Das Haus der tausend Laternen

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Rezension von: Kokoro | Rezensionsdatum:

Das Haus der tausend Laternen von

Inhalt
Der Roman spielt in London und Hongkong um 1886. Jane Lindsay ein junges Mädchen, dessen Vater aus gutem Hause stammt, der jedoch aufgrund seiner Heirat mit einer Frau unter seinem Stand mit seiner Familie gebrochen hatte, steht mit ihrer Mutter völlig mittellos da, als der Vater plötzlich stirbt. Die Mutter, eine im Leben stehende, resolute Frau, findet eine gute Anstellung in London als Hauswirtschafterin bei Mr. Milner auf , einem Mann um die 45 Jahre, der seit Jahren Handel mit China treibt und sich große Teile des Jahres in seinem „Haus der 1000 Laternen“ in  Hongkong aufhält. Er erlaubt der Mutter, dass die Tochter die Ferien in seinem Haus verbringt. Dort gibt es ein geheimes Zimmer, zu dem niemand Zutritt hat. Eines Tages treibt die Neugier jedoch das junge Mädchen in den Raum, in dem sich lauter chinesische Kostbarkeiten befinden. Prompt läuft sie dabei dem Hausherren, der zufällig gerade angekommen ist, über den Weg. Er sagt nichts, aber sie fürchtet, die Mutter verliere nun den Job. Die Jahre vergehen, und keiner kommt mehr auf den Vorfall zu sprechen.  Im Gegenteil, Milner bildet sie parallel zu ihrer Schule im Bereich Antiquitäten aus, da sie großes Interesse und Talent zeigt.

Mr. Milner hat noch 2 Brüder (Magnus und Redmond) sowie 2 Neffen (Adam und Joliffe), die jedoch Konkurrenten im Geschäft sind. Dennoch kommt Joliffe häufig auf seinen Besitz in England zu Besuch. So lernt auch Jane Joliffe, einen charmanten lebenslustigen, aber etwas oberflächlichen jungen Mann kennen und verliebt sich in ihn. Sie heiraten nach kurzer Zeit, aber dann stellt sich heraus, dass Joliffe bereits mit einer Studentenliebe verheiratet ist. Obwohl er beteuert, dass er glaubte, seine Frau sei tot, trennt sich Jane (mit dem mittlerweile geborenen Sohn) von ihm und flieht nach Roland´s Croft. Dort muss sie feststellen, dass ihre Mutter todkrank an Schwindsucht erkrankt ist, daher erzählt sie ihr nichts von ihren Sorgen. Die Mutter stirbt glücklich in der Annahme, ihre Tochter gut versorgt zu wissen. Jane nimmt daher ihre Arbeit bei Milner wieder auf, schließlich heiraten sie sogar.

Milner, mittlerweile gesundheitlich angeschlagen, nimmt sie nun auch erstmals mit nach Hongkong in das Haus der 1000 Laternen, das für Jane sofort ein Geheimnis birgt – denn es sind gar nicht 1.000 Laternen. Sie und ihr Sohn lernen das Leben in China nach und nach kennen, und müssen feststellen, dass nicht alle Menschen ihr wohlgesonnen sind. Milner geht es nun schlechter, er wird immer antriebsloser und schließlich stirbt er. Sofort sind 3 Männer – unter ihnen auch Joliffe – dabei, die wohlhabende Witwe zu umgarnen. Plötzlich geht es auch ihr schlechter und sie weiß nicht mehr, wem sie vertrauen kann. Sie muss das Geheimnis lösen, um nicht auch zu sterben…

Fazit
Was zunächst – vor allem wegen der etwas unpräzisen Zusammenfassung auf dem Buchdeckel – wie ein schmalziger Historienroman anmutet, entpuppt sich als ein sehr historisch sehr interessanter geschriebener Krimi, der sich fast von selbst liest. Die Autorin, Eleanor Alice Burford Hibbert, die unter anderem unter dem Pseudonym Victoria Holt Romane geschrieben hat, ist eine der bekanntesten Autorinnen und bereits 1906 geboren. Dennoch mutet ihre Schreibweise äußerst modern an! Die Charaktere sind sehr gut herausgearbeitet, die Schilderungen sowohl über das England als auch Hongkong des 19. Jahrhunderts sehr lebendig, so dass man die Orte richtig vor Augen hat und sich gut vorstellen kann.

Leider haben sich beim Buchdruck Fehler eingeschlichen, die vom Lektor hätten bemerkt werden müssen. So ist ein Absatz doppelt (S. 255), Ortsbezeichnungen werden falsch wiedergegeben und Tippfehler nicht korrigiert. Glücklicherweise behält das Buch dennoch seinen Reiz, so dass es gut zu empfehlen ist.

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