Cobra

Autorenwertung
  • Realismus
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  • Dramatik
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  • Story
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  • Lesbarkeit
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  • Charaktere
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  • Gesamt
    3.5 Sterne3.5 Sterne3.5 Sterne3.5 Sterne3.5 Sterne

Cobra.

Richard Preston. Augsburg : Weltbild, 1999, Gebundene Ausgabe, € 0,54

Rezension von: Kokoro | Rezensionsdatum:

von

Vorbemerkung

Der Autor Richard Preston schreibt in seinem Vorwort zu dem 1997 erschienenen Roman, daß es sich um einen „Tatsachen-“ handele, d.h. daß das im Roman verwendete Szenario der potentiellen Ermordung vieler Menschen durch den Einsatz von Biowaffen – in diesem Fall durch einen Virus –  einen wahren Hintergrund besitze. Im Verlauf des Romans wechseln sich die Handlung und Hintergrundinformationen über biologische Waffen auch immer wieder ab – diese wissenschaftlichen Exkursions-Kapitel werden „Unsichtbare Geschichte“ genannt. Zur zusätzlichen Unterstützung dieses „Reality“-Charakters befindet sich hinten im Buch auch ein fünfseitiges Glossar mit den wichtigsten wissenschaftlichen bzw. technischen Begriffen des Romans. Auf dem rückseitigen Cover erwähnt der Verlag zudem, daß Präsident Clinton nach dem Lesen des Romans so beunruhigt gewesen sei, daß er seinen Geheimdienst beauftragte, die genannten Sachverhalten zu prüfen.

Inhalt

Die Geschichte beginnt damit, daß eines Tages, Ende der 90er Jahre ein 17jähriges Mädchen in New York trotz offenbarer starker Erkältungssymptome dennoch zur Schule geht, wo sich ihr Zustand schnell weiter verschlechtert und binnen weniger Stunden so dramatische Züge annimmt, daß sie in einer Art epiliptischen Anfalls verstirbt. Da die Symptome sehr verdächtig sind, wird Alice Auston, eine Epidemologin in Georgia, beauftragt, bei der Autopsie dabei zu sein, um zu prüfen, ob es sich um einen Einzelfall handelt. Bei der Autopsie entdeckt sie, daß irgendetwas das Gerhin des Mädchens in sehr kurzer Zeit so zerstört hat, daß es nicht mehr richtig untersucht werden kann. Sie veranlaßt, daß alle Krankenhäuser beauftragt werden, ähnliche Fälle sofort zu melden. Und tatsächlich tauchen weitere Opfer auf, die auf den ersten Blick nichts miteinander gemeinsam haben. Fieberhaft

Neben den wissenschaftlichen Kapiteln „Unsichtbare Geschichte“ gibt es einen weiteren Handlungsstrang, in dem der Leser von zwei amerikanischen Waffeninspektoren (Littleberry und Hopkins) erfährt, die im Irak versuchen, geheime Produktionsstätten zu entdecken und bei ihren Überprüfungen auf verdächtige Labore stoßen, es aber nicht schaffen, diese zu untersuchen, sondern stattdessen nicht nur in Gefahr geraten, sondern auch ausgewiesen werden.

Die Situation eskaliert relativ schnell, und so wird ein Krisenzentrum und Krankenhaus auf einer Insel vor New York eingerichtet, während parallel in der Stadt fieberhaft nach der Quelle des Virus gesucht wird, bevor es alle Bewohner auf die gleiche elende Weise zugrunde richtet wie die ersten Opfer.

Fazit

Die Handlung ist sehr interessant, der Leser wird jedoch von den ständig eingestreuten wissenschaftlichen (allerdings einfach formulierten) Hintergrundinformationen vielfach abgelenkt, so daß ein richtiges „Eintauchen“ in die eigentlich spannende Geschichte kaum möglich ist, sondern eher wie eine „kalte Dusche“ wirkt. Die Intention des Autors, die Allgemeinheit auf die Gefahr biologischer Waffen hinzuweisen, ist mit Hilfe eine fiktionalen Romans als Rahmenhandlung sicherlich sehr gut, aber es wäre vielleicht sinnvoller gewesen, die Handlung kontinuierlich ablaufen zu lassen und die Hintergrundinformationen an den Anfang oder das Ende des Buches zu stellen oder beispielsweise auch optisch deutlich von der Handlung abgehoben (bspw. durch Einfügen von Textkästen o.ä.) darzustellen. Die Charaktere sind gut und realistisch dargestellt, jedoch wird der Leser leider nur an wenigen Stellen von diesen so vereinnahmt, das er mit diesen mitfühlt.

Insgesamt jedoch ein empfehlenswertes Buch.

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