Blutiges Gold

Autorenwertung
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  • Gesamt
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Blutiges Gold

Gisela Hack-Molitor (Übersetzer). Weltbild 2008, Taschenbuch, 480 Seiten, € 0,47

Rezension von: Kokoro | Rezensionsdatum:

Blutiges Gold von

Risa Sheridan ist Spezialistin zur Bewertung antiken Goldes und arbeitet als Kuratorin für Goldausstellungen für den gutaussehenden Spielbank-Eigentümer und Millionär Shane Tannahill in Las Vegas. Risa hat sich aus schwierigen Verhältnissen als Waise mit viel Kraft und Intelligenz hochgearbeitet und legt viel Wert darauf, daß nur einwandfreie, d.h. nicht gestohlene, Goldware in den Ausstellungen verwendet wird.

Von Shane weiß sie, daß dieser auch historisch „bedenkliche“ Ware aufkauft, kennt jedoch nicht den Grund. Eines Tages wird sie von ihrer Jugendfreundin Cherelle besucht, mit der sie früher wie eine Schwester alles gemeinsam gemacht hat. Cherelle hat bei ihrer Arbeit als „Channel“ (eine Art Medium) bei einem alten Mann viel altes Gold gefunden und gemeinsam mit ihrem derzeitigen Liebhaber Tim gestohlen. Sie wollen es bei einem Pfandleiher verkaufen, kennen jedoch nicht den richtigen Wert der über 20 Goldstücke.

Bei ihrem Besuch bei Risa sieht sie auf einer Ausstellungsankündigung für Keltengold für Shanes Casino ähnliche Stücke und erfährt, daß diese über 100.000 Dollar pro Stück wert sein können. Von diesem Kuchen möchte Cherelle ein Stück abbekommen. Als sie sich jedoch nach dem Gespräch mit Risa wieder mit Tim trifft, muß sie erfahren, daß dieser mit seinem ebenfalls vorbestraften und sehr gewalttätigen Kumpel Socks bereits einige Stücke für wenige Hundert Dollar an einen Pfandleiher, der es mit der Herkunft solcher Stücke nicht so genau nimmt, verkauft hat und ist sehr sauer.

Als die beiden zurück zum Pfandleiher gehen, um die Stücke zurückzukaufen, eskaliert die Situation und sowohl Cherell als auch Risa werden in ein blutiges Rennen um das Keltengold verwickelt. Kompliziert wird die Situation dadurch, daß andere Casinobesitzer Shane seinen Erfolg neiden und nach einem Weg suchen, ihn so ihn Mißkredit zu bringen, daß er verhaftet wird und nicht mehr sein Casino betreiben kann.

Da kommt die Möglichkeit, ihn wegen Kauf von Hehlerware anzuzeigen, genau richtig. Dadurch werden noch mehr Personen in die Suche verwickelt, denn Cherelle flieht vor Socks, der inzwischen einen Mord auf dem Gewissen hat, und versucht parallel das Gold an den Meistbietenden zu verkaufen auch wenn sie damit ihre Freundin Risa weiter in Gefahr bringt.

Shane und Risa, zwischen denen es erotisch knistert, versuchen gemeinsam mit der Recherchefirma „Rarities Unlimited“ das Gold und Cherelle noch vor den anderen zu finden und gleichzeitig Risa zu schützen. Dabei stellen sie fest, daß sie mehr gemeinsam haben als sie eigentlich dachten – und dies hat mit der Geschichte des Keltengoldes zu tun…

Fazit

Ein Buch, das sich trotz seiner fast 500 Seiten sehr schnell liest, aber leider in vielen Punkten oberflächlich und wenig realitätsbezogen bleibt. Interessant ist dabei die mittlerweile von vielen Autoren (z.B. J. Deaver, I. Johansen usw.) verwendete Vorgehensweise, Figuren aus anderen Romanen wiederzuwenden; hier ist es die FBI-Agentin April Joy, die auch in anderen Romanen einen gewisses „Geheimagentenflair“ einbringt.

Damit ist weniger die Story an sich gemeint, die durchaus interessant ist und natürlich der Phantasie des Autors überlassen bleibt, als vielmehr die wenig logisch aufgebauten Schritte dazwischen. So ist das Kunden-Auftragnehmer-Verhältnis zwischen Shane und Rarities Unlimited sehr unglaubwürdig – die Dialoge sind mal so aufgebaut, daß die Vertragspartner sich kennen, mal so, daß es eine größere Distanz gibt.

Auch die Dialoge beispielsweise zwischen April Joy und Shane ähneln manchmal ein wenig im Stil an Kindersprache, so wie solche es sich vorstellen, wie ein Agent redet. Sicherlich insgesamt ein für den Strand oder ähnliche Situationen leicht lesenswertes Buch, jedoch ohne großen Tiefgang. Insgesamt das bislang schlechteste Buch von Lowell, die normalerweise viel viel besser ist.

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