Daniel Knop – Experiment Mensch

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Experiment Mensch

Daniel Knop. Natur und Tier 2011, Gebundene Ausgabe, 264 Seiten, € 19,80

Rezension von: Christopher | Rezensionsdatum:

Experiment Buch schreiben
Der spannende Buchtitel hätte bestimmt von selbst irgendwann dazu geführt, dass ich mir das Buch selbst kaufe aber die freundlichen Organisatoren von renzension.org kamen mir mit ihrem Dankeschön-Exemplar für den Rezensionswettbewerb vorweg. – Dafür ein Danke von mir.

Rational denkende Menschen erkennen das Problem
Der Buchtitel versprach also eine spannende Lektüre zu werden. Denn schon der normale Menschenverstand bläut einem ein, dass eine steigende Weltbevölkerung unweigerlich zu einem Problem führen muss. Die Referenzen vom Autor als ausgewiesener im Bereich Medizin und Biologie schienen ihn halbwegs für ein solches Buch zu qualifizieren.

Über die Darstellung kommt es nicht hinaus
Leider verkehrte sich diese Ansicht schon bald ins Gegenteil, denn wie die Lektüre offenbarte sind die Spezialgebiete von Herrn Knop nicht human bezogene Themen sonder eher maritime Thematiken, die er in Westentaschenphilosophie auf die Menschheit anwendet. So springen dem Leser stetig verschiedenste Meeresbewohner an, die in ihrem sozialen und gesellschaftlichen Gefüge als Erklärungsmuster für Knops noch nicht einmal geäußerte These dienen müssen. Leider muss sich der Leser seinen Teil in den Ausführungen Knops denken, denn über eine pure Darstellung der Inhalte ist Knop nicht hinausgekommen. Somit stellen die überwiegenden Seiten eine, zugegeben, interessante Aneinanderreihung von Meeresfakten dar, die jedoch nur im entferntesten mit dem Buchtitel etwas gemein haben.

Knops Erläuterungen sind daher als zu plakativ und oberflächlich einzustufen, die leider grundlegend am Thema vorbeigehen. Eine fehlende klare Systematik bzw. Stringenz rundet das angeschlagene Bild ab. Die Lektüre erzeugt leider mehr Fragezeichen als es letztlich löst, denn beispielsweise scheut sich Knop die Menschen, in dem von ihm als so komplex benannten Ökosystem, einen konkreten Platz zuzuweisen: Sind die Menschen ein normales Bestandteil des Ökosystems der unweigerlich irgendwann schrumpfen wird; ist der Mensch Opfer seiner eigenen Fortentwicklung; ist der Mensch ein Räuber für das Ökosystem und zerstört es in zunehmenden Maße durch seine Anwesenheit? Solch essentiellen Fragen bzw. Antworten bleibt uns Knop schuldig und ergeht sich in seiner sehr zweifelhaften Stilistik. Die horrende Verwendung von Satzzeichen jeglicher Coleur (besonders der Ausrufezeichen) lassen die soeben abgeschlossene Journalistenschule vermuten, doch der Klappentext belehrt uns eines besseren, was jedoch den Schreibstil noch fragwürdiger erscheinen lässt.

Fazit
Ausbaufähig
Als Fazit lässt sich festhalten, dass Knop zwar einem interessanten Thema nachgehen wollte, jedoch zu oberflächlich blieb und durch seine Übertragung der Sachverhalte ein zu einfach gedachtes Buch geschrieben hat. Seine Ansätze und Überlegungen für eine Verbesserung der kommenden Lage können nach Meinung des Autors auch nur einen Ansatz darstellen und spiegeln wunderbar die Unzulänglichkeiten des Buches wider. Knop hat ein ausbaufähiges Buch geschaffen, dass jedoch über gewisse Appellfunktionen verfügt.

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