Blitze

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Blitze

Hinrich Schmidt-Henkel (Übersetzer). Berlin Verlag 2012, Gebundene Ausgabe, 160 Seiten, € 4,90

Rezension von: B.Agada | Rezensionsdatum:

Blitze – Roman von

In diesem Buch wird das Leben des genialen Erfinders Nikola Tesla, im Roman Gregor genannt, nachgezeichnet.
Nikola Tesla wurde 1856 im heutigen Kroatien, im Dorf Smiljan, als viertes von fünf Kindern serbischer Eltern, geboren und starb 1943 in New York. Bekannt wurde Nikola Tesla als Physiker, Elektroingenieur und Erfinder zahlreicher technischer und elektrischer Geräte, sowie des Wechselstroms.

Inhalt:
Bei seiner Geburt tobte ein schweres Unwetter mit grellen Blitzen und ohrenbetäubenden Donnern. Nicht nur, dass Gregor sehr schnell wuchs und fast zwei Meter groß wurde, auch lernte er so schnell in der Schule, dass er jede zweite Klasse übersprang. Schon als junger Mann experimentierte Gregor mit seinen Kenntnissen in Physik, Chemie und Mechanik und erfand Apparate aller Art.

Der größte Konkurrent von Thomas Alva Edison
Als ihm Europa zu klein wurde, ging er nach Amerika und wurde dort zum größten Konkurrenten von Thomas Alva Edison, dem Erfinder des Gleichstroms. Einige Zeit fand Gregor Arbeit bei Edison, der damals schon reich war, doch dieser nutzte ihn und seine Ideen aus. Eines Tages bot Edison Gregor fünfzigtausend Dollar an, wenn er den „Wirkungsgrad des Dynamos“ verbessern könnte. Als Gregor die Lösung gefunden hatte und nun sein Geld forderte, verhöhnte ihn Edison nur und zahlte nicht, was er als „amerikanischen Humor“ abtat. Gregor überlegte nicht lange und ging seiner Wege. Von da an waren die beiden nur noch Konkurrenten.

Erfolg zieht Neider an
Bald fand Gregor Unterstützung durch den Unternehmer George Westinghouse, dem die Firma Western Union Telegraph Company gehörte, und entwickelte seine Erfindung, den Wechselstrom zur Perfektion, so dass sich dieser schnell verbreitete. So ein Erfolg löst Neid aus und Edison und später der Sekretär seines befreundeten Ehepaars Axelrod versuchten Gregor zu diskreditieren und sabotierten seine Arbeit. Gregor aber ließ sich nicht beeinflussen und präsentierte jede seiner Erfindungen vor einem immer größer werdenden Publikum, das nicht mehr nur aus Wissenschaftlern bestand, mit einer Show, in der seine Kleidung blitzte, und großem Auftritt, den vor allem Journalisten mit Begeisterung aufnahmen und weiter verbreiteten.

Gefährliche Experimente mit Strom
Gregor wurde in die New Yorker „feine Gesellschaft“ aufgenommen und seine Erfindungen wurden gut belohnt, so dass er sich ein Labor einrichtete und seine eigene Firma gründete. Gregor experimentierte immer weiter, gefährlicher und riskanter, bis er eines Tages in New York ein blitzendes Unglück herausforderte. Danach sank sein Stern, und seine Freunde, er hatte aber nicht viele, wandten sich von ihm ab. Negative Schlagzeilen folgten. Einzig im Ehepaar Axelrod fand er weiterhin Unterstützung und Hilfe, besonders von Frau Ethel Axelrod.

Seiner Zeit voraus
Die Welt veränderte sich, es kamen die Kriege und Gregor erfand auch hier technisches Gerät, darunter eine Turbine und ein Torpedo. Doch die „Kriegsminister“ hörten ihm nicht richtig zu, denn sie verstanden ihn nicht.
Oft war er der Zeit voraus mit seinen Entdeckungen, oft meldete er seine Patente zu oberflächlich und ungenau an, so dass andere Erfinder davon profitierten und seine Entdeckungen für sich nutzten und ihm zuvorkamen mit ihrer Veröffentlichung.

Einsam in New York
Als sich seine Mittel neigten und die Konkurrenz stärker wurde, hatte Gregor zwar noch Ideen, aber keine Geldgeber mehr. Er zog sich immer mehr von der Gesellschaft zurück und am Ende kümmerte er sich nur noch um die Tauben im Stadtpark. Er nahm kranke Tiere mit in sein Hotelzimmer und pflegte so viele, bis er sich ein anderes Hotel suchen musste, weil sich andere Hotelgäste über den Gestank beschwerten. Vereinsamt und nur noch von den Tauben umgeben, starb Gregor, der Erfinder Tesla, verarmt 1943 in New York.

Autor:
Der französische Schriftsteller Jean Echenoz beschreibt den genialen und exzentrischen Menschen und Erfinder Nikola Tesla von seiner Geburt unter „Blitz und Donner“ in einem kleinen Dorf an der kroatisch-serbischen Grenze bis zu seinem Lebensende in New York mit einer, jener Zeit angepassten Sprache und Stil. Jedoch vergleicht er die Erfindungen auch mit der heutigen Zeit und benutzt hierfür auch die richtigen Worte. Auch ein Nichtfachmann wird von diesem Buch begeistert sein und das Auf und Ab Gregors auf 160 Seiten, die in Präsenz geschrieben wurden, nachvollziehen können.
Davor schrieb Echenoz über den Künstler Ravel und den Sportler Emil Zatopek. 1999 wurde er mit dem Prix Goncourt ausgezeichnet.

Fazit:
Ein gelungenes Buch, das uns in die Zeit der Jahrhundertwende zum 20. Jahrhundert mitnimmt und in die Gesellschaft der frühen Industrieerfindungen mit Wechselstrom einführt und gleichzeitig die vielen Erfindungen Nikola Teslas beschreibt, die wir heute noch als täglich nutzen, ohne über seinen genialen Entdecker nachzudenken.

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