Christoph Strohm: Die Kirchen im Dritten Reich

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Rezension von: AndreasRuedig | Rezensionsdatum:

Christoph : Die Kirchen im Dritten Reich

Das Buch ist im Jahre 2011 im Verlag C. H. Beck, München erschienen. Es ist die obligatorischen 128 Seiten dick.

Die Inhaltsangabe

Die Rolle der christlichen Kirchen im Dritten Reich ist bis heute umstritten. Haben sie sich – wie etwa die Deutschen Chriten – viel zu schnell und viel zu leicht gleichschalten lassen? Sind die Kirchen etwa mitschuld an den Verbrechen der Nationalsozialisten geworden? Wie sind sie mit ihrer Schuld umgegangen? Und wie ist der kirchliche Widerstand einzuordnen – Pfarrernotbund und Barmer Erklärung seien hier beispielhaft genannt, wie auch die Bekennende Kirche. Auch die nationalsozialistische Kirchenpolitik wird hier angesprochen.

Über den Autoren

Strohm ist Jahrgang 1958. Er ist Ordinarius für Reformationsgeschichte und Neuere Kirchengeschichte an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg. Außerdem ist er gesellschaftlich und publizistisch aktiv.

Die eigentliche Buchbesprechung

Kirchengeschichtliche Bücher, die sich mit der Rolle der Christen im Dritten Reich beschäftigen, scheint es für den interessierten Laien so viele wie Sand am Meer zu geben. Da sind die Fakten doch schon bestimmt alle bekannt. Oder? So könnte der unbedarfte Laie nun fragen.

Das Buch bietet eine chronologische Beschreibung der historischen Ereignisse. Der Autor konzentriert sich bei seinen Ausführungen auf die evangelischen Landeskirchen sowie die katholische Kirche. Die Freikirchen und Sondergemeinschaften (Zeugen Jehovas, Mormonen, Christliche Wissenschaftler u. a.) kommen hier nicht vor. Selbst regionale Unterschiede werden nicht beschrieben. Gab es vielleicht Gebiete, in denen der Widerspruchsgeist und damit der Widerstand gegen den neuen Zeitgeist besonders ausgeprägt war?

Mehr als einen anschaulichen und informativen Einstieg in das Thema kann das Buch nicht bieten. Es ist eine reine Bleiwüste. Es werden noch nicht einmal die prominentesten Vertreter der Kirche oder die im Buch erwähnten Theologen mit einem Foto vorgestellt. Auch ihre Biographien fehlen, so daß sie weder in die staatlichen noch in die kirchlichen Strukturen eingeordnet werden können. Eine Einführung in die Theologie der Deutschen Christen fehlt ebenfalls. Wer nähere Informationen dazu sucht, wird also auf andere Literatur zurückgreifen müssen.

Kann man sich einem so umfangreichen Thema wirklich auf nur 128 Seiten näher? Wäre da nicht ein umfangreicheres Buch vonnöten? Das vorliegende Werk gehört zu der Buchreihe „Wissen in der Beck`schen Reihe“. Formal ist dies sicherlich richtig und angebracht. Wissen (im Sinne von Erwachsenenbildung, im Sinne von „für ein kirchliches Publikum geeignet“) wird hier schon vermittelt. So manches Detail, das hier angeführt wird, ist in der Öffentlichkeit nicht unbedingt bekannt. Tiefgang und – soweit möglich – ein leicht verständlicher Ansatz sehen aber anders aus.

Das Fazit

Das Buch kann bestenfalls eine oberflächliche Einführung in ein Thema sein, das dem Leser unter Umständen bekannt vorkommt.

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