, „Immature“ und „All Is Full Of Love“, das im Übrigen sehr sphärisch rüberkommt.

Da Björk aber mehr Facetten besitzt, als diese ruhigen Stücke hätten transportieren können, finden sich auf Homogenic auch richtig expressive Lieder, die von harten Bassbeats untermalt sind, darunter das geniale „5 Years“, das recht gemächlich beginnt und sich nach und nach in einen kraftvollen Powertrack verwandelt.

„Alarm Call“ erinnert mit seinem tollen Beat fast schon an eine Art Trip-Hop-House, mit vielen Soundsamples und einer sehr selbstbewussten Björk, bevor es mit „Pluto“ zu einem regelrechten Vulkanausbruch kommt.

Auch das Cover ist einfach schön anzusehen, Björk als Cyber-Age Geisha, recht exotisch, aber stilvoll. In der Digi-Pack-Edition lag das Cover auch in Posterform bei.

Fazit

Homogenic ist im Vergleich zu den Vorgängern ein sehr erwachsenes Album, Björk wirkt reifer aber auch introvertierter als zuvor. Das Album bietet überdurchschnittlich viele ruhige Stücke, wobei auch die impulsive Seite der Künstlerin nicht zu kurz kommt, so schlagen Titel wie „5 Years“, „Alarm Call“ und vor allem „Pluto“ eine härtere Gangart ein. Für alle Freunde anspruchsvoller Pop-Musik sehr zu empfehlen.

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