Conny Lens: Die Sonnenbrillenfrau

Autorenwertung
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  • Gesamt
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Rezension von: AndreasRuedig | Rezensionsdatum:

Conny Lens: Die Sonnenbrillenfrau

Der Krimi erschien 1993 im Wilhelm Verlag München bzw. 1990 im Haffmans Verlag, Zürich.

Bei der Buchreihe „Haffmans Kriminalromane bei Heyne“ ist dies die Nummer 05/14. Bei der Krimireihe „Steeler Straße“ liegt hier die Nummer 1 vor. Dem Werksverzeichnis von Lens ist zu entnehmen, daß insgesamt 6 Bücher in dieser Krimi-Reihe herausgekommen ist.

Die Inhaltsangabe

Wolfgang „Wolle“ Schröder hat sein marodes Detektivbüro in der „Steeler Straße“ in der Ruhrgebietsstadt Essen. Trotzdem heuert die arbeitslose Chris Ullmann dort an. Eigentlich als Bürokraft. Und dann flattert doch tatsächlich ein Auftrag ins Haus. Ein fremdgehender Ehemann soll überwacht werden. Was als langweiliger Routine-Auftrag anfäng, führt zu Ullmanns erstem Einsatz als Detektivin.

Ein Wort über den Autoren

„Conny Lens“ ist das Pseudonym von Friedrich Hitzbleck. Er wurde am 10. März 1951 in Essen geboren. Lens hat sowohl Kriminalromane wie auch Drehbücher für die Fernsehserie SOKO 5113 geschrieben.

Ein Wort zum Verlag

Der Verlag wurde 1982 von Gerd Haffmans, Thomas Bodmer und Urs Jakob gegründet. Er verlegte bis 2001 rund 700 Bücher.

Im November 2001 erfolgte die Insolvenz des Verlags. Gerd Haffmans gibt seit August 2002 bei Zweitausendeins die Reihe Haffmans Verlag bei Zweitausendeins heraus. Sie ist quasi eine Fortsetzung des Haffmans Verlags.

Die Besprechung des Buches

Lens / Hitzbleck bietet hier die typische, biedere Hausmannskost, wie wir sie von vielen anderen Krimi-Autoren kennen. Es gibt klassischerweise den verkrachten Privatdektiv, geschieden, beruflich und finanziell am Ende und die Aussichten sind gleich null, existieren also nicht. Seine Assistentin ist blutige Anfängerin in dem Gewerbe und im Gegensatz zu ihrem Vorgesetzen nicht versoffen. Auch die übrigen sogenannten Helfer sind eher eine humoristische Einlage denn eine ernstzunehmende Bereicherung. Eine solche Figurenkonstellation findet sich auch in vielen anderen (deutschen) Kriminalromanen.

Lokalkolorit? Ist hier ein Fremdwort. Eine vernünftige Beschreibung Essens kommt hier nicht vor. Man merkt Hitzbleck nicht an, daß er hier eigentlich zuhause ist. Eigentlich weisen nur die Straßennamen hin, wo die Handlung spielt. Ansonsten könnte die Geschichte überall in Deutschland angesiedelt sein.

Auch die Auflösung ist eher lau. Das Detektiv-Gespann kommt eher zufällig auf die Lösung. Mit der nüchternen, sachlichen Arbeitsweise von wirklich guten Detektiven (sowohl im Roman wie im wirklichen Leben) hat das alles nichts zu tun. Ein wenig Rätselraten, ein wenig hohler Bauch und schon gibt es eine Lösung. Ein Sherlock Holmes würde sich hier im Grabe herumdrehen.

Ein Fazit

Ich bin mir nicht sicher: Wie kann ein Fazit bei diesem Buch aussehen? Ein guter, gelungener Start in eine Karriere als Kriminalschriftsteller sieht anders aus, weil literarisch gelunger.

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