Christina Bacher: Die Casting-Falle

Autorenwertung
  • Unterhaltung
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  • Gefühle
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  • Story
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  • Lesbarkeit
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  • Charaktere
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  • Gesamt
    4.5 Sterne4.5 Sterne4.5 Sterne4.5 Sterne4.5 Sterne
Rezension von: AndreasRuedig | Rezensionsdatum:

& Ulrich Noller: Boller und die Bolzplatzbande Band 5 Die Casting Falle

Das Buch ist im Jahre 2011 im erschienen.  Es basiert auf der Jugendbuchreihe „Bolle und die Bolzplatzbande“, die die beiden Autoren für den Hessischen Rundfunk entwickelten.

Die Inhaltsangabe

Wie so viele andere Jugendliche träumt Laura von einer Karriere als Pop-Star. Beim Schülerband-Casting an ihrer Schule verfehlt sie aber knapp die zweite Runde. Ihr Freund Kevin, gleichfalls Mitglied der Bolzplatzbande, kommt aber mit seiner Hip-Hop-Nummer eine Runde weiter. Doch dann wird er von einem Auto angefahren und in ein Krankenhaus gebracht. Für Laura eröffnet sich so eine neue Chance. Als sie sieht, daß andere Vorrundengewinner aussteigen, kommt ihr das komisch vor. Als Kevins blutbefleckte Jacke in der Reinigung von Wladis Tante auftaucht, können die Ermittlungen beginnen.

Die Autoren

Christina Bacher wurde am 3. Januar 1973 in Kaiserslautern geboren. Sie studierte Germanistik und Europäische Ethnologie in Marburg, Bonn und Montpellier. Nach ihrem Studium arbeitete sie zunächst als Lektorin, PR-Beraterin und Pressesprecherin für Verlage. Daneben ist sie inzwischen die Chefredakteurin der ältesten Straßenzeitung Deutschlands, dem „Draussenseiter“. Heute kümmert sie sich auch um das Schreiben von Jugendkrimis und Kurzgeschichten.

Ulrich Noller ist Journalist, Lektor und Moderator. Auch er lebt und arbeitet in Köln.

Der Verlag

Der Berlin Verlag wurde 1994 von Arnulf Conradi, Veit Heinichen und Elisabeth Ruge gegründet. Die ersten Bücher brachte er dann im März 1995 auf den Markt. Nach einer „strategischen Allianz“ und der dementsprechenden Zugehörigkeit zur Verlagsgruppe Bertelsmann ist der Berlin Verlag heute unter dem Dach der britischen Verlagsgruppe angesiedelt.

Das Verlagsprogramm umfaßt Belletristik und Sachbücher. Das Themenspektrum reicht von Politik und Zeitgeschehen bis zur den Geistes- und Gesellschaftswissenschaften. Die internationale Literatur bildet einen Schwerpunkt. Außerdem kümmert sich der Verlag um den deutschsprachigen und internationalen literarischen Nachwuchs.

Bloomsbury Publishing PLC ist in der britischen Hauptstadt London ansässig. Berühmtheit erlangte er durch die Harry-Potter-Romane. Um die zu erwartenden Umsatzeinbußen nach dem Ende der Harry-Potter-Reihe zu mildern, übernahm Bloomsbury im Mai 2006 den Verlag Methuen Drama Ltd.

Eine Beurteilung

Vordergründig bietet das Jugendbuch gute Unterhaltung für die Zielgruppe. Vier Jugendlichen und ihrem erwachsenen Freund gelingt es mit Hilfe der Polizei, einen Betrugsfall aufzuklären. Dies ist sicherlich auch aus anderen Jugendbuchreihen bekannt. Das Buch bietet aber einige Besonderheiten.

Die Handlung spielt in der rheinischen Metropole Köln. Dumm dabei: Dies wird eher angedeutet als ausgearbeitet, beispielsweise durch den Hinweis zur Medien- und Musikbranche. Ortsbeschreibungen gibt es also genausowenig wie örtliche Mundart; auf den Dom wartet der Leser hier vergeblich. Was eigentlich bedauerlich ist. Die Autoren siedeln die Handlung in ihrer Heimatstadt an, ohne die interessanten Orte zu erwähnen. Bei Erwachsenen funktionieren Krimis mit Lokalbezug; warum nicht auch bei Kindern.

Die Geschichte greift eine Entwicklung (die es übrigens auch bei der mädchenbezogenen Detektivserie Die drei Ausrufezeichen zu beobachten gibt) auf, die Jugendliche aus dem Fernsehen kennen, nämlich die Welt der Casting-Shows. Früher war das Theater eine Welt der Intrigen und des Neides. Heute müssen die Talentwettbewerbe aus dem Fernsehen diese Aufgabe erfüllen.

Das Buch ist kein reiner Krimi. Themen wie die erste Liebe, Familienleben, ein wenig Wissensvermittlung und ein gnadenloses Happy-End laufen dem Krimi fast schon den Rang ab. Unter diesem Gesichtspunkt ist das Buch auch ein wenig kitschig. Ob Bücherserien wie die drei Fragezeichen wohl deswegen erfolgreicher sind, weil hier das Profil schärfer ist?

Erwähnenswert sind hier auch einige seitengestalterische Elemente. Birgit Jansen steuert diverse Illustrationen bei. Sie sind ausschließlich in rot, grau und schwarz gehalten. Auch die Seitenzahlen und die Uhrzeiten, mit der die Kapitelüberschriften beginnen, sind in rot geschrieben.

Wie heißt noch mal die Schrift, bei der bei den Schriftzeichen nur der äußere Rand farbig und der mittige Teil weiß ist? Keine Ahnung; Designer werden dies besser wissen als ich. Diese Schrifttype wird bei den Kapitelüberschriften und Seitenzahlen durchgänging angewendet.

Am Ende wird die Geschichte auf zwei Seiten noch einmal bildlich dargestellt. In der vorliegenden Form ist es ungewöhnlich; ich habe es so noch nie gesehen. Beim flüchtigen Draufsehen kann man leicht den Eindruck gewinnen, hier würde das Motiv für ein Brett- und Würfelspiel vorliegen, bei dem es um ein Wettrennen geht.

Ein Fazit

Wie schon gesagt: Das Buch bietet gute Unterhaltung. Der Leser sollte allerdings keine zu hohen Ansprüche hegen.

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