Christa Braun: Mord(s)kalender 2012

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Mord(s)kalender 2012

Stefan Wirtz (Herausgeber). CONTE-VERLAG 2011, Gebundene Ausgabe, 480 Seiten, € 0,60

Rezension von: AndreasRuedig | Rezensionsdatum:

/ Stefan Wirtz / Dieter Paul Rudolph (Hrsg.): Mord(s)kalender 2012 – Deine Tage sind gezählt

Dieser Kalender im Taschenbuchformat wurde 2012 in dem saarländischen Verlag herausgegeben.

Kalender zeigen den Tag an. Es gibt ihn in vielen Formen und Farben. Mal ist es die einfache Plastikkarte für den Geldbeutel, mal der einfachen Abreißkalender für den Hausgebrauch, mal das protzige Exemplar als Terminkalender auf dem Chefschreibtisch oder das bunte Exemplar mit verschiedenen Fotomotiven als Mitbringsel zum Jahresbeginn.

Dieser Kalender  kommt in gebundener Form im Taschenbuchformat daher. Er möchte „ein Ort für Notizen aller Art, zum Nachschlagen und Nachlesen so unterhaltsam wie lehrreich sein,“ wie es das Vorwort formuliert.

Dementsprechend gibt es über 800 Geburts- und Sterbedaten von rund 550 Kriminalschriftstellern. Zu Beginn einer jeden Woche gibt es eine kleine Kolumne, die hier „Obduktion“ heißt. Sie befaßt sich mit einem Aspekt der kommenden sieben Tage intensiver, wie das Vorwort berichtet.

Lesenswert ist auch der Anhang. Unter dem Stichwort „Netzjagd“ informieren die Herausgeber über lesenswerte Internetseiten, Krimifestivals 2012 und Krimipreise. Es folgt ein Glossar, das kurze Definitionen und Erklärungen wichtiger krimibezogener und literaturwissenschaftlicher Begriffe liefert.

Der Vollständigkeit halber sei hier erwähnt, daß es in dem Kalender um Literatur als solche geht. Hörbücher werden also genauso vernachlässigt wie beispielsweise Filme oder Fernsehserien. Was nicht heißen soll, daß sie nicht vorkommen. So geht beispielsweise eine Obduktion auf die Entstehung der Tatort-Serie ein.

Eine Besonderheit sei hier noch erwähnt. Hält der Leser das geschlossene Buch in der Hand, zieht sich ein kleines (Schuß-?)Loch in der oberen rechten Ecke durch das komplette Buch. Welcher Verbrecher hier wohl zugeschlagen hat?

Eine Beurteilung

Warum kommt diese Buchbesprechung erst jetz? Wäre es nicht besser gewesen, sie zum Jahreswechsel 2011/2012 zu veröffentlichen, also richtig passend zur Geschenkezeit?

Unter Verkaufsgesichtspunkten mag die Frage berechtigt sein. Dem wahren Krimi-Fan ist dieses Argument aber egal. Ihn kann man das ganze Jahr über mit diesem Kalender erfreuen. Allein schon die vielen Fachinformationen lassen den Kalenderteil in den Hintergrund rücken. Hier geht es vorrangig um die Kriminalliteratur. Norbert Jacques taucht hier genauso auf mit seinem Dr. Mabuse wie der Kommissar Studer eines Friedrich Glauser, um nur zwei Beispiele zu nennen.

Der wahre Krimi-Fan wird diesen Taschenbuch-Kalender nicht unbedingt als Terminkalender mißbrauchen. Wenn schon Notizen, dann bitte fachlicher, kriminalliteraturbezogener Art.

Der Verlag

Der veröffentlicht Belletristik und Sachbücher. Er ist in Saarbrücken ansässig. Roland Buhles und Stefan Wirtz gründeten den Verlag  zur Jahreswende 2001/2002. Eine Buchdruckerei und eine Buchbinderei sind an den Verlag angegliedert.

Ein Fazit

Der Mord(s)kalender kann natürlich nur ein Einstieg in das Thema „Kriminalroman“ sein. So fehlen beispielsweise die Biographien von Kriminalschriftstellern. Der Kalender ist aber so gut gemacht, daß man ihn fast gar nicht benutzen, sondern ihn in einem jungfräulichen Zustand belassen möchte.

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