Das Fremde in mir

Autorenwertung
  • Spannung
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  • Zwischenmenschliches
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  • Anspruch
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  • Charaktere
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  • Umsetzung
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  • Besetzung
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  • Gesamt
    4 Sterne4 Sterne4 Sterne4 Sterne4 Sterne
Rezension von: Rezension.org | Rezensionsdatum:

Das Fremde in mir

Inhalt
Rebecca und Julian sind beide Anfang 30, glücklich verheiratet und erwarten nun gespannt die Geburt ihres ersten Kindes. Die beiden haben schon ein Haus gefunden,und auch beruflich sieht es für Julian sehr gut aus – kurzum: Das Glück der beiden scheint vollkommen. Aber dann kommt es doch anders. Bei der Geburt von Rebeccas Kind gibt es keinerlei Komplikationen, dennoch stimmt etwas nicht – Rebecca bleibt ihr Baby seltsam fremd. Sie kapselt sich immer mehr von ihrer Umwelt ab.

Julian denkt, dass die „Launen“ seiner Frau schon wieder vorübergehen werden – er erkennt die Depression seiner Frau nicht. Diese hingegen ist von sich selbst schockiert, denn sie erkennt, dass sie für ihr eigenes Baby immer mehr zur Gefahr wird. Eines Tages überkommt Rebecca die große Verzweiflung: Sie läuft davon und irrt ohne Ziel mitten in der Nacht durch den Wald. Dort bricht sie zusammen. Tage später findet ihre Familie sie in einer Klinik und es beginnt ein langer und mühsamer Heilungsprozess.

Fazit
Die Autorin führte bei diesem Drama auch Regie, es ist der zweite Film der Autorin. Sie legt ihr Hauptaugenmerk auf Rebecca und ihr Leiden, so dass die Figur des Julian zum Nebenschauplatz wird, im Verlauf des Films wird Julian dann in gewisser Weise sogar zu Rebeccas Gegenspieler. Im ersten Teil des Films geht es ausschließlich um die Entfremdung von Rebecca zu ihrem Kind und ihrem gesamten Umfeld.

Atef gelingt es, einen langfristigen Krankheitsverlauf so zu erzählen, dass der Film weder überhastet noch zähflüssig wirkt. Durch die langsame Erzählweise bleibt sie dabei immer nah an der Figur der Rebecca. Später nimmt der Film dann etwas mehr Fahrt auf, und gerade die schauspielerische Leistung von macht den zweiten Teil des Films sehenswert. Wolff erhielt für ihre Darstellung der Rebecca den „Förderpreis Deutscher Film 2008“.  „Das Fremde in mir“ bietet Einblicke in ein Themengebiet, welches so nur selten in Filmen gezeigt wird.

Die in Berlin geborene Franko-Iranerin Emily Atef lebte lange Zeit in Frankreich und London, sie studierte Regie an der Deutschen Film- und Fernsehakademie. Für „Das Fremde in mir“ wurde sie mit insgesamt 11 internationalen Filmpreisen ausgezeichnet, darunter der „Große Preis der Jury“ des argentinischen Filmfestivals. Vor „Das Fremde in mir“ war sie an zahlreichen weiteren Spielfilmen beteiligt, und nachdem „Das Fremde in mir“ abgedreht war, widmete sich die Autorin und Regisseurin gemeinsam mit Ether Bernstoff der Arbeit am Drehbuch zu „Töte mich“.

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