Das 5. Gebot

Autorenwertung
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  • Gesamt
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Das 5. Gebot

Nika Lubitsch. mvg Verlag 2013, Taschenbuch, 288 Seiten, € 6,99

Rezension von: Kokoro | Rezensionsdatum:

Das 5. Gebot von

Inhalt

Vicky, eine 37 jährige englische Rechtsanwältin, ist vor kurzem mit Ihrem Mann wegen dessen beruflicher Versetzung von England nach Berlin gezogen. Da beide sich sehnlichst ein Kind wünschen, arbeitet die erfolgreiche Vicky nicht, sondern verbringt die Tage damit, sich in Berlin einzugewöhnen. Dabei joggt sie auch täglich um den Schlachtensee.

Eines Tages stolpert sie quasi über eine Leiche im Wald und sieht, daß die Tote exakt so aussieht wie sie selbst, obwohl sie ein Einzelkind ist. Völlig geschockt läuft sie davon und wartet nicht auf die Polizei. Sie merkt auch nicht, daß sie bei ihrem täglichen Sport stets beobachtet wird.

Es stellt sich heraus, daß die Tote Französin ist. Aber was machte sie in Berlin und warum sieht sie genauso aus wie Vicky? Der Leser erfährt, daß jemand eigentlich Vicky nach dem Leben trachtet und die falsche Frau ermordet wurde. Der Auftraggeber verlangt nun von dem Mörder, Vicky nach England zu locken, um das Problem zu lösen. Und prompt fährt Vicky, als sie erfährt, daß ihre Mutter schwer verletzt im Krankenhaus liegt, zurück nach England, kommt jedoch erst nach deren Tod an. In England beginnt jedoch erst der eigentliche Alptraum für sie, und nur knapp entkommt sie den jeweiligen sehr intelligent geplanten und jeweils als Unfall aussehenden Mordanschlägen. Ihr Mann, der sie nach England begleitet hatte, fliegt wieder zurück nach Berlin und stellt fest, daß sein Handy und seine Brieftasche gestohlen wurde. Kein Zufall, wie sich im Laufe der Geschichte herausstellen wird, denn nun laufen Vickies Nachrichten an ihn ins Leere – schlimmer noch: durch ihre Nachrichten und SMS legt sie eine Spur, die es ihren Verfolgern leicht macht, sie immer wieder ausfindig zu machen. Mit der Hilfe eines sehr guten Freundes nimmt Vicky aber nun die Spur auf, um das Geheimnis, warum man sie umbringen will, zu lösen. In Frankreich schließlich erfahren sie von einer der unglaublichen Geschichte um ihre Kindheit.

Fazit

Die knapp 300 Seiten lesen sich sehr flüssig, und die Story ist um ein wahres historisches Ereignis herum geschrieben. Auch wenn die Autorin betont, daß die Geschichte rein fiktiv ist, könnte sie sich genau so zugetragen haben. Die Charaktere, die sie zeichnet, besitzen viel Glaubwürdigkeit: sie sind menschlich imperfekt, stehen mitten im Leben, mit Ecken und Kanten und einer glaubhaften Biographie. Wie auch in ihrem ersten Roman (Der 7. Tag) ist die Hauptperson eine beruflich starke Frau, die in einen Strudel spannender Ereignisse gerät, die sie zu ruinieren drohen. Die Schauplätze der Handlung sind alle echt; die Hotels usw., die sie beschreibt, gibt es wirklich, und die Autorin zeigt wieder einmal ihr Geschick, das aktuelle Milieu – vor allem Berlins – mit leicht spöttischer Distanz aus der Sicht der englischen Protagonistin, so darzustellen, daß man es lebhaft und in Farbe vor sich sehen kann. Einzig der Schluß und die Beweggründe des Mörders werden etwas oberflächlich dargestellt – eine verschmerzbare Nachlässigkeit, die dem Roman als solches keinen Abbruch tut.

Dabei versteht es die Berliner Autorin, immer wieder falsche Fährten zu legen und die Geschichte so spannend zu schreiben, daß man das Buch in einem Zug durchlesen möchte. Sehr empfehlens- und lesenswert. Hochspannend geschrieben.

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