Das große Deutschlandbuch

Autorenwertung
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  • Kreativität
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  • Gesamt
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Rezension von: Kokoro | Rezensionsdatum:

Das große Deutschlandbuch: Land und Leute – gestern und heute von

Inhalt

Bücher bzw. Bildbände über Deutschland gibt es viele; das vorliegende richtet sich jedoch vor allem an Kinder bzw. Familien und soll ein „interaktives“ Buch sein. Was ist besonders an diesem Band?

Das Buch ist in vier Großkapitel eingeteilt: „Land und Leute“, „Geschichte und Staat“, „Bundesländer“ und „Typisch Deutsch“. Auf jeder Doppelseite gibt es etwas „zu entdecken“ – das kann eine aufklappbare Halbseite sein, unter der sich weitere Textelemente verstecken, oft sind es aber wirklich liebevoll gestaltete kleine Elemente wie zum Beispiel:

  • eine Zugbrücke, die sich aufklappen läßt und auf deren einzelnen Elementen weitere interessante Tatsachen stehen,
  • ein Briefumschlag, dem man einen Brief (mit einer Liste der Weltkulturerbestätten in Deutschland) tatsächlich entnehmen kann,
  • mehrere Schiebeelemente (mit denen beispielsweise das Brandenburger Tor einmal in Schwarz-Weiß nach dem Weltkrieg und einmal in seiner modernen Form gezeigt wird oder die Berliner Mauer, die verschiedene Graffitis der Mauer durch das Verschieben zeigt),
  • einige „eingebaute“ Wörterbücher (bspw. Kölsch oder Schwäbisch)
  • eine Litfaßsäule und andere Pop-Up-Elemente

Im ersten Teil wird Deutschland als Teil Europas vorgestellt, seine Großlandschaften und Bevölkerung. Danach folgen fünf Doppelseiten Geschichte (Frühgeschichte bis Karl der Große, Mittelalter bis Westfälischer Friede, Von Preußen bis Ende des Zweiten Weltkrieges und Nachkriegszeit bis Berliner Republik sowie eine Doppelseite mit der Staatsordnung inklusive einem Faltblatt mit Fotos der bisherigen Bundeskanzler.

Jedes Kapitel ist sehr aufgelockert gestaltet, es gibt also nicht einen durchgehenden Text, sondern die einzelnen Themen sind liebevoll gestaltet in Textblöcken, Graphiken usw., so daß auch für kleinere Kinder das Lesen nicht so schwer fällt, weil es sehr abwechslungsreich ist.

Als drittes Großkapitel folgen die Bundesländer, die auf jeweils einer Doppelseite erklärt werden, die von Nord nach Süd gelistet werden, wobei Berlin als Hauptstadt als letztes Bundesland dargestellt wird. Die Besonderheit hier ist, daß die Bundesländer nicht nur mit Daten und Fakten (z.B. Einwohnerzahl) und seinen Landschaften dargestellt werden, sondern es gibt auch immer einen Textblock mit Ideen für Familienausflüge – bei Schleswig-Holstein werden beispielsweise das Störtebeker-Fest oder das Freilichtmuseum Molfsee, die Karl-May-Festspiele in Bad Segeberg und die Kieler Woche genannt. Für jedes Bundesland werden auch die lokalen kulinarischen Spezialitäten aufgeführt, oft auch mit einem Foto.

Im Kapitel „Typisch Deutsch“ schließlich werden die von Ausländern und Deutschen oft genannten typisch deutschen Eigenschaften, Speisen sowie Kultur und Kunst genannt. Das sind, wie könnte es anders sein, Bier, Brezel, Currywurst und Co, aber auch alte Sagen, Schriftsteller, Filme, Architektur und Forscher und deren Erfindungen wie bspw. Zahnpasta, Melitta-Filtertüten, das MP3-Format und anderes. Abgerundet wird das Buch mit einer Doppelseite über Sport (typisch Deutsch ist natürlich der Fußball) und einer Doppelseite über Ost- und Westdeutschland.

Am Ende findet sich noch ein Index, mit dem man bestimmte Begriffe schneller im Buch findet.

Fazit

Das Buch hat zwar nur 63 Seiten, ist aufgrund seiner interaktiven Elemente aber recht dick und groß (deutlich größer als DIN-A4). Auf diesen wenigen Seiten kann natürlich nicht Deutschland in seiner ganzen Breite erklärt werden, zumal viele Bildelemente enthalten sind, aber dies ist auch nicht Ziel des Buches. Stattdessen wird anschaulich, aber dennoch nicht zu oberflächlich ein Abriß Deutschlands gegeben, der in der Tat nicht nur lehrreich für Kinder ist, sondern auch sehr unterhaltsam für die gesamte Familie. Man kann sich an einem Kapitel recht lange Zeit aufhalten, das Buch aber auch schnell durchblättern.

Die einzigen Schwachpunkte des Buches sind:

  • Einige Dinge werden so verallgemeinernd dargestellt, daß sie leider falsch sind (bspw. das Schulsystem auf Seite 7 oder daß alle Ausländer, die in Deutschland leben, auch ihre Muttersprache noch sprechen – ebenfalls S. 7)
  • Die Verwendung der nicht-wertfreien Abkürzung BRD für die Bundesrepublik Deutschland ist gerade, wenn es um Ausbildung von Kindern geht, nicht sehr sinnvoll und zu politisch (negativ) besetzt
  • Bei den technischen Errungenschaften hätte man viel mehr intereaktive Elemente oder Fotos einbauen können. Deutsche Forscher haben – vor allem in der Vergangenheit – wirklich viel geleistet, aber leider werden genau in diesem Kapitel wenig Bilder oder interaktive Elemente verwendet
  • Bei dem relativ hohen Kaufpreis von 25 Euro wäre eine CD-Rom oder DVD als zusätzlich interaktives Material wünschenswert gewesen. (Daher nur eine „3“ bei Ausstattung

Dennoch insgesamt ein absolut lohnender Kauf für Familien mit Kindern!

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