Charité – Staffel 2

Autorenwertung
  • Spannung
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  • Action
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  • Humor
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  • Erotik
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  • Anspruch
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  • Gesamt
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Rezension von: michaelkrause2 | Rezensionsdatum:

NOCH SPANNNENDER ALS STAFFEL 1!

Inhalt:

Ferdinand Sauerbruch ist in seiner Zeit an der einer der größten Mediziner seiner Epoche. Das macht ihn natürlich zu einem Aushängeschild für die Nationalsozialisten. Trotzdem bleibt er immer wieder skeptisch und sieht in erster Linie den Patienten als Mensch. Argwöhnisch gegenüber dem Regime wird desgleichen Anni Waldhausen. Die Medizinanwärterin bringt eine Tochter zur Welt, die ihren Mann Artur vor eine schwere Entscheidung stellt. Auch Annis Bruder Otto hat es nicht leicht. Er entwickelte Gefühle für den Pfleger Martin, der bereits als Verführer bei der Polizei registriert ist. 

Darsteller:

ist Ferdinand Sauerbruch

Mala Emden ist Anni Waldhausen

Jannik Schürmann ist Otto Marquadt

Luise Wolfram ist Margot Sauerbruch 

Artjom Gilz ist Artur Waldhausen

Jacob Matschanz ist Martin Schelling

Frida-Lovisa Hamann ist Schwester Christel

Susanne Böwe ist Schwester Käthe

Lukas Miko ist Max de Crinis

Hans Löw ist Professor Adolphe Jung

Episodenübersicht:

01 – Heimatschuss

02 – Schwere Geburt

03 – Letzte Hoffnung

04 – Verschüttet

05 – Im Untergrund

06 – Stunde Null

Produktinformationen:

2 DVD´s

Laufzeit: 304 Minuten

Sprache: Deutsch

Ton, Bild, Farbe: Dolby Digital 5.1, 16:9 – 1.77:1, PAL

FSK: ab 12 Jahren

Fazit:

Nach dem großen Erfolg der ersten Staffel von „Charité“ war es nicht verwunderlich, dass sich die ARD dazu entschlossen hat, eine weitere Staffel um das renommierte Krankenhaus in Berlin zu drehen. Allerdings musste man dabei auf Regisseur Sönke Wortmann verzichten, der in andere Projekte eingebunden war und somit für eine neue Staffel nicht zur Verfügung stand. An seiner Stelle rückte Anno Saul auf den Regiestuhl, der zuvor durch Serien wie „München Nord“ oder „Nord Nord Mord“ überzeugen konnte. 

Inhaltlich hat diese zweite Staffel nichts mit der ersten zu tun. Durch den Zeitsprung (Staffel 1 spielte Ende des 19. Jahrhunderts, diese zur Zeit des Nationalsozialismus) tauchen keine Figuren aus der ersten Staffel auf. Das ist jedoch nicht dramatisch, denn den Drehbuchautorinnen Dorothee Schön und Sabine Thor-Wiedemann, die ebenfalls für die erste Staffel die Scripts verfasst haben, ist es erneut hervorragend gelungen, historische Fakten in eine gute, wenn auch etwas klischeehafte Geschichte um die junge Arztanwärterin Anni Waldhausen einzubetten. Gerade die Mischung mit realen Figuren wie Ferdinand Sauerbruch oder Max de Crinis sorgt dafür, dass man hier Qualitätsfernsehen erster Güte bekommt. Die sich über alle sechs Folgen erstreckende Handlung ist hervorragend durchdacht und gipfelt in einem dramatischen Finale, als die Russen in Berlin einmarschieren. Sehr gelungen ist auch die Idee, Originalaufnahmen dieser Zeit einzubetten, was den Episoden zusätzliche Authentizität verleiht. Themen wie die NS-Eugenik, mit Begriffen wie „Kinderfachbetreuung“ oder „Reichsausschusskinder“ wurden überaus glaubhaft in den Plot eingeflochten. 

Natürlich lebt eine solche Serie von den Darstellern. Auch hier steht diese Staffel ihrer Vorgängerin in nichts nach. Ulrich Noethen liefert als Ferdinand Sauerbruch eine preisverdächtige Leistung ab. Mal kumpelhafter Mentor, mal befehlender Herrscher der Charité gibt er einen mehr als authentischen Ferdinand Sauerbruch. Mala Emde überzeugt als Anni Waldhausen, die am eigenen Leib erfahren muss, welche persönlichen Konsequenzen die Rassenpolitik der Nazis hatte. Als finsterer NS-Psychologe Max de Crinis liefert auch Lukas Miko eine tolle Darstellung ab. 

Insgesamt steht die zweite Staffel von „Charité“ der ersten in nichts nach. Im Gegenteil. Was den Spannungsbogen angeht, ist diese Staffel sogar noch einen Tick spannender. Wieder einmal liefert diese Serie beste und anspruchsvolle Fernsehunterhaltung. So bleibt zu hoffen, dass es tatsächlich eine dritte Staffel geben wird, die zur Zeit des Mauerbaus spielen soll. 

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