Britta Waldschmidt-Nelson: Christian Science im Lande Luthers

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Rezension von: AndreasRuedig | Rezensionsdatum:

Britta Waldschmidt-Nelson: Christian Science im Lande Luthers Eine amerikanische Religionsgemeinschaft in Deutschland 1894 – 2009;

Das Buch ist im Jahre 2009 im aus der baden-württembergischen Landeshauptstadt Stuttgart erschienen; es ist 296 Seiten dick.

Die Inhaltsangabe

Die Lehre von der Christlichen Wissenschaft wurde 1875 von der US-Amerikanerin Mary Baker Eddy ins Leben gerufen. Diese Glaubensrichtung geht davon aus, dass alle Krankheit und alles Böse in der Welt „nur eine Illusion ist, die durch die Erkenntnis der wahren Natur Gottes und seiner Schöpfung vollkommen überwunden werden kann“. So formuliert es zumindest die Inhaltsangabe auf dem hinteren Buchdeckel. Zumindest in der Anfangszeit waren die Christlichen Wissenschaftler sehr erfolgreich.

Das vorliegende Buch ist Band 37 der „Transatlantischen Historischen Studien“, die vom Deutschen Historischen Institut Washington DC herausgegeben werden.

Über die Autorin

Biographische Daten über die Autorin sind in dem Buch nicht enthalten. Dem Vorwort ist lediglich zu entnehmen, wie sie zu dem vorliegenden Thema gefunden hat.

Die inhaltliche Besprechung

Inhaltlich ist das Buch zweigeteilt.

Zu Beginn führt das Buch in die Entstehungsgeschichte und theologische Ausrichtung der Christlichen Wissenschaftler ein. Der weitaus größere und überwiegende Teil beschreibt aber die Geschichte der Kirche bei uns in Deutschland.

Die reichlich vorhandenen Fußnoten auf jeder Seite belegen, daß das Buch gut recherchiert ist. Die Ausführungen sind leicht verständlich geschrieben, so daß ihnen auch ein wissenschaftlicher Laie gut folgen kann.

Das Buch beschreibt nicht so sehr das Gemeindeleben vor Ort. Es geht stattdessen um die Entwicklung der Kirche in Deutschland und ihr Verständnis zum Staat im Laufe der Zeit; die Ereignisse werden daher in chronologischer Reihenfolge erzählt. Einige Fotos ergänzen den Text.

Sowohl in der weltlichen wie auch der kirchlichen Öffentlichkeit sind die Christlichen Wissenschaftler ein exotisches Orchideenthema, das dort kaum bekannt ist. Von daher kann man schon froh und dankbar sein, dass sich jemand so viel Mühe (z. B. in Form von Interviews und Literaturrecherche) damit gemacht hat.

Ist das Buch oberflächlich? Natürlich hätte man sie die Biographien prominenter Christlicher Wissenschaftler wünschen können. Natürlich hätte man genauere Angaben zu einzelnen Gemeinden wünschen können. Das Buch ist aber auch in der vorliegenden Form eine umfangreiche und ausreichende Beschäftigung mit der Kirche.

Das Fazit

Die Christlichen Wissenschaftler sind – zumindest bei uns in Deutschland – nach dem Zweiten Weltkrieg zu einem exotischen Randthema geworden. Man muß sich also schon sehr für religiöse und kirchliche Themen interessieren, um zu einem solchen Buch zu greifen. Dann wird man aber ein informatives Werk in den Händen halten, das viel Freude macht.

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