Dark Roots Of Earth (Limited Edition)

Autorenwertung
  • Sound
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  • Instrumentalisierung
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  • Vocals
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  • Abwechslung
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  • Hörspaß
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  • Gesamt
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Rezension von: michaelkrause2 | Rezensionsdatum:

Dark Roots Of Earth (Limited Edition) von

Die Band:

Testament gehört zu den Bay-Area-Trash-Bands, die sich Anfang der 1980er in der San Francisco Bay Area gegründet haben. Neben ihrem Debüt „The Legacy“ waren es vor allem die Alben „The New Order“ und „Practice What You Preach“, die den Ruf der Band festigten. Im Laufe der Jahre wurde Testament von zahlreichen Umbesetzungen gebeutelt, die sich auch auf den musikalischen Stil der Band auswirkten. Ein Tumor im Brustbereich von Sänger Chuck Billy zwang die Band dann, eine längere Auszeit zu nehmen. Erst Mitte der ersten Dekade des neuen Jahrtausends wagten sich Testament dann an ein Comeback.

Das Album:

Vier Jahre ließen sich Testament Zeit, um einen Nachfolger ihres erfolgreichen Comebackalbums „“ einzuspielen. Schon vor Beginn der Produktion gab es eine gravierende Änderung im Line-Up: Schlagzeuger Gene Hoglan, der unter anderem für Bands wie Fear Factory gearbeitet hat, ersetzte Paul Bostaph.

Im Herbst und Winter 2011 ging es dann in Kalifornien und England mit Erfolgsproduzent Andy Sneap ins Studio. Herausgekommen sind neun Songs, die in Punkto Songwriting und Aggressivität den Songs des letzten Albums in nichts nachstehen. Schon der Opener „Rise Up“ macht deutlich, dass wohl auch dieses Album die Qualität des Vorgängers hat. Schnelle Gitarrenläufe und Gene Hoglans treibender Beat machen aus der Nummer einen perfekten Opener. Von diesem Kaliber sind mit „Native Blood“, „A Day In The Death“ oder „Man Kills Mankind“ weitere Songs vorhanden, die durch das gute Zusammenspiel der beiden Rhythmusgeber Greg Christian und Gene Hoglan geprägt werden.

Etwas vielschichtiger und düsterer geht es bei „Cold Embrace“ und dem Titelsong „Dark Roots Of Earth“ zu, die zwei oder drei Durchläufe brauchen, um sich dauerhaft im Gehör festzusetzen. Höhepunkte des Albums neben „Rise Up“ sind ohne Zweifel „Thorne Of Thorns“ und der hörenswerte Rausschmeißer „Last Stand For Independence“. Gerade „Thorn Of Thornes“ zeigt in Perfektion, was Testament auszeichnet: Tempowechsel, perlende Gitarrensoli und Chuck Billys markante Stimme. Überhaupt ist auffällig, dass seine Stimme nochmals an Kraft und Volumen zugenommen hat. Im Vergleich zum letzten Album sind deutlich weniger Growls vertreten. Lediglich „True American Hate“ ist eine Nummer, die von Growls dominiert wird. Bei den anderen Songs geht es, zumindest was Chuck Billys Gesang angeht, deutlich softer zur Sache. Das mag für viele Fans der alten Alben sicher ein Kritikpunkt sein, jedoch ist Chuck Billys Stimme so unverkennbar, das er es auch ohne Grwols schafft, den Songs seinen Stempel aufzudrücken.

Wer sich für den Kauf der Limited Edition entscheidet, bekommt das Album in einem hochwertigen Schuber mit integriertem Booklet geliefert, dem eine DVD und ein um vier Bonus-Tracks erweitertes Album beiliegen. Und genau diese vier Tracks sind es, die einem zum Kauf dieser Edition verleiten. Neben einer hörenswerten Extended Version von „Thorn Of Thornes“ gibt es drei Coverversionen, die es allesamt in sich haben. Den Auftakt bildet mit „Dragon Attack“ ein Sing von Queen, der im Original schon zu den Perlen von Freddie Mercury und Co. gehört und von Testament grandios gecovert wird. Es folgt „Animal Magnetism“ von den Scorpions. Eine Huldigung der Kalifornier an die Band aus Deutschland, die für viele amerikanische Trash-Metal-Bands wahre Idole sind. Schließlich gibt es mit „Powerslave“ noch ein Iron-Maiden-Cover, das dem Hörer die Entscheidung schwer macht, ob Cover oder Original besser ist. Grundsätzlich sind Coverversionen sicher eine riskante Angelegenheit. Im Fall von Testament kann man in allen drei Fällen nur sagen: Daumen hoch!

Die DVD blickt dann hinter die Kulissen und zeigt, wie das Album entstanden ist. Höhepunkt sind aber sicher die vier Livetracks, welche die Stimmung und die Dynamik eines Testament-Auftritts sehr gut ins heimische Wohnzimmer transportieren.

Trackliste Disk 1:

01 – Rise Up

02 – Native Blood

03 – Dark Roots Of Earth

04 – True American Hate

05 – A Day In The Death

06 – Cold Embrace

07 – Man Kills Mankind

08 – Thorne Of Thorns

09 – Last Stand For Independence

10 – Dragon Attack

11 – Animal Magnetism

12 – Powerslave

13 – Thorne Of Thorns (Extended Version)

Trackliste Disk 2:

01 – Documentary: The Making Of „Dark Roots Of Earth“

02 – Practice What You Preach (Live At Avalon)

03 – Over The Wall (Live At Avalon)

04 – Souls Of Black (Live At Avalon)

05 – Disciples Of The Watch (Live At Avalon)

06 – Gear Tour With Eric Peterson & Alex Skolnick

 

Fazit:

Dem hohen Erwartungsdruck nach dem Erfolg von „The Formation Of Demnation“ können Testament standhalten. „Dark Roots Of Earth“ ist ein würdiger Nachfolger. Mehr noch. Die Trasher um Chuck Billy zeigen auf diesem Album, dass sie die augenblickliche Nummer 1 der Trash-Bands sind. Alle weiteren Alben in diesem Jahr werden sich an „Dark Roots Of Earth“ messen lassen müssen. Die satte Produktion von Andy Sneap kommt gerade in Songs wie „Rise Up“ oder „Thorne Of Thorns“ perfekt zur Geltung. Das gelungene Artwork, die Bonus-Titel und die DVD machen dieses Package zu einem Pflichtkauf für jeden Metalfan.

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