Celeste bedeutet himmelblau

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Rezension von: Kokoro | Rezensionsdatum:

Celeste bedeutet himmelblau von

Inhalt:

Frank Liebknecht ist ein junger Kommissar, der sich auf eigenen Wunsch aus Darmstadt auf das flache hessische Land hat versetzen lassen und nun von der bald in Pension gehenden Brunhilde Schreiner auf die neue Stelle eingearbeitet wird. Liebknecht ist ein Antiheld; er ist schmächtig, sieht nicht besonders gut aus, schielt ein wenig und hat es als Städter und Neuling auf dem Dorf ohnehin schwer. Zusätzlich zieht er den Zorn der Wichtigen des Dorfes auf sich, als er den Todesfall eines einsiedlerischen Bauern nicht auf sich beruhen lassen will und auf Mord recherchiert.

In einem zweiten Handlungsstrang trifft der Rot-Kreuz-Sanitäter Dieter Strobel auf ein junges, verzweifeltes, aber sehr hübsches Mädchen mit strahlend blauen Augen, das zudem offenbar traumatisiert ist und auch nicht spricht. Wider besseres Wissen nimmt er sie mit zu sich nach Hause, fühlt sich auch durchaus von ihr angezogen, will ihr aber letztendlich nur im Sinne von Nächstenliebe wirklich helfen.

Nur der Leser dringt in die Gedankenwelt dieser jungen Frau, die immer nur „das Mädchen“ genannt wird, ein, fühlt ihre Verzweiflung, kann aber zunächst auch nicht die nötige Verknüpfung zwischen den beiden Handlungssträngen finden.

Frank Liebknecht entdeckt bei seinen mehr oder weniger verdeckten Ermittlungen einen Zusammenhang zwischen einer Sekte in Paderborn und erhält Unterstützung des international durchaus bekannten Künstlers Karl Hofmeister, der ihm hilft, seine Gedanken zu sortieren und ihn teilweise auch begleitet.

Am Ende treffen nicht nur die beiden Handlungsstränge, sondern auch die beiden Hauptfiguren aufeinander und der Roman erfährt ein sehr nachdenkenswertes, gut gelöstes Ende. Es ist nicht „Ende gut, alles gut“, aber eines, das Hoffnung läßt – in jeder Hinsicht, ohne die Realität zu vernachlässigen.

Fazit:

Der Roman ist das Erstlingswerk der deutschen Autorin Brigitte Pons. Er ist sehr realistisch geschrieben, und die Hauptfigur Liebknecht unterstützt diesen Eindruck, da er eben nicht der Superkommissar ist, der alles kann und macht. Im Gegenteil, er kämpft gegen die gleichen Mauern, Probleme und sogar den inneren Schweinehund wie vermutlich jeder andere deutsche Beamte auch.

Der Schreibstil ist sehr flüssig, der Roman liest sich dadurch sehr gut und schnell.

Das Cover, ein himmelblauer Schmetterling, der mit einem Nagel an einer Holzwand aufgespießt ist, erweist sich nach der Lektüre als sehr gut und einfühlsam gewählt, allerdings ist er für Leser, die ihre Kaufentscheidung für einen Krimi aufgrund der Optik wählen, vielleicht nicht so gut geeignet. Dafür braucht das wirklich sehr gut geschriebene Buch dann leider einen anderen Anreiz, um gekauft zu werden (bspw. durch Empfehlung eines Buchhändlers oder Freundes).

Das Buch ist absolut lesens- und kaufenswert!!!

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